Inhalt - Aktuelle Forschungsprojekte

Aktuelle Forschungsprojekte

Akute Hirnschlag-Therapie

Hierbei wird die Evidenz der Wirkung verschiedener Akutmassnahmen wie z.B. Medikamenten evaluiert, welche beim Hirnschlag einen potentiellen Nutzen  haben könnten. Methodik: Randomisierte kontrollierte klinische multizentrische Studien. Erwartete Ergebnisse: Dokumentation über die Wirksamkeit applizierter Medikamente in der akuten Hirnschlag-Therapie (Sponsoren: Diverse; Investigator: Prof. Dr. Ph.Lyrer, Stellvertreter: Prof Dr. St.Engelter). Die bereits etablierte Behandlung mit systemisch oder intraarteriell applizierten Thrombolytika bzw. Thrombektomien wird laufend evaluiert.

Molekularbiologie

Charakterisierung von molekularen Veränderungen der weissen Substanz in einem Tiermodell mit subkortikaler Arteriosklerose: Die molekularen Mechanismen, welche bei der subkortikalen Arteriosklerose eine Rolle spielen, sind bisher nur wenig bekannt. Die Erforschung dieser Mechanismen ist entscheidend, um in Zukunft die Ursache einer vaskulären Leukenzephalopathie und Demenz behandeln zu können. In einem Tiermodell mit hypertensiven Mäusen werden in der aktuellen Studie genetische Veränderungen untersucht, welche zur subkortikalen Arteriosklerose führen. Diese genetischen Alterationen werden möglicherweise durch das Vorhandensein einer arteriellen Hypertonie beeinflusst. Erkenntnisse aus dieser und ähnlichen Studien tragen dazu bei, in Zukunft neuroprotektive Therapien zu entwickeln, welche das Risiko einer vaskulären und insbesondere einer leukenzephalopathievaskulären Demenz positiv beeinflussen könnten (Forschungsgruppenleiter: Prof. Dr. Ph. Lyrer, M.-F. Ritz, PhD).

Zerebrale Mikroangiopathie

Die Kleingefässerkrankung des Gehirns wird von der Stroke Research Gruppe multidimensional untersucht (Imaging, Neuropsychologie, Pathologie, Biomarke etc) (Leitung PD Nils Peters); dies in Kooperation mit Partnern im In- und Ausland. Die klinische neuropsychologsiche Evaluationen erfolgt in enger Kooperation mit der «Sprechstunde Stroke und Kognition» (Prof. S. Engelter) im Felix-Platter-Spital.

Diagnostik und Therapie der Arteriosklerose in der Primär- und Sekundärprävention des Hirnschlags

Der primäre Fokus liegt hierbei auf der Arteriosklerose der Halsschlagader (sog. Karotisstenose). Dieser Forschungsschwerpunkt umfasst die Reduktion des Hirnschlagrisikos durch Operationen (sog. Endarterektomie) und gefässeröffnende Eingriffe mittels Stents, die Optimierung der medikamentösen Therapie zur Abschirmung während dieser Eingriffe, sowie die Erforschung der Wertigkeit von Biomarkern und der bildmorphologischen Darstellung der Arteriosklerose in der personalisierten Therapieentscheidung. Die Forschungsmethoden beinhalten die Durchführung grosser randomisierter Therapiestudien sowie die Einbettung von modernen bildgebenden Verfahren und Biomarkeranalysen in solche Studien im Sinne der translationalen Forschung. (Forschungsgruppenleiter: PD Dr. Leo Bonati).

Dissektionen (Gefässeinrisse) hirnversorgender Arterien 

Eines der Schwerpunkte der Stroke Forschung – wie auch der Patientenbetreuung – betrifft Patienten mit Dissektionen hirnversorgender Arterien. Dabei stehen Forschung zur Pathophysiologie (Genetik, Umfeldfaktoren), Diagnostik, Auslöse– und Risikofaktoren, sowie therapeutische Möglichkeiten im Vordergrund. Die Dissektionsforschung findet national und international vernetzt statt  CADISP (Cervical Artery Dissection and Ischemic Stroke Patients), eine Kooperation verschiedener europäischer Zentren zur Erfassung genetischer, pathophysiologischer und therapeutischer Aspekte (Forschungsgruppenleiter: Prof. Dr. Engelter) Das Stroke Center Basel ist auch koordinierendes und leitendes Zentrum des Multizentrischen Therapieprojektes (TREAT-CAD).

NOAC 

Klinische Forschung zu «Neuen Oralen Antikoagulatien in Ischemic Stroke Patients» (NOACISP) findet sowohl monozentrisch wie auch multizentrisch statt.  Das hiesige Stroke Center übernahm die Führung einer multizentrischen Analyse zur Sicherheit der Thrombolyse bei Stroke trotz Einnahme neuer oraler Antikoagulantien. (Dr. Seiffge, Prof. S. Engelter);  weitere Arbeiten hierzu sind unterwegs.

Hirnschlag-Epidemiologie und Vesorgungsforschung

Studien zu «First ever ischemic stroke», Verteilung des Schweregrades und Thrombolysehäufigkeit (Institut für Sozial- und Präventivmedizin, Universitätsspital Zürich). Koordination des landesweiten Hirnschlagregisters (Swiss Stroke Registry; PD Dr. Leo Bonati).

Evidenced Based Medicine

Im Zentrum steht dabei das Durchführen und das regelmässige Aktualisieren von standartisierten Metaanalysen, die in der Cochrane Library publiziert werden. Konkret werden folgende Fragestellungen beantwortet: Therapie bei Arteria Carotis interna – Dissektion, Behandlung mit Thrombozytenaggregationshemmern nach Karotisthrombendarterektomie und Extra-/ Arterienbypass-Chirurgie. Thrombolyse: Evaluation verschiedener Aspekte der thrombolytischen Hirnschlagbehandlungen: Thrombolyse beim betagten Hirnschlag-Patienten, Komplikationen, Prognose, Häufigkeit der Anwendung, etc. Methodik: Cochrane Methodik zur Metaanalyse von randomisierten, kontrollierten Studien. Erwartete Ergebnisse: Objektive Empfehlungen zur Behandlung unterschiedlicher klinischer Schlaganfall-Krankheitsbilder, bei denen die Behandlung nicht durch einzelne Studien evaluiert werden konnte, sondern sich erst im Vergleich verschiedener Studien ergab.

Medikamentöse Schlaganfall-Prävention

Diverse medikamentöse Präventionsstudien, die die Wirksamkeit von Gerinnungshemmern  u. a. auf die Verhinderung von Hirnschlägen untersuchen.

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