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Aktuelles

ESC Kongress 2017


Herzzentrum am ESC 2017 Kongress in Barcelona

Von der Jahrestagung der Europäischen Gesellschaft für Kardiologie in Barcelona, dem mit ca, 35‘000 Ärztinnen und Ärzten weltweit grössten und wichtigsten Kongress für die kardiovaskuläre Medizin gibt es wieder sehr Erfreuliches zu berichten. Unsere junge Forscherinnen des Herzzentrums waren erneut eine der weltweit erfolgreichsten Forschergruppen mit über 30 Vorträgen und Posterpräsentationen. Nicht nur die Anzahl an Präsentationen war herausragend, sondern auch deren Qualität. Eine ganz herzliche Gratulation an unsere jungen Leistungsträger!

Somit konnte der ESC-Kongress als grosse Wissenschaftsbühne genutzt werden, um die spannenden neuen Forschungsresultate zu präsentieren und zur Diskussion zu stellen, aber auch um die internationale Vernetzung und Strahlkraft des Cardiovascular Research Institute Basel und damit unseres Herzzentrums weiter zu erhöhen.

November 2016

Mehr Lebensqualität Dank künstlichem Herz

Ein interdisziplinäres Team des Universitätsspitals Basel wurde formiert, um eine umfassende Behandlung und Betreuung von Patientinnen und Patienten mit schwerer Herzinsuffizienz sicherzustellen. Durch den Einsatz von einer künstlichen Unterstützungspumpe (Ventricular Assist Device – VAD) kann ein annähernd normales Leben ermöglicht werden.

Lt. Otmar Pfister (Leiter Herzinsuffizienz) ist diese Technik sehr wertvoll für Patienten, die für eine Herztransplantation wegen des Alters oder aus anderen Gründen nicht infrage kommen.

zum BAZ-Artikel

August 2016

Kardiologie Basel am ESC 2016 Kongress in Rom

Von der Jahrestagung der Europäischen Gesellschaft für Kardiologie in Rom, der mit über 30‘000 Ärzten weltweit grösste und wichtigste Kongress für die kardiovaskuläre Medizin gibt es wieder sehr Erfreuliches zu berichten. Unsere junge Forscherinnen der Kardiologie waren erneut eine der weltweit erfolgreichsten Forschergruppen mit über 20 Präsentationen.

Somit konnte der ESC-Kongress als grosse Wissenschaftsbühne genutzt werden, um die spannenden neuen Forschungsresultate zu präsentieren und zur Diskussion zu stellen.

Highlights waren Professor Raban Jeger mit der Präsentation der Ergebnisse der BASKET-SAVAGE-Studie in einer Hotline-Session, sowie die brandneuen APACE Ergebnisse, für welche eine komplette eigene Session reserviert wurden.

Mai 2016

Erstmalige indirekte Mitralklappenanuloplastie in der Schweiz im Universitätsspital Basel durchgeführt

Viele Patienten mit Herzinsuffizienz leiden unter einer schweren funktionellen Mitralklappeninsuffizienz, welche aufgrund des erhöhten Operationsrisikos operativ kaum angegangen werden kann. Hier können den Patienten neuere interventionelle Therapieformen wie z.B. die indirekte Mitralklappenanuloplastie mit dem Carillon®-System (Cardiac Dimensions, USA) helfen. Dabei wird über die Halsvene eine Metall-
spange in den Koronarsinus eingeführt, welche den Mitralklappenanulus raffen und damit die Mitralinsuffizienz verringern soll. Dieses Prinzip ist den gängigen chirurgischen Methoden nachempfunden.

Kürzlich konnte nun am Universitätsspital Basel durch Prof. Raban Jeger und Prof. Christoph Kaiser in der Schweiz erstmalig ein Patient mit einem solchen System versehen werden. Der Patient hat die Intervention, welche gut eine Stunde dauerte und mit lokaler Anästhesie durchgeführt wurde, gut überstanden und konnte tags darauf in gutem Allgemeinzustand nach Hause entlassen werden. Damit besteht die Hoffnung, dass dem Patienten mit einem kleinen Eingriff eine grosse Operation erspart werden konnte.

Es ist geplant, dieses Jahr am Universitätsspital weitere interventionelle Methoden der Mitral-klappentherapie einzuführen, so z.B. die direkte Mitralklappenanuloplastie mit dem Cardioband®-System (Valtech Cardio, Israel).

April 2016

Tag der Biomedizin

Entdecken, Erforschen, Erfahren:
Der spannende Weg von der Grundlagenforschung bis zur Behandlung am Patienten.

Am Tag der Biomedizin (9. April 2016) haben die beiden Grundlagenforschungsgruppen der Kardiologie Cardiovascular Molecular Imaging (PD Dr. B. Kaufmann) und Myocardial Research (PD Dr. G. Kuster) ihre Forschung einem breiten Publikum vorgestellt. Die anhand eines Kurzreferates, am Informationsstand und in spannenden Live-Demonstrationen gegebenen Einblicke in zukünftige Techniken der Herz-Bildgebung und neue Therapien der Herzschwäche, sind bei den zahlreichen Besuchern auf grosses Interesse gestossen.

Fotogalerie

August 2015

Basler Kardiologen implantieren ersten kabellosen Herzschrittmacher

Ein in der Herzkammer fixierter kabelloser Schrittmacher

Die Kardiologen des Basler Universitätsspitals um Prof. Stefan Osswald sind neuerdings in der Lage, kabellose Herzschrittmacher einzusetzen. Diese werden direkt im Herzen fixiert und haben den Vorteil, dass im Gegensatz zu herkömmlichen Taktgebern in den Venen keine Kabel benötigt werden. Für die Patientinnen und Patienten ist zudem von Bedeutung, dass weder auf der Brust eine Narbe noch unter der Haut eine Beule entsteht.

 

Der kleinste Herzschrittmacher der Welt hat die Grösse einer Tintenpatrone. Aber er ist nicht nur viel kleiner als konventionelle Geräte, sondern funktioniert zudem als erster Schrittmacher ohne Kabel. Vor Kurzem ist erstmals im Universitätsspital Basel (USB) ein kabelloser Herzschrittmacher implantiert worden.

Die Kardiologen Prof. Christian Sticherling und PD Dr. Tobias Reichlin haben zwei Patienten erfolgreich operiert. Jeder Eingriff dauerte rund eine Stunde. Die Patienten sind wohlauf und konnten bereits eine Woche nach dem Eingriff leichte sportliche Aktivitäten ausüben.

 

Implantiert wird der kabellose Schrittmacher mit Hilfe eines Katheters, der von der Leiste über die Oberschenkelvene zum Herzen vorgeschoben und an der Herzwand fixiert wird. Auf diese Art und im Unterschied zu herkömmlichen Taktgebern können sowohl Narben auf der Brust wie auch tastbare Beulen unter der Haut vermieden werden. Kabellose Schrittmacher eignen sich zur Zeit allerdings erst für einige ausgewählte Patientinnen und Patienten mit zu langsamen Herzschlag.

 

Weil der neuartige Schrittmacher gänzlich ohne Elektroden auskommt, können technische Schwachstellen, die mit konventionellen Taktgebern aufgetreten sind, beseitigt werden. Elektroden können nämlich ihre Funktion über die Jahre verlieren oder in seltenen Fällen sogar brechen. Ausserdem können sie in die Venenwand oder ins Herz einwachsen, was zum Beispiel bei einer Infektion eine Operation am offenen Herzen erforderlich machen kann.

Herzschrittmacher für Schwangere

Als weiteres Novum haben die Kardiologen des USB einen Weg gefunden, einer schwangeren Frau einen Herzschrittmacher einzupflanzen, ohne für das ungeborene Kind schädliche Röntgenstrahlen einzusetzen. Die 30-jährige Frau hatte in der neunten Schwangerschaftswoche wegen Schwindelgefühlen ihren Arzt aufgesucht. In der Herzstromkurve wurde festgestellt, dass der Herzschlag der schwangeren Frau deutlich verlangsamt war und ihr Herz teilweise mehrere Sekunden stehen blieb. Nach der Zuweisung ins USB konnte die Implantation des Schrittmachers mit Hilfe von 3D-Mapping, mit welcher das Herz dreidimensional dargestellt wird, erfolgreich durchgeführt werden.

 

Das gleiche System wird in der Kardiologie auch bei den katheterbasierten Verödungsbehandlungen (Ablationen) eingesetzt, um das Herzrhythmusstörungen auslösende Herzmuskelareal gezielt auszuschalten. Das Verfahren ist laut dem Kardiologen PD Dr. Michael Kühne sehr röntgenarm und bei einem Teil der Patientinnen und Patienten sogar röntgenfrei. Dies ist wegen der potenziellen Langzeitschäden der Röntgenstrahlung vor allem bei jüngeren Personen wichtig. Wichtig ist die Reduktion der Strahlung aber auch für die Operateure, die täglich im Umfeld von Röntgenstrahlen arbeiten. Ein angenehmer Nebeneffekt ist dabei auch, dass der schwere Bleimantel weniger oder gar nicht mehr getragen werden muss.

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