Inhalt - 2004

Mediencommuniqués 2004

Mediencommuniqué vom 29.11.2004

Modernste Herzkatheterlabors der Schweiz im Unispital Basel

Das Universitätsspital Basel weiht am 6. Dezember zwei neue Herzkatheter-Labors ein, – die heute modernsten Anlagen in der Schweiz. Künftig können Untersuchungen und Behandlungen mit deutlich niedrigeren Strahlenbelastungen durchgeführt werden. Dies ist ein Gewinn sowohl für Patientinnen und Patienten als auch für die Untersuchenden, und steigert die Attraktivität des Universitätsspitals Basel in Herz-Diagnostik und -Therapie.

Die modernen Herzkatheterlabors neuester technischer Ausstattung, die 12- und 15-jährige Röntgenanlagen ersetzen, liefern Röntgenbilder und -filme der Herzkranzgefässe und Herzkammern in höchster Bildqualität und dies mit deutlich niedrigerer Strahlenbelastung für Patientinnen, Patienten und Untersuchenden als bisher. Zudem sind die Anlagen im Unispital Basel nicht ausschliesslich für die eigenen Patientinnen und Patienten vorgesehen, sondern Patientinnen und Patienten des Claraspitals Basel und der umliegenden Spitäler der Kantone Baselland, Aargau und Jura werden zukünftig ebenfalls von dieser Einrichtung profitieren können.

Gleichzeitig blickt die Kardiologie auf eine 10-jährige Erfahrung in der interventionellen Elektrophysiologie zurück. Basel ist zu einem anerkannten Schweizer Zentrum für Elektrophysiologie herangewachsen. Patientinnen und Patienten mit Herzrhythmusstörungen nicht nur aus der Nordwestschweiz, sondern auch aus der Zentral- und Ostschweiz werden dem Unispital Basel zugewiesen, um hier untersucht und behandelt zu werden.

Die Einweihung des neuen Herzkatheterlabors findet am

Montag, 6. Dezember, 16.00 h, im Klinikum 2, Universitätsspital Basel, Petersgraben 4, Kardangiographie, Röntgen 38 u. 39, Ebene 01, statt.

Die Medienvertretenden sind dazu herzlich eingeladen.

Auskünfte:
Prof. Matthias Pfisterer, Chefarzt Kardiologie, Universitätsspital Basel,
Prof. Stefan Osswald, Leiter Elektrophysiologie, Universitätsspital Basel, Tel. +41 61 265 5214

Mediencommuniqué vom 14.09.2004

Knochenfraktur-Risiko durch Einnahme von Betablockern reduziert

In einer gemeinsam durchgeführten Studie liefern Forscher des Universitätsspitals Basel und der Boston University (USA) deutliche Hinweise darauf, dass das Risiko von Knochenfrakturen durch die Einnahme von Betablockern reduziert wird. Die Resultate der Studie werden am 15.9.2004 im renommierten "Journal of the American Medical Association (JAMA)" publiziert.

Die Autoren der Basel Pharmacoepidemiology Unit auf der Klinik für Pharmakologie und Toxikologie am Universitätsspital Basel und Epidemiologen der Boston University (USA) analysierten in einer epidemiologischen Studie bei rund 30'000 Patientinnen/Patienten mit einer Knochenfraktur und 120'000 Kontrollpatientinnen/-patienten ohne Fraktur den Einfluss von

Betablockern auf das Knochenfrakturrisiko. Ein Vergleich der Medikamenteneinnahme der beiden Gruppen zeigte, dass das Frakturrisiko bei Personen, die regelmässig Betablocker einnahmen, deutlich erniedrigt war.
Betablocker werden vorwiegend zur Behandlung von hohem Blutdruck oder von Herzinsuffizienz verwendet, oftmals in Kombination mit Thiaziddiuretika, einer Medikamentengruppe, welche zum Ausscheiden von überflüssigem Körperwasser eingesetzt wird. Es ist seit Langem bekannt, dass Thiaziddiuretika eine positive Wirkung auf die Knochendichte haben und dadurch das Frakturrisiko senken. Thiazide werden, ähnlich wie Betablocker, zur Behandlung von hohem Blutdruck sowie anderen Herz-Kreislauferkrankungen eingesetzt. Für Betablocker war ein positiver Effekt auf die Knochen beim Menschen bis anhin kaum bekannt, er wurde erst vor Kurzem in Tiermodellen beschrieben. Die vorliegende grosse Studie liefert nun wertvolle Hinweise darauf, dass die seit vielen Jahren breit eingesetzte Medikamentengruppe der Betablocker nebst der Wirkung auf das Herz-Kreislaufsystem möglicherweise auch beim Menschen einen durchaus erwünschten Nebeneffekt auf das Knochenfrakturrisiko hat.

Es sind vorwiegend ältere Patientinnen und Patienten, die aufgrund von hohem Blutdruck oder anderer Herz-Kreislauferkrankungen eine medikamentöse Therapie benötigen. Gerade diese ältere Patientengruppe neigt oftmals auch zu Knochenschwund (Osteoporose) und hat ein erhöhtes Frakturrisiko; deshalb wäre es wünschenswert, wenn es Medikamente gäbe, die gleichzeitig den Blutdruck senken und die Knochendichte erhöhen, was aufgrund dieser neuen Beobachtungen möglicherweise bei Betablockern der Fall ist. Die Ergebnisse dieser grossen Studie an der Universität Basel müssen nun in weiteren Studien bestätigt werden, bevor man einen anti-osteoporotischen Effekt von Betablockern als gesichert betrachten kann. Sollten sich die Ergebnisse aber bestätigen, könnten durch den konsequenten Einsatz von Betablockern und Thiaziddiuretika möglicherweise Frakturen vermieden werden, was auch aus ökonomischer Sicht sehr interessant wäre: die direkten und indirekten Kosten von Frakturen bei älteren Patientinnen/Patienten sind sehr hoch, die Betablocker und Thiaziddiuretika dagegen sind recht preisgünstige Medikamente.

Betablocker und Knochenfrakturrisiko im Journal of the American Medical Association

Erstautor: Dr. Raymond Schlienger, Apotheker und MPH 1,2
Studienleitung: PD Dr. Christoph Meier, Apotheker und Epidemiologe 1,2,3

1 Basel Pharmacoepidemiology Unit, Klinik für Pharmakologie und Toxikologie, Universitätsspital Basel
2 Institut für Klinische Pharmazie, Departement Pharmazie, Universität Basel
3 Pilger Apotheke Basel

Mediencommuniqué vom 19.08.2004

Universitätsspital Basel: "Stillfreundliches Spital" gemäss UNICEF

Die Frauenklinik des Universitätsspitals Basel (USB) hat erfolgreich die Qualifizierung der UNICEF als "stillfreundliche Klinik" abgeschlossen und ist entsprechend zertifiziert worden. Nach einer mehrtägigen und über alle Berufsgruppen reichenden Evaluation durch ein Team von Expertinnen ist somit bestätigt, dass sich die Frauenklinik des USB konsequent an die von der UNICEF und der Weltgesundheitsorganisation WHO empfohlenen Schritte zum erfolgreichen Stillen hält.

In der Frauenklinik Basel hat die unabhängige mehrtägige Evaluation sowie die Überwachung der Stillpraxis auf der Mutter-Kind-Abteilung anhand monatlicher Statistiken bestätigt, dass die Qualitätsstandards der UNICEF erfüllt werden - in den einzelnen Teilbereichen nahezu vollumfänglich mit dem Prädikat ausgezeichnet. Für die Universitätsklinik mit ihren steigenden Geburtenzahlen und grosser Nachfrage ist diese Auszeichnung äusserst erfreulich, denn sie dokumentiert, welche Schwerpunkte an der Klinik mit den weitaus meisten Geburten in der Region Basel (ca. 1900 Kinder pro Jahr) wichtig sind und wovon Mütter und Kinder in hohem Masse profitieren:

  • 80% aller gesunden Kinder werden innerhalb der ersten Stunde nach der Geburt angelegt
  • 91% der gesunden Kinder werden bei Austritt voll gestillt
  • 88% der Mutter-Kind-Paare bleiben während des Aufenthaltes auf der Mutter-Kind Station Tag und Nacht zusammen.

    Aufgrund der Tatsache, dass die Frauenklinik des Universitätsspitals Basel eine zertifizierte stillfreundliche Klinik ist und sich an die von der UNICEF und der WHO empfohlenen Schritte zum erfolgreichen Stillen hält, können Mütter im Basler Universitätsspital folgende Qualität erwarten:
  • Wenn Mütter stillen möchten, werden sie von den USB-Fachleuten unterstützt. Dazu bilden sich diese regelmässig weiter und halten sich an die gemeinsam erarbeiteten Richtlinien.
  • Bereits in der Schwangerschaft informieren wir die Mütter über die Vorteile und die Praxis des Stillens.
  • Nach der Geburt bleibt das Neugeborene ungestört bei der Mutter, bis es zum ersten Mal gestillt werden will.
  • Das Kind ist in der Regel Tag und Nacht bei der Mutter. Auch wenn die Mutter zeitweise von Ihrem Kind getrennt ist, unterstützen wir sie darin, später stillen zu können.
  • Muttermilch ist die beste Säuglingsnahrung und enthält alles, was ein Säugling zu seiner Entwicklung braucht, deshalb wird den gesunden Neugeborenen in der Regel keine zusätzliche Flüssigkeit oder Nahrung gereicht. Das Stillen wird dem Rhythmus des Kindes angepasst.
  • Das Universitätsspital Basel vermeidet die Werbung für Muttermilchersatzprodukte, Schoppenflaschen und Nuggis.
  • Damit das Kind sein Saugverhalten ungestört erlernen kann, verzichtet die Frauenklinik auf einen routinemässigen Gebrauch von Nuggis und setzt Saughütchen und Schoppenflaschen nur dann ein, wenn sie unbedingt notwendig sind.
  • Ansprechpersonen im Hause oder extern stehen auch bei Fragen oder auftretenden Problemen nach dem Spitalaustritt zur Verfügung.
  • Wenn Mütter nicht stillen, werden sie beim Abstillen sowie hinsichtlich einer angemessenen Ernährung des Neugeborenen gut und einfühlsam beraten.
Mediencommuniqué vom 08.09.2004

Neue Kindertagesstätte "Spatzennest" am Universitätsspital Basel für niederprozentige, auch unregelmässige Kinderbetreuung

Mitarbeitende des Universitätsspitals Basel und Personen, die einen Untersuchungstermin wahrnehmen bzw. Patientinnen/Patienten besuchen, können ihre Kinder in der neu eröffneten Kindertagesstätte an der Hebelstrasse 10 einem qualifizierten Betreuungsteam in Obhut geben. Das Besondere am neuen Angebot: Die Betreuung kann flexibel, d. h. unregelmässig, und stundenweise bis maximal zwei Tage pro Woche in Anspruch genommen werden.

Insgesamt stehen in den kindergerecht umgebauten Räumlichkeiten von Montag bis Freitag jeweils von 06.30 bis 18.30 Uhr zehn Plätze für Knaben und Mädchen im Alter von sechs Monaten bis zwölf Jahren zur Verfügung. Die Kosten betragen pro Stunde 10 Franken; der Preis für ein Mittagessen von der Spitalküche beträgt 5 Franken. Die Kinderbetreuung obliegt einem Team von erfahrenen und gut ausgebildeten Fachkräften. Die Kindertagesstätte mit dem Namen Spatzennest ist auch während der Schulferien geöffnet und lediglich an den allgemeinen Feiertagen geschlossen. Längerfristig geplante und spontane Anmeldungen sind erbeten unter der Telefonnummer 061/265 35 00.

Die niederprozentige Betreuung bis wöchentlich insgesamt höchstens 20 Stunden dient der Abgrenzung zu den bestehenden Tagesheimen, welche Kinder in der Regel nur für längere Aufenthaltzeiten aufnehmen.

Das Kindertagesheim Spatzennest wird aufgrund des Gesetzes über Finanzhilfen für familienergänzende Kinderbetreuung während einer zweijährigen Startphase massgebend finanziell unterstützt. Das entsprechende Impulsprogramm soll den Eltern helfen, Erwerbsarbeit und Familie besser vereinbaren zu können.

Am Samstag, 11. September, 10.00 bis 13.00 Uhr, ist das Spatzennest an der Hebelstrasse 10, Basel, für Interessierte für eine freie Besichtigung geöffnet.

Mediencommuniqué vom 04.08.2004

Forschungserfolg am Universitätsspital Basel:
Bei Asthmatikern liegt ein grundsätzlicher Defekt der bronchialen glatten Muskelzellen vor

Die Forschungsgruppe der Lungenabteilung des Basler Universitätsspitals unter der Leitung der Professoren Michael Roth und Michael Tamm hat in Zusammenarbeit mit der Universität Sydney herausgefunden, weshalb sich bronchiale Muskelzellen von Asthmatikern abnorm verhalten, rascher wachsen und zu Beschwerden führen. Es konnte ein grundsätzlicher Defekt in der Zelle von Asthmatikern nachgewiesen werden. Diese Entdeckung eröffnet neue Perspektiven für die Ursachenforschung und Heilung von Asthma.

5%-8% der Bevölkerung leiden unter Asthma. Atemnot, pfeifende Atmung und hartnäckiger Husten sind typische Beschwerden. Diese Beschwerden sind durch Entzündung und ein Zusammenziehen der bronchialen Muskelzellen bedingt. Mit Inhalation von Medikamenten können die Symptome von Asthma gut behandelt werden, eine Heilung ist bisher kaum möglich. Das Lungenforschungsteam des Universitätsspitals Basel unter der Leitung der Professoren Michael Roth und Michael Tamm und hat nun in enger Zusammenarbeit mit dem australischen Forschungsteam von Prof. Judy Black (Universität Sydney) einen grundlegenden Defekt in bronchialen Muskelzellen von Asthmatikern entdeckt und beschrieben.

Die Resultate dieser Entdeckung werden am 5. August 2004 in der weltweit bekanntesten medizinischen Forschungszeitschrift (New England Journal of Medicine) publiziert.

Mediencommuniqué vom 12.07.2004

Spitalkooperation – das St. Claraspital und das Universitätsspital Basel arbeiten zusammen

Das St. Claraspital und das Universitätsspital Basel haben im Bereich der invasiven Kardiologie die Zusammenarbeit konkretisiert und gemeinsam die Details der künftigen Kooperation in einem Vertrag zusammengefasst. Aufgrund dieses Vertrages kann das St. Claraspital im Bereich der Kardiologie - unter der Leitung von Professor Burkhard Hornig - ab dem 12. Juli 2004 invasiv tätig werden und dabei die kardiologische Infrastruktur des Universitätsspital Basel (USB) mitbenutzen. Die Hospitalisation der kardiologischen Patienten des St. Claraspitals erfolgt im St. Claraspital.

In Zusammenhang mit der Pensionierung des leitenden Arztes für Kardiologie und der diesbezüglichen Neubesetzung der Stelle, hatte der Verwaltungsrat des St. Claraspital die Einrichtung eines eigenen Herzkatheterlabors geprüft und für bedarfsgerecht befunden. Diese Absicht wurde dem Sanitätsdepartement des Kantons Basel-Stadt fristgerecht mitgeteilt. In der Folge entwickelte sich eine breite öffentliche Diskussion über Bedarf und Notwendigkeit einer solchen zusätzlichen Einrichtung im Kanton Basel-Stadt.

Im Rahmen von Gesprächen zwischen Delegationen der beiden Spitäler und Regierungsrat Carlo Conti, Vorsteher des Sanitätsdepartements, konnte am 2. Dezember 2003 eine einvernehmliche Lösung gefunden werden, die vorerst in einer gemeinsamen Absichtserklärung festgehalten wurde. Ziel war dabei, die künftige Zusammenarbeit zwischen dem St. Claraspital und dem Universitätsspital Basel in die bereits funktionierende, vertraglich vereinbarte regionale Zusammenarbeit mit den Kardiologen aus dem Kanton Basel-Landschaft und dem Jura zu integrieren.

Gemäss dem nun erarbeiteten Kooperationsvertrag verzichtet das St. Claraspital auf die Einrichtung eines eigenen Herzkatheterlabors, wird aber invasiv tätig. Im Gegenzug stellt das Universitätsspital Basel künftig dem St. Claraspital Herzkatheterlabor-Kapazitäten für bis zu 500 Patientinnen und Patienten pro Jahr zur Verfügung. Dabei kann das Herzkatheterlabor im Universitätsspital Basel vom St. Claraspital für elektive Patientinnen und Patienten täglich zwischen 14.30 bis 19 Uhr mitbenutzt werden. Notfälle und dringliche Fälle können jederzeit nach Absprache mit dem Universitätsspital Basel behandelt werden. Der Vertrag tritt per 12. Juli 2004 in Kraft und ist erstmals per 31.12.2006 kündbar.

Das Sanitätsdepartement Basel-Stadt zeigt sich erfreut sowohl über die gegenseitige Bereitschaft, sich auf einen nicht nur einfachen Verhandlungsprozess einzulassen, als auch über das konkrete Resultat der intensiv und konstruktiv geführten Vertragsgespräche. Das nun definitive Zustandekommen der Kooperation im Bereich der invasiven Kardiologie zeigt, dass die immer notwendiger werdende, spitalübergreifende Zusammenarbeit zwischen Leistungserbringern insbesondere im Bereich der somatischen Akutmedizin nicht nur möglich, sondern auch machbar ist.

Mediencommuniqué vom 21.04.2004

PD Dr. Roland Bingisser neuer Leiter der restrukturierten Notfallstation am Kantonsspital Basel/Universitätskliniken

Der 43jährige Roland Bingisser, Bürger von Winterthur, ist zum neuen Leiter und Chefarzt der neu strukturierten interdisziplinären Notfallstation am Kantonsspital Basel/Universitätskliniken ernannt worden. Neu sind als Folge einer umfassenden Reorganisation die chirurgische und die internistische Notfallmedizin unter einer einheitlichen Leitung zusammengefasst.

Mit PD Dr. Roland Bingisser übernimmt eine ausgewiesene Arzt-Persönlichkeit die Führungs-Verantwortung. 1991 promovierte er an der Universität Zürich, 2001 habilitierte er sich für Innere Medizin an der Universität Basel. Seine Fortbildung führte ihn u. a. zwei Jahre an die University of Western Australia in Perth. Er ist gleichzeitig Internist und Pneumologe. Nebst Forschungsprojekten in verschiedenen Spezialdisziplinen wie der Kardiologie, Neurologie, Thoraxchirurgie etc. hat er sich ausgiebig der Lungenmechanik, u. a. mit dem Fokus Asthmagrundlagenforschung, gewidmet.

Die Vision des neugewählten Chefarztes ist es, die Notfallstation des Kantonsspitals Basel/Universitätskliniken zu einer Klinik mit Modellcharakter zu formen. Sie soll sich durch eine grösstmögliche Patientenorientierung auszeichnen. Das heisst konkret, dass nicht einfach das machbare, sondern das sinnvolle medizinische Handeln angestrebt wird. Um dies umzusetzen, wird PD Dr. Roland Bingisser täglich auf der Notfallstation präsent sein und auch persönlich Patientinnen und Patienten betreuen.

Angestrebt wird auch ein Kulturwandel in bezug auf Fehler und Qualitätsmessung: Es soll nicht mehr darum gehen, wer einen Fehler gemacht hat, sondern um das „Warum“. Mit einer systematischen Analyse auch von banalen Zwischenfällen wird die Rate der erkennbaren Fehler sinken. Ein offener Umgang mit den sogenannten kritischen Zwischenfällen kann aber nur in einem Betrieb stattfinden, der sich durch gelebte Wertschätzung auszeichnet. Diese Wertschätzung soll das Markenzeichen der neuen Notfallstation werden – spürbar für alle Patientinnen/Patienten, Angehörigen und Mitarbeitenden!

Ein weiterer Schwerpunkt der bisherigen und künftigen Tätigkeit von PD Dr. Roland Bingisser ist die Prozessforschung. Dieser betriebswirtschaftliche Ansatz mit dem Ziel, Effizienz, Qualität und das Kostenmanagement zu verbessern, wird der hochkomplexen Struktur der interdisziplinären Notfallstation besonders zugute kommen. Geplante bauliche Veränderungen werden die Prozessoptimierungen unterstützen.

Mediencommuniqué vom 28.04.2004

Erfolgreiche Integration von Unikliniken und eine "Punktlandung" als Jahresergebnis 2003

Mit der sowohl logistisch als auch kulturell geglückten Integration der Orthopädie des Felix Platter-Spitals und der Universitäts-Frauenklinik ins Klinikum 1 bietet das Universitätsspital Basel eine noch umfassendere universitäre Kompetenz unter einem Dach an für die Bevölkerung der Region Basel. Beim Jahresergebnis 2003 weist das KBS nahezu eine "Punktlandung" aus.

Die Integration der orthopädischen Universitätsklinik des Felix Platter-Spitals in das Kantonsspital Basel/Universitätskliniken bietet eine der wichtigsten Grundlagen für das entstehende Kompetenzzentrum "Bewegungsapparat“. Der Einzug der Universitäts- Frauenklinik in das Klinikum 1 hat eine signifikante Erhöhung der Geburten zur Folge. Mit 1758 Geburten im Jahr 2003 betrug der Anteil des KBS an den Geburten insgesamt des Kantons Basel-Stadt nun 70%. Die Wiedereröffnung des Klinikums 1 West mit den neuen Universitätskliniken ist ein Meilenstein in der erfolgreichen Geschichte des Spitals.

Wichtige Kennzahlen 2003

Das Wachstum des Aufwandes und Ertrages des Kantonsspitals Basel/Universitätskliniken war im Jahre 2003 stark von äusseren Faktoren wie etwa der Integration der Orthopädie des Felix Platter-Spitals geprägt. Der Aufwand stieg gegenüber dem Vorjahr um 5,2% auf 604,1 Mio. Franken, der Ertrag um 5,0 % auf 443,2 Mio. Franken. Der Beitrag des Kantons Basel-Stadt beträgt 162.6 Mio. Franken. Nach Berücksichtigung aller exogenen Faktoren wurde die Vorgabe um 0.3 Mio Franken überschritten.

Das Wachstum beim Personalaufwand ohne die integrierte Orthopädie betrug gegenüber dem Vorjahr dank gezieltem Ressourcenmanagement lediglich 1,6% und konnte somit stabilisiert werden.

26'862 (Vorjahr: 25'845) Patientinnen/Patienten wurden stationär, 158'241 (Vorjahr: 141'652) ambulant behandelt. Die Anzahl Pflegetage betrug 213'247 (Vorjahr: 214'902), die durchschnittliche Aufenthaltsdauer sank von 8,3 auf 7,9 Tage. Bezüglich Herkunft der Patientinnen und Patienten zeigt sich eine signifikante Zunahme von ausserkantonalen und ausländischen Patientinnen/Patienten von 39% (2002) auf 44,2% (2003), was die steigende Bedeutung des Basler Universitätsspitals als Zentrumsspital unterstreicht.

Die im Jahr 2003 in Angriff genommene Implementierung einer neuen Leistungserfassung entwickelt sich erfolgreich. Das Grossprojekt, zu welchem als ein Teilaspekt Tarmed gehört, hat eine lückenlose, zeitnahe, computergestützte effiziente Leistungserfassung zum Ziel, welche zukunftsorientierte Kalkulationsgrundlagen schafft. Die Fakturierung aufgrund der neuen Leistungserfassung wird per Ende Mai vollumfänglich produktiv sein.

Mediencommuniqué vom 22.01.2004

Schliessung der Postagentur Basel 31 Kantonsspital/Universitätskliniken

Die vom Kantonsspital Basel/Universitätskliniken geführte Postagentur Basel 31 wird einvernehmlich vom Spital und der Schweizerischen Post per Ende April 2004 geschlossen. Für die Patientinnen und Patienten steht wie bisher ein interner Postdienst zur Verfügung. Geldbezüge können weiterhin am Postomat getätigt werden. Den Mitarbeitenden der Postagentur werden innerhalb des Sanitätsdepartements adäquate und gleichwertige Arbeitsstellen angeboten.

Das Kantonsspital Basel/Universitätskliniken verzichtet wegen Konzentration auf die Kerntätigkeiten auf seine Post­agentur im Eingangs­bereich Spitalstrasse. Zudem befindet sich der Standort der Postagentur Basel 31 Kantonsspital/Universitätskliniken in einem Gebiet mit hoher Poststellendichte. Auch hier hat sich der Trend zum bargeldlosen elektronischen Zahlungs­verkehr und zu rückläufigem Brief- und Paketverkehr deutlich bemerkbar gemacht.

Der Spital-interne Postdienst ist von dieser Änderung nicht betroffen: Eingehende Briefe und Pakete für die Dienst­stellen sowie für Patientinnen/Patienten werden wie bis anhin zugestellt. Für Bargeldbezüge steht weiterhin ein Postomat im Eingangsbereich der Spitalstrasse zur Verfügung. Spitalmitar­beitende und Quartierbewohnerinnen und -bewohner, welche Schaltergeschäfte zu erledigen haben, können diese in den nahe gelegenen und gut erreichbaren Poststellen * tätigen.

Die Agentur wurde im Oktober 1977 eröffnet und als offizielle Poststelle in eigenem Lokal und mit Spitalpersonal betrieben. Die Schliessung erfolgt nach Absprache mit der Schweizerischen Post. Den Mitarbeitenden der Poststelle wurden im Sanitätsdepartement Basel-Stadt neue und gleichwertige Arbeitsstellen vermittelt; es erfolgen keine Entlassungen.

* Hauptpost Basel 1 an der Rüdengasse 1, Poststelle Basel 3 Spalen an der Schützenmattstrasse 16, Poststelle Basel 4 St. Johann an der St. Johanns-Vorstadt 80

Medienauskunftsstelle

Andreas Bitterlin

Leiter Unternehmenskommunikation
Tel. +41 61 265 25 25
Fax +41 61 265 26 50

abitterlin@anti-clutteruhbs.ch

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