Inhalt - Aktuelles

Aktuelles

Neue Hoffnung für Asthmatiker

Die medizinische Behandlung von schwerem, persistierendem Asthma stösst mit den etablierten Medikamenten an Grenzen. Eine neue Behandlungsmethode verspricht schweren Asthmatikern deutliche Verbesserung ihrer Lebensqualität: die bronchiale Thermoplastie. In der Schweiz bietet einzig das Universitätsspital Basel diese neue Behandlungsmethode an. In positiven Rückmeldungen berichten bereits behandelte Patienten von deutlich spürbarer Linderung der Beschwerden.   

Rund fünf Prozent der Menschen leiden in der Schweiz an Asthma. Eine chronische, entzündliche Erkrankung der Atemwege, die anfallsweise zur Luftnot der Patienten führt. Viele von ihnen sind gar vom höchsten Schweregrad betroffen, dem schweren, persistierenden Asthma. Diesem Asthmastadium kann mit den bekannten Medikamenten nur schlecht begegnet werden, die Atembeschwerden lassen sich damit nicht mehr gut kontrollieren. Mit der bronchialen Thermoplastie bietet das Universitätsspital Basel (USB) als bisher einziges Schweizer Spital eine ganz neue Behandlungsmethode an, die Menschen mit schwerem, persistierendem Asthma eine deutliche Verbesserung ihrer Lebensqualität bringt.

So funktioniert die bronchiale Thermoplastie

Beim schweren, persistierenden Asthma werden die Wände der Atemwege von unüblich viel glattem Muskelgewebe ummauert. Mit der bronchialen Thermoplastie wird diese überschüssige glatte Bronchialmuskulatur in den Atemwegen mittels moderater Wärme verringert. Dadurch weiten sich die Atemwege wieder aus, das Atmen fällt leichter, und die Wahrscheinlichkeit eines Asthmaanfalls sinkt.

Eine bronchiale Thermoplastie findet mittels Bronchoskopie (Lungenspiegelung) statt. Patientinnen und Patienten erhalten während der Behandlung ein Schlafmittel und spüren nichts davon. In drei Sitzungen wird m Abstand von rund einem Monat jeweils ein anderer Bereich der Lunge behandelt. Für jede Sitzung ist eine kurze, stationäre Aufnahme nötig, da die Patientinnen und Patienten nach den Eingriffen noch einige Tage beobachtet werden.

Wer sich für die Behandlung mit bronchialer Thermoplastie interessiert, wird erst von speziell geschulten Pneumologen und Pneumologinnen des Lungenzentrums am Universitätsspital Basel untersucht. Sie prüfen sehr genau, ob sich ein Patient, eine Patientin für die neuartige Behandlungsmethode eignet. Für die bronchiale Thermoplastie sind nur Personen über 18 Jahre zugelassen. Die Kosten für diesen Eingriff werden von der Krankenkasse übernommen. 

Signifikante Verbesserung der Lebensqualität

Prof. Daiana Stolz, Leitende Ärztin der Klinik für Pneumologie des USB, ist von der Wirkung der neuen Behandlungsmethode überzeugt: «Die Wirksamkeit der bronchialen Thermoplastie ist durch stabile Daten belegt. Mehr als drei Viertel der behandelten Patientinnen und Patienten berichten von einer deutlichen Verbesserung ihrer Lebensqualität. Auch die Rückmeldungen der im USB behandelten Menschen sind bisher sehr positiv».

Weltweit wurden bereits über 3‘000 Menschen mit schwerem, persistierendem Asthma mit bronchialer Thermoplastie behandelt. Im USB sind seit Mitte Oktober bereits fünf Personen mit dieser neuen Methoden behandelt worden – ihren Rückmeldungen zufolge mit Erfolg.

Sind Sie an mehr Informationen interessiert oder möchten Sie einen Termin vereinbaren?
Das Sekretariat Pneumologie ist für Sie da. Rufen Sie uns an.
8:00 - 12:00 und 14:00 - 17:00
061 265 51 84
Anmeldung Pneumologie

Rauchfrei - jetzt!

Es ist nie zu spät, gute Vorsätze umzusetzen. Ist Ihrer, das Rauchen aufzugeben oder etwas weniger zu rauchen? Das ist leichter gesagt als getan – das wissen wir. Mehr als die Hälfte aller Raucherinnen und Raucher, wünschen sich damit aufzuhören. Die Frage ist nur wie?

Mit ärztlicher Unterstützung kann es gelingen. In der Rauchfrei-Sprechstunde der Medizinischen Poliklinik erwartet Sie ein Team erfahrener Fachleute mit einem Coaching Programm. Individuell auf die Bedürfnisse abgestimmt, die Sie brauchen, um Ihr Ziel zu erreichen. Die Konsultationen werden von den Krankenkassen übernommen.
Schieben Sie es nicht auf morgen. Rufen Sie noch heute an.

Melden Sie sich direkt zu einem Erstgespräch an:
061 265 50 15
Medizinische Poliklinik
Petersgraben 4, 4031 Basel

Oder melden Sie sich per E-Mail an:
anmeldung.medpol@anti-clutterusb.ch


hier finden Sie mehr Informationen zum Rauchfrei - Jetzt!

Stiftung swisspneumo

Engagiert in Ausbildung, Forschung und Entwicklung

Die Stiftung swisspneumo engagiert sich in den Bereichen Entwicklung, Ausbildung und Forschung auf dem Gebiet der Pneumologie mit den Schwerpunkten Asthma und COPD (Chronic Obstructive Pulmonary Disease) oder Raucherlunge.

Projekte in Nepal und Bangladesh klären die Bevölkerung über Lungengesundheit auf und über Risikofaktoren, die Asthma und COPD verursachen.Häuser mit offener Feuerstelle ohne richtigen Rauchabzug sind dafür verantwortlich, dass Kinder ab dem ersten Tag russige und rauchige Luft einatmen, als Jugendliche lungenkrank werden und an einer Raucherlunge leiden.

Austauschprogramm bietet jedes Jahr Ärztinnen und Ärzten aus Nepal die Möglichkeit, sich in der Klinik für Pneumologie am Universitätsspital Basel weiterzubilden und ihr Wissen in der Lungenklinik in Nepal - ein weiteres Projekt der Stiftung swisspneumo - anzuwenden. Für Patientinnen und Patienten der Klinik für Pneumologie hier in Basel stehen Studien offen, die auch die Forschung voranbringen und wichtige Erkenntnisse in der Entwicklung von Medikamenten ermöglichen.

Spenden für Enwicklungsprojekte und Ausbildung sind Ihre Möglichkeit, die Projekte zur Lungengesundheit der swisspneumo zu unterstützen.

Radioonkologie

SART - Hochdosiert gegen Krebs

Die Stereotaktische Ablative Radiotherapie (SART) ermöglicht eine sehr exakte Bestrahlung von Tumorgewebe, die mit sehr hohen Einzeldosen in sehr kurzer Zeit erfolgt. Eine zusätzliche Kontrolle mittels Computertomographie, die am Bestrahlungsgerät direkt vor der Behandlung erfolgt, ermöglicht diese millimetergenaue Zielsicherheit auf den Tumor (bildgeführte Strahlentherapie = IGRT). So wird das gesunde Gewebe maximal geschont und der Tumor mit maximaler Kraft bestrahlt.

Die Behandlungsdauer verkürzt sich mit SART auf nur eine Woche. Waren früher 30 bis 40 Sitzungen über sechs bis acht Wochen nötig, umfasst heute eine Stereotaktische Ablative Radiotherapie nur drei bis fünf Sitzungen, die innerhalb einer Woche abgehalten werden können

In über 90% der Fälle verschwindet der Krebs in der Lunge für immer. Im Vergleich zur herkömmlichen Strahlentherapie verdoppelt sich mit einer Stereotaktischen Ablativen Radiotherapie die Chancen auf eine Heilung. Metastasen in der Lunge oder Leber lassen sich ebenso wirksam mittels SART behandeln.

zur Klinik für Strahlentherapie und Radioonkologie am Universitätsspital Basel

Pathologie

Die Laser-Mikrodissektion

Hat ein Arzt aus einer verdächtigen Stelle Gewebs- oder Zellmaterial entnommen, geht dieses in die Pathologie. Hier untersucht die Pathologin, der Pathologe, ob es sich um eine gutartige Veränderung oder um ein bösartiges Geschehen handelt. Bestätigt sich der Verdacht und handelt sich um ein Krebsgeschehen ordnet der Pathologe die Zellen einer bestimmten Krebsart zu. Die genaue Typisierung der Zellen ist für eine nachfolgende Therapie unerlässlich, denn eine wirkungsvolle Chemotherapie hängt unter anderem auch von der Krebsart ab, die behandelt werden soll.

Manche Chemotherapien sind nur dann wirksam, wenn sich gewisse Gene in der Krebszelle verändert haben. Um diese Veränderung zu finden, muss die Erbsubstanz – die DNA – aus den Krebszellen geschnitten und entschlüsselt werden. Um an diese Erbsubstanz zu gelangen benutzt der Pathologe ein Lasermesser, das Laser-Dissektionsgerät. Unter dem Mikroskop schneidet er mit diesem Lasermesser einzelne Krebszellen aus der Probe heraus und befördert sie in ein Reagenzröhrchen zur weiteren Untersuchung.

Hat sich nun die DNA dieser Krebszellen verändert (DNA-Mutationen), wird Mutation erkannt, bestimmt und angezeigt. Diese genaue Bestimmung ist für eine Chemotherapie wichtig. Aufgrund der Informationen aus dieser Mutationsanalyse legt die Onkologin, der Onkologe eine passgenaue Therapie für seine Patienten fest. Die personalisierte Chemotherapie kann beginnen

Lungenzentrum Basel

Leiter des Lungenzentrums

Prof. Dr. med. Michael Tamm, Chefarzt Klinik für Pneumologie, hat 2014 die Leitung des Lungenzentrums übernommen. Die Leitung wird im Rotationsprinzip alle drei Jahre an die Klinik für Pneumologie, Medizinische Onkologie und Thoraxchirurgie vergeben. Das Lungenzentrum vereint fachübergreifend Disziplinen medizinischer, chirurgischer und therapeutischer Kliniken und es besteht eine enge Zusammenarbeit mit der Pneumologie des UKBB.

15.09.2009

Neue Technik im Institut für Radioonkologie

Seit September 2009 ist die bildgeführte Strahlentherapie (image-guided radiotherapy, IGRT) in zwei Bestrahlungsräumen der Radioonkologie im Einsatz. Dies bedeutet hohen Strahlenschutz für Patienten und bewahrt die gesunden Organe vor unnötiger Strahlenbelastung. Mit dem IGRT werden Tumoren in der Lunge vor der eigentlichen Strahlentherapie gesichtet und auf den Millimeter genau lokalisiert. Die Strahlentherapie wird so punktgenau auf den Tumor gerichtet. Dies erhöht die Wirkung der Bestrahlung gegen den Tumor.

  • Verbindung der Schweizer Ärzte (FMH)
  • Schweizerische Gesellschaft für Thoraxchirurgie, Pneumologie, Onkologie, Pathologie, Radiologie, Nuklearmedizin, Radioonkologie
  • Erhebungsbogen für Lungenkrebszentren der Deutschen Krebsgesellschaft
  • SQS Schweizerische Vereinigung für Qualitäts- und Management-Systeme

Fusszeile