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Ziele

Bei der Begutachtung für eine IV-/UV-Rente sollen Gutachter bei Personen mit einer vergleichbaren Beeinträchtigung aus psychischen oder anderen Gründen zu vergleichbaren Einschätzungen der Arbeitsfähigkeit kommen. Bis heute gibt es jedoch kein verlässliches Verfahren, mit dem die Arbeitsfähigkeit, eine Teilarbeitsfähigkeit oder eine völlige Arbeitsunfähigkeit «gemessen» und eindeutig festgestellt werden kann. Bis ein solches Verfahren gefunden und etabliert ist, gilt der professionelle Konsens.

Hier setzt die RELY-Studie an, die darauf abzielt, diesen professionellen Konsens zu verbessern. Dazu hat sie den bisherigen Begutachtungsprozess um eine funktionsorientierte Ausrichtung erweitert. Die RELY 1-Studie hat gezeigt, dass die funktionsorientierte Begutachtung eine plausible Methode darstellt, um die Arbeitsfähigkeit einer versicherten Person zu erfassen und damit den Ablauf der Begutachtung zu erleichtern. Zusätzlich hat die funktionsorientierte Begutachtung bei den Gutachtern wie bei den versicherten Personen eine hohe Akzeptanz gefunden.  

Die RELY 2-Studie untersucht die Verlässlichkeit (Reliabilität) der funktionsorientierten Begutachtung. Sie erhebt, inwieweit mehrere Gutachter übereinstimmen, wenn sie nach weiterentwickeltem Training und mit optimierten Instrumenten die Leistungs- und Arbeits(un)fähigkeit bei demselben Rentenantragsteller einschätzen.

Damit soll sichergestellt werden, dass die Entscheidungen von Gutachtern über die Arbeitsfähigkeit von Menschen mit einer psychischen Beeinträchtigung nachvollziehbar und zuverlässig sind. Des Weiteren wird erfasst, wie die versicherte Person die funktionsorientierte Begutachtung erlebt hat.

Mit der Studie kann NICHT überprüft werden, wie zutreffend die Einschätzung der Arbeitsfähigkeit bzw. der Arbeitsunfähigkeit ist.

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