Inhalt - 2005

Mediencommuniqués 2005

Mediencommuniqué vom 24.11.2005

Neue MR-Forschungssysteme am Universitätsspital Basel eingeweiht

Mit einem wissenschaftlichen Symposium sind am 24. November 2005 zwei neue MR-(Magnetresonanz)-Forschungssysteme am Universitätsspital Basel eingeweiht worden.
Diese moderne Medizintechnik, die dem Universitätsspital Basel zur Verfügung steht, ist das Resultat jahrelanger wissenschaftlicher Bemühungen interdisziplinär zusammengesetzter Arbeitsgruppen des Universitätsspitals und enger Kontakte zur forschenden Industrie. Namentlich haben die international im Bereich der Medizintechnologie bzw Pharma führenden Unternehmen Siemens und Novartis einen wesentlichen Beitrag dazu geleistet.

Am wissenschaftlichen Symposium sprachen Referenten über Errungenschaften und Zukunftsfragen der Wissenschaft, gemeinsame Projekte, Erwartungen und Kooperationen und die Auswirkungen für eine moderne Patientenversorgung. Im anschliessenden Podiumsgespräch nahmen zum Thema: «Forschende Industrie und universitäre Forschung: Zweckgemeinschaft oder Konzept für die Zukunft?» Exponenten der beteiligten Institutionen teil: Carlo Conti, Regierungsrat Basel-Stadt, Ullrich Gäbler, Rektor Universität Basel, Daniel Vasella, Chairman und CEO Novartis International AG, Erich R. Reinhardt, Vorstandsmitglied Siemens AG, Pierre-Alain Clavien, Schweizerischer Nationalfonds und Rita Ziegler, Direktorin Universitätsspital Basel.

Die neuen Geräte ermöglichen eine schnellere und eingehendere Untersuchung z.B. der Gefässe der Extremitäten und vor allem des Gehirns bei der Multiplen Sklerose, einem Schwerpunkt der Basler Forschungsbemühungen. Durch die leistungsfähigeren Systeme wird es möglich, Krankheitsprozesse besser zu verstehen, Diagnosen noch rascher und präziser zu stellen und dadurch sowohl den Krankheitsverlauf besser vorauszusagen als auch die Therapie genaustens auf die Krankheitssituation abzustimmen. Die neue Konstruktion der Geräte lässt zudem auch patientenfreundlichere Untersuchungen zu.

Die neu eingerichteten Forschungssysteme am Universitätsspital stärken den Universitäts- und Forschungsstandort Basel auch in seiner Funktion als spitzenmedizinisches Zentrum nicht nur für ausserkantonale Schweizer sondern auch für viele ausländische Patientinnen und Patienten, die sich hier untersuchen und behandeln lassen.

Mediencommuniqué vom 18.10.2005

Prof. Dr. Edouard Battegay neuer Chefarzt und Ordinarius

Der Regierungsrat des Kantons Basel-Stadt hat den 48jährigen Prof. Dr. Edouard Battegay, Bürger von Basel und Ipsach/BE, zum neuen Chefarzt für ambulante Innere Medizin am Universitätsspital Basel gewählt. Gleichzeitig hat ihn der Universitätsrat der Universität Basel zum Ordinarius für ambulante Innere Medizin an der Medizinischen Fakultät ernannt.

Edouard Battegay erlangte die Maturität am Humanistischen Gymnasium Basel und schloss sein Studium der Humanmedizin an der Universität Basel ab, wo er sich 1998 auch habilitierte. Sein Medizinstudium in Basel ergänzte er u.a. auch mit Aufenthalten am Montreal General Hospital und am Centre Hôpitalier Universitaire Lausanne. Nach seiner Ausbildung in Innerer Medizin, bildete er sich während eines mehrjährigen Aufenthaltes am Pacific Medical Center der University of Washington in Seattle, USA, in Atheroskleroseforschung und klinischer Prävention von Herzkreislauferkrankungen weiter.

Seine beruflichen Schwerpunkte sind die ambulante Innere Medizin und wissenschaftliche Untersuchungen zur Prävention von Herzkreislauferkrankungen, zu Hypertonie (Bluthochdruck) und zu Gefässneubildung (Angiogenese) im Herzen. Er ist Verfasser zahlreicher medizinisch-wissenschaftlicher Publikationen und der Hauptherausgeber eines neuen internationalen Lehrbuches über Hypertonie. Prof. Battegay ist Mitglied zahlreicher nationaler und internationaler Fachgremien sowie Haupt- und Mitverfasser von nationalen klinischen Fachempfehlungen zu Diagnostik und Therapie bei der Prävention von Herzkreislauferkrankungen.

Prof. Edouard Battegay ist verheiratet und Vater von drei Kindern.

Mediencommuniqué vom 07.09.2005

Pionierhafte Gründung der ersten Schweizer Akademie für Versicherungsmedizin am Universitätsspital Basel

Weil für die benötigten Gutachten zur Beurteilung der Versicherungsansprüche in der Schweiz nicht genügend aus- und weitergebildete Ärztinnen und Ärzte zur Verfügung stehen, wurde heute Mittwoch, 7.9.2005, am Universitätsspital Basel die erste Schweizerische Akademie für Versicherungsmedizin eingeweiht. Ziel ist, ein Extraordinariat zu errichten, welches auch die notwendigen wissenschaftlichen Grundlagen für die Versicherungsmedizin erarbeitet.

Im Gegensatz zu angelsächsischen Ländern wurde die Versicherungsmedizin in der Schweiz bis anhin in der medizinischen Lehre und Forschung praktisch nicht abgedeckt. In Kontrast zu diesem Manko steht eine immense Nachfrage der Sozial- und Privatversicherungen nach gut ausgebildeten Ärztinnen und Ärzten und medizinisch gesicherten Grundlagen zur Beurteilung und Ausgestaltung von Versicherungslösungen.

Mit der Errichtung einer Akademie für Versicherungsmedizin setzt das Universitätsspital Basel hier einen neuen Schwerpunkt. Die Akademie erstellt jährlich rund 500 polydisziplinäre medizinische Gutachten für Privat- und Sozialversicherungen. Sie entwickelt Weiterbildungen für Assistierende und lanciert Forschungsprojekte u.a. zum Themenkreis Arbeitsunfähigkeit, Invalidität, versicherungsrelevante Risikobeurteilungen. Sie will die Qualifizierung des akademischen Nachwuchses im Fachgebiet Versicherungsmedizin sicherstellen sowie zur Qualitätssicherung und zum effektiveren Mitteleinsatz im Gesundheits- und Versicherungswesen beitragen. Die Akademie strebt nationale und internationale sowie fachlich interdisziplinäre Vernetzungen an.

Die neue Akademie wird gefördert vom Universitätsspital Basel, der Universität Basel, des weiteren durch Stiftungsbeiträge und Projektaufträge des Bundes sowie durch das Engagement von Sozial- und Privatversicherungen.

Die Eröffnung des neuen Instituts mit dem international ausgerichteten Namen „asim, academy of Swiss Insurance Medicine“ als neues universitäres Dienstleistungs- und Kompetenzzentrum am Universitätsspital Basel erfolgte heute im Rahmen eines interdisziplinär und international ausgerichteten Fachsymposiums.

Kontakt:

asim, Universitätsspital Basel
Petersgraben 4
4031 Basel,
Tel. +41 61 265 55 68
Fax +41 61 268 65 69
infoasim.unibas.ch

Prof. Dr. med. Niklaus Gyr, Ärztlicher Leiter
lic. iur. Yvonne Bollag, Geschäftsführerin

Mediencommuniqué vom 22.07.2005

Diskussion um die Gestaltung der Spitzenmedizin-Landschaft in der Schweiz

Stellungnahme von Rita Ziegler, lic. oec. HSG, Direktorin, Universitätsspital Basel, und André P. Perruchoud, Prof. Dr. med., Dekan, Medizinische Fakultät Universität Basel, zur aktuellen Diskussion um die Gestaltung der Spitzenmedizin-Landschaft in der Schweiz

Frau Regierungsrat Verena Diener hat beschlossen, dass die Spitzenmedizin in Zürich konzentriert werden soll. Die Absicht ist klar, die Begründung eher dürftig!

Das Universitätsspital Zürich hat eine lange Tradition, beschäftigt zahlreiche Spitzenleute und verfügt eindeutig über das grösste Einzugsgebiet in der Schweiz. Diese Tatsachen genügen aber bei weitem nicht, um eine Monopolstellung im Bereich der Spitzenmedizin zu beanspruchen und die anderen Partner auf den ihnen von Frau Diener zugedachten Platz zu weisen!

Der Wettbewerb um die Spitzenplätze in der hoch spezialisierten Medizin muss aus wirtschaftlichen und fachlichen Gründen in erster Linie auf die Qualität abstellen, und diese muss laufend erarbeitet werden.

Das Universitätsspital Basel wird auf die Spitzenmedizin nicht verzichten. Es kann auf längste Tradition in der Schweiz zurückblicken, gehört zu den ältesten Medizinischen Fakultäten Europas, aber das genügt mit Sicherheit nicht. Dagegen kann es seine Spitzenposition in einigen Bereichen objektiv belegen. Auf dem Gebiet der Blut- und Nierenkrankheiten, der Knochenmarks- und Nierentransplantation, insbesondere bei der klinischen Transplantations-Immunologie und –Pathologie, sind die Basler Spezialisten in den letzten 20 Jahren eindeutig die aktivsten und die innovativsten gewesen. Ihre Forschung ist national und international anerkannt. Diese Leistung lässt sich messen und ist derjenigen des Universitätsspitals Zürich überlegen. Es wurden neue Behandlungsprinzipien für chronische Blutkrankheiten entdeckt, es wurde die Lebendnierentransplantation in die Schweiz eingeführt. Die Dekane der Medizinischen Fakultäten und die SpitaldirektorInnen der Universitätsspitäler haben deshalb einstimmig den Lead für die Knochenmarks- und Nierentransplantation an das Basler Universitätsspital vergeben. Qualität ist nämlich für die Patienten und Patientinnen entscheidend.

Soll deshalb Basel eine Monopolstellung für diese Bereiche beanspruchen? Nein, weit verfehlt! In dieser Spitzenstellung muss man sich behaupten, sich vernetzen und mit anderen Schweizer Universitäten zusammen arbeiten. Konkurrenz fördert den Fortschritt und garantiert die Qualitätskontrolle. Selbstverständlich ist aufgrund der Patientenzahlen eine Konzentration notwendig; deshalb hat Basel seit jeher auf die Lungen- und Lebertransplantation bewusst verzichtet. Zürich und Genf bieten in diesen Fachbereichen hohe fachliche Kompetenz.

Der Lead auf einem Gebiet, zum Beispiel der Nierentransplantation bedeutet nicht unbedingt, dass die Transplantation an einem Ort gemacht wird, viel wichtiger ist das Kompetenzzentrum, welches für die Entwicklung, die minimal standards und die Qualitätskontrolle verantwortlich ist. Auch wissen nebst den betroffenen Patienten und Patientinnen sowie den Fachleuten auch die meisten medizinischen Laien, dass bei der Transplantation nicht die chirurgische Technik, sondern das Beherrschen der immunologischen Prozesse, bzw. der Abstossung der transplantierten Organe entscheidend ist.

Soll schliesslich der Bund oder die Kantone bestimmen, wer Spitzenmedizin machen darf oder nicht? Wir meinen dass die Kantone dafür zuständig sind und der Bund nur bei Bedarf regulierend eingreifen sollte. Wichtig ist vor allem eine stufengerechte Entscheidungsebene. Die Kantone entscheiden zur Zeit über die IVKKM (Interkantonale Vereinbarung über die Koordination und Konzentration der hochspezialisierten Spitzenmedizin), ein wichtiges Projekt für die Gesundheitspolitik unseres Landes. Sie ist aber lediglich der Rahmen für die Verteilung der Spitzenmedizin und nicht die Verteilung selbst. In der politischen Diskussion werden nun die Rahmenbedingung und die Umsetzung vermischt, obwohl die Verantwortlichen der Universitätsspitäler bewiesen haben, dass Kooperations- und Koordinationsprobleme mit Sachverstand national lösbar sind. Von Regierungen werden nun nicht stichhaltige Argumente wie Kinderherztransplantationen und Lebendlebertransplantationen ins Feld gebracht, welche für die Betroffenen zwar eminent wichtig sind, für Universitätsspitäler aber kein entscheidendes oder vitales Problem darstellen. Die Menge der Transplantationen ist klein, das Prestige gross, der angerichtete Schaden durch diese Argumentation für Patientinnen und Patienten enorm.

Zürich besitzt das grösste Universitätsspital, national und international anerkannte Spezialisten, Zürich ist aber nicht in allen Gebieten an der Schweizer Spitze. Basel beansprucht mit objektiven Argumenten gewisse Gebiete der Spitzenmedizin für sich. Dem Qualitätswettbewerb muss sich jedes Universitätsspital laufend stellen.

Mediencommuniqué vom 11.07.2005

Universitätsspital Basel: Preis für Fortschritte in der Brustkrebsbehandlung

Der Basler Chirurg Igor Langer vom Universitätsspital Basel ist für Verbesserungen der Brustkrebsbehandlung mit dem mit 10'000 Franken dotierten Preis der Schweizerischen Gesellschaft für Chirurgie 2005 ausgezeichnet worden. Forschungsthema war der Qualitätsnachweis der gezielten Lymphknotenentfernung im Vergleich zur ausgedehnten Lymphknotenausräumung. Brustkrebs ist die häufigste bösartige Erkrankung der Frau, jede 10. Frau ist im Laufe ihres Lebens davon betroffen.

Beim Brustkrebs ist die gezielte Entfernung des sogenannten Wächterlymphknotens der offenen Ausräumung von Lymphknoten über einen mehrere Zentimeter langen chirurgischen Zugang
ebenbürtig, sofern sich dieser eine Wächterlymphknoten als nicht tumorbefallen herausstellt. In dieser Situation sind auch alle übrigen Lymphknoten der Achselhöhle tumorfrei, und den Patientinnen kann der grössere chirurgische Eingriff erspart werden, wie Langer und seine Arbeitsgruppe in der renommierten Zeitschrift «Annals of Surgery» nachweisen konnten.

Dieser Fortschritt ist der jüngste Beitrag der Chirurgie zur Verbesserung der Brustkrebsbehandlung in Basel. 1974 führten Felix Harder und Reinhard Hünig die brusterhaltende Therapie in Basel ein, die ein Jahr zuvor vom Italiener Umberto Veronesi und dem US-Amerikaner Bernhard Fisher beschrieben wurde. Seit 1996 wurde die endoskopische Lymphknotenausräumung, also die Entfernung über ein optisches Instrument, als minimal-invasives Operationsverfahren geprüft. Seit 1997 beschränkt man sich in Basel auf die Entfernung des Wächterlymphknotens über einen Minischnitt. Jetzt wurde die Basler Arbeitsgruppe um Dr. Igor Langer für den Nachweis der Qualität dieses Verfahrens ausgezeichnet.

Natürlich wird der Brustkrebs nicht nur chirurgisch behandelt: Frühzeitige bildgebende Diagnostik, Pathologie, Gynäkologie, Strahlentherapie und Chemotherapie haben ebenso Anteil an der kontinuierlichen Verbesserung der Behandlung bösartiger Brusttumoren. Am Universitätsspital Basel arbeiten alle diese Disziplinen eng vernetzt zusammen. Dies ermöglicht die heutigen Erfolge in Patientinnenbehandlung und Forschung.

Ausgezeichnete Arbeit:
Langer I, Marti RW, Guller U, Moch H, Harder F, Oertli D, Zuber M: Axillary recurence rate in breast cancer patients with negative sentinel lymph node (SLN) or SLN micrometastases. Ann Surg 2005, 241: 152-58.

Dr.med. Igor Langer

Universitätsspital Basel
Klinik für Viszeral-, Gefäss- und Transplantationschirurgie

Mediencommuniqué vom 08.07.2005

Ausgeprägtes Interesse an der Allergologie am Tag der offenen Tür im Universitätsspital Basel

Über 200 Erwachsene und Kinder dokumentierten am World Allergy Day am 8. Juli 2005 ihr Interesse an der Allergologie und besuchten am Tag der offenen Tür die Allergologische Poliklinik des Universitätsspitals Basel. Insbesondere die Möglichkeit, Haut- und Lungentests absolvieren zu können, sowie die Ernährungsberatung und die Demonstration der Pollenmessstation auf der Dachterrasse des Klinikums 1 zogen das Publikum in den Bann.

Die Besucherinnen und Besucher nutzten bei allen Präsentationen die Gelegenheit, intensive Informationsgespräche führen zu können mit den rund 20 Fachpersonen des Universitätsspitals Basel, welche gerne Red und Antwort standen. Zum Thema Allergien besteht in der Bevölkerung ein ausgeprägtes Wissens- und Lernbedürfnis.

Das Universitätsspital Basel dankt den Gästen für das gezeigte Interesse.

Mediencommuniqué vom 05.07.2005

Tag der offenen Tür in der Allergologie

Am 8. Juli 2005 findet der erste World Allergy Day statt. In diesem Rahmen öffnet die Allergologische Poliklinik des Universitätsspitals Basel ihre Türen für die Bevölkerung.

Viele Menschen leiden unter Allergien. Der Tag der offenen Tür in der Allergologie des Universitätsspitals bietet Gelegenheit, aus erster Hand Informationen zu erhalten.
Den Besucherinnen und Besuchern werden Hauttests und Atemtests vorgeführt, die sie auch selbst ausprobieren können. Wissenswertes zur Nahrungsmittelallergie und zur Neurodermitis vermitteln spezielle Informationsstände. Heuschnupfen auslösende Pollen können unter dem Mikroskop betrachtet werden. Die Pollenfalle auf der Dachterrasse des Klinikum 1 steht zur Besichtigung frei und gewährt Besucherinnen und Besuchern zudem einen einmaligen Ausblick auf die Stadt. Das Allergologie-Team freut sich auf den Besuch und beantwortet gerne Fragen.

Hautteste – wie werden sie gemacht?

  • Rhinometrie – ist meine Nase zu?
  • Pollen – wie sehen sie aus?
  • Pollenfalle – wo und wie werden Pollen eingefangen?
  • Nahrungsmittelallergie – wie geht man damit um?
  • Neurodermitis – ist sie immer allergisch bedingt?

 

Ort:
Dermatologische Klinik / Allergologische Poliklinik,
Petersgraben 4, Parterre, Klinikum 2

Datum:    
Freitag, 8. Juli 2005

Zeit:    
09.00 – 13.00 Uhr

Kontakt:
Prof. Dr. med. A. Bircher
Leitender Arzt Allergologie
Tel. +41 61 265 40 84

Mediencommuniqué vom 28.04.2005

Unispital Basel: Verstärkte Kooperation mit der Universität und die Einführung des Tarmed prägten das Jahr 2004

Meilensteine des äusserst ereignisreichen Jahres 2004 waren die erfolgreiche Einführung des hoch komplexen Leistungskatalogs Tarmed sowie das Näherrücken des Universitätsspitals und der medizinischen Fakultät der Universität. Diese zukunftsweisende strategische Ausrichtung wurde öffentlich mit dem Namenswechsel von Kantonsspital zu Universitätsspital markiert. Finanziell gestaltete sich das Jahr 2004 sehr erfreulich.

Der Ertrag des Universitätsspitals Basel (USB) stieg gegenüber dem Vorjahr um 6,4% auf 471,5 Mio Franken. Nebst der Integration der Orthopädie, deren Erlöse erstmals während eines ganzen Jahres in die Rechnung des USB einflossen, haben u. a. die Tariferhöhungen zum Wachstum beigetragen. Der Betriebsaufwand stieg moderat um 1,8% auf 614,9 Mio Franken. Beim Personalbestand und somit auch beim Aufwand für die Besoldungen konnte das Wachstum der früheren Jahre dank eines strikten Kostenmanagements gestoppt werden. Der durchschnittliche Personalbestand im Jahr 2004 betrug 3‘509 Vollzeitstellen (33 Stellen weniger als 2003). Das Wachstum des medizinischen Bedarfs beim Sachaufwand konnte mit internen Massnahmen markant auf unter ein Prozent gesenkt werden (2003 belief sich der Zuwachs noch auf 11%). Der Beitrag des Kantons Basel-Stadt konnte um 12,9 Mio Franken auf knapp 165 Mio Franken reduziert werden. Das erfreuliche finanzielle Resultat ist u. a. auf Tariferhöhungen und auf sich künftig nicht wiederholende Sondereffekte zurückzuführen. Deshalb müssen die bereits beschlossenen Massnahmen zur Überprüfung der Aufgaben und Leistungen zu Ende geführt werden. Hingegen erklärte Regierungsrat Carlo Conti, Vorsteher des Sanitätsdepartements Basel-Stadt, an der Jahres-Medienorientierung, dass vorderhand keine neue Sparrunde für das USB und die übrigen öffentlichen Spitäler geplant ist.

Die Einführungen des neuen Leistungskatalogs Tarmed und der damit verbundenen elektronischen Leistungserfassung wurden dank einem enormen Einsatz der Mitarbeitenden bei äusserst komplexen Anforderungen erfolgreich abgeschlossen. Die Anfangsschwierigkeiten wurden zeitweise mit externer Unterstützung behoben, inzwischen funktionieren die Leistungserfassung und die Fakturierung reibungslos.

26'993 Patientinnen/Patienten wurden stationär (Vorjahr 27'258), 150'772 Patientinnen/Patienten (Vorjahr 158‘241) ambulant behandelt. Die Anzahl Pflegetage betrug 224'109 (Vorjahr: 223'328), die durchschnittliche Aufenthaltsdauer stieg minim von 8,2 auf 8,3 Tage.

Mitte Jahr erfolgte der Namenswechsel von Kantonsspital zu Universitätsspital Basel. Damit wurde neben den bedeutenden universitären Leistungen der regionale und nationale Charakter des Spitals zum Ausdruck gebracht. Letzteres widerspiegelt sich in der Nachfrage nach zentrumsmedizinischen Leistungen bei den stationären Behandlungen: Der Anteil der Pflegetage von ausserkantonalen und ausländischen Patientinnen und Patienten ist erneut gestiegen und betrug im Berichtsjahr 40,5% (Vorjahr: 39,5%). Die enge Vernetzung USB/Universität zeigt sich deutlich darin, dass die Forschungsschwerpunkte der Universität und die Unternehmensschwerpunkte des Universitätsspitals aufeinander abgestimmt werden.

Die Direktorin des USB, Rita Ziegler, und der Vorsteher des Sanitätsdepartements Basel-Stadt, Regierungsrat Carlo Conti, danken den Mitarbeitenden des Universitätsspitals Basel ausdrücklich für den immensen Einsatz, den sie rund um die Uhr leisten und mit dem sie die erfolgreiche Bewältigung der grossen Herausforderungen des Jahres 2004 ermöglicht haben.

Mediencommuniqué vom 05.01.2005

Universitätsspital Basel spendet 2 mal 45'000 Fr. = insgesamt 90'000 Franken!

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Universitätsspital Basel haben an der heutigen internen Sammelaktion sämtliche Erwartungen übertroffen und bis am Abend insgesamt 45'000 Franken für die Leidtragenden des Seebebens in Südostasien gespendet. Das Universitätsspital Basel verdoppelt diesen Betrag und überweist der Glückskette somit im Ganzen 90'000 Franken

Durch die im Universitätsspital hospitalisierten aus Südostasien verletzt zurückgekehrten Patientinnen und Patienten sind viele Spital-Mitarbeitenden auch direkt mit dem Unglück konfrontiert. Die sehr grosszügigen Spenden der einzelnen Mitarbeitenden sind Ausdruck einer beeindruckenden Hilfsbereitschaft. Die Institution Universitätsspital hat den Betrag trotz den Sparanstrengungen, denen das USB verpflichtet ist, verdoppelt, um auch auf diese Weise ein Zeichen der Solidarität zu setzen.

Medienauskunftsstelle

Andreas Bitterlin

Leiter Unternehmenskommunikation
Tel. +41 61 265 25 25
Fax +41 61 265 26 50

abitterlin@anti-clutteruhbs.ch

Fusszeile