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Infection Biology Laboratory
Invasive Pilzinfektionen verursacht durch Aspergillus fumigatus und Candida albicans sind häufige infektiologische Komplikationen bei immunsupprimierten Patienten. Betroffen sind insbesondere Patienten mit schwerer, langdauernder Neutropenie und Lymphopenie infolge Leukämien, nach allogener Stammzelltransplantation sowie fortgeschrittener HIV Infektion. Entscheidend für den Erfolg der Therapie ist ein früher Behandlungsbeginn. Die frühzeitige, sensitive und spezifische Diagnose dieser Infektionen stellt jedoch eine Herausforderung dar. Deshalb werden oft prä-emptive Therapien oder neuerdings prophylaktische Therapien eingesetzt. Der Einsatz dieser Therapiemodalitäten ist insofern problematisch, da einerseits Durchbruchinfektionen und Infektionen durch resistente Erreger auftreten können und andererseits diese mit toxischen Nebenwirkungen und hohen Kosten vergesellschaftet sind. Unser Ziel ist deshalb die Wechselbeziehung von Wirt und Pathogen beim immunsupprimierten Patienten zu erforschen, um:
- Risikopatienten zu identifizieren
- neue Methoden zu etablieren, welche die Therapie steuern könnten
- immuntherapeutische Strategien wie z. B. Vakzinierung oder adoptiven T-Zelltransfer zu entwickeln
Fremdkörper-assoziierte Infektionen mit Staphylococcus aureus sind mit signifikanter Morbidität, Mortalität und hohen Kosten vergesellschaftet. Aufgrund der Bildung eines Polysaccharid-haltigen Biofilms sind sie schwierig zu behandeln. Wir untersuchen deshalb innerhalb eines “competence center for material science and technology” (CCMX) Projektes biokompatible Oberflächen-Coatings mit gekoppelten oder freisetzbaren antimikrobiellen Substanzen. Unser Ziel ist die Charakterisierung neuer antimikrobieller Substanzen sowie deren Aktivität gegen Biofilme und deren Wirkmechanismus zu erläutern.