Forschungs-Bereiche der Augenklinik
Die Augenklinik des Universitätsspitals Basel hat eine lange und international annerkannte Forschungstradition mit folgenden Schwergewichten: Glaukom, Perimetrie, Durchblutung, Pharmakologie, molekulare Biologie.
International wird intensiv auf dem Gebiet des Glaukoms geforscht. Das Spektrum reicht von der Grundlagenforschung bis hin zur klinischen Forschung. Dies umfasst die Frage, warum der Augendruck ansteigt und wie man ihn senken kann, aber auch über welche Mechanismen die Nervenzellen absterben und welche Faktoren weiter eine Rolle spielen. Dabei spielt auch die Erforschung der Durchblutungsregulation eine wichtige Rolle.
Ein wichtiger Teil der Forschung geschieht in der Industrie, insbesondere sucht die Industrie nach neuen therapeutischen Möglichkeiten. Ein anderer Teil der Forschung findet an den Universitäten statt. Die Augenklinik Basel hat international eine führende Rolle in der Glaukomforschung mit verschiedenen Forschungsschwerpunkten.
Erfolge für die Glaukom-Forschung an der Universitäts-Augenklinik
Erfolge für die Glaukom-Forschung an der Universitäts-Augenklinik
Die Ursache des «Grünen Stars» ist auch in einer Fehlregulation der Blutgefässe zu suchen. Neben dieser Entdeckung haben die Glaukom-Forscher der Universitäts-Augenklinik Basel auch ein Gerät zur Messung der Augendurchblutung patentieren lassen.
Glaukom (Grüner Star) ist eine Erkrankung, bei der die Nervenzellen, welche das Auge mit dem Hirn verbinden, langsam absterben. Gleichzeitig kommt es zu einer Aushöhlung des Sehnervenkopfes. Seit langem ist bekannt, dass ein erhöhter Augendruck diesen Prozess beschleunigt und dass eine schlechte Durchblutung zu diesem Schaden beiträgt.
Die Forschungsgruppe der Augenklinik Basel konnte als erste zeigen, dass die Ursache dieser Minderdurchblutung in einer generellen Fehlregulation der Blutgefässe liegt. Diese Fehlregulation kann an den Fingern mit Hilfe der sogenannten Kapillarmikroskopie gezeigt werden.
Die Basler Gruppe hat nun einen einfachen, klinisch anwendbaren Test entwickelt, um solche Fehlregulationen direkt in der Aderhaut des Auges nachzuweisen.
Weiter hat die Arbeitsgruppe ein Gerät entwickelt und patientiert, welches die Augendurchblutung mit Hilfe der Hornhauttemperatur quantifiziert. Dabei wird die Hornhauttemperatur mit einem Nonkontakt-Infrarotthermometer kontinuierlich für einige Sekunden registriert. Während dieser Zeit wird die Hornhaut durch einen kleinen Luftstrom abgekühlt. Die Geschwindigkeit der Wiedererwärmung hat sich als gutes Mass für die Augendurchblutung erwiesen.
Die Arbeitsgruppe hat weiter beobachtet, dass Lymphozyten (eine Unterform der weissen Blutkörperchen) bei Glaukompatienten gewisse Gene (Erbinformationen) vermehrt abrufen. Diese Beobachtung wirft ganz neues Licht auf die Mechanismen, welche den Glaukomschaden verursachen. Diese Veränderungen in den weissen Blutkörperchen können aber auch zu Diagnosezwecken benutzt werden. Deshalb ist auch diese Beobachtung patentiert worden.