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Mediencommuniqués vom Juni 2009

Mediencommuniqué vom 30.6.2009

Hans Debrunner-Preis für Mediziner aus Basel und Mollis

PD Dr. med. Dr. phil. Victor Valderrabano vom Universitätsspital Basel ist zusammen mit Dr. med. Peter Züst, Hausarzt in Mollis, mit dem renommierten "Hans Debrunner-Preis" der Schweizerischen Gesellschaft für Orthopädie und Traumatologie ausgezeichnet worden. Der Preis ist mit 20'000 Fr. dotiert und wird verliehen für Leistungen zugunsten eines nachhaltigen Brückenschlags zwischen verschiedenen Spezialisten, in diesem Fall zwischen Orthopäden und Hausärzten.

Victor Valderrabano ist Leitender Orthopäde am Universitätsspital Basel, sein Spezialgebiet ist die untere Extremität, er hat einen PhD in Biomechanik und auch den Fähigkeitsausweis Sportmedizin SGSM. Er ist Vorstandsmitglied verschiedener Gesellschaften, engagiert sich in der Weiterbildung und leistet Aufbauarbeit im Bereich Sportorthopädie in der Schweiz und in Europa.

Peter Züst ist seit 2003 Hausarzt in Mollis / Kanton Glaurs, und hat den Fähigkeitsausweis Sportmedizin SGSM und ist Leitender Verbandsarzt des Schweizerischen Orientierungslauf-Verbandes.

Die Preisträger haben in verschiedenen Projekten, so in spezifischen Symposien und beim Entwickeln und Umsetzen von Ausbildungsmodulen, exemplarisch kooperiert.

Von dieser engen Zusammenarbeit und dem befruchtenden Teamwork zwischen der Hausarztmedizin und der spezialisierten orthopädischen Medizin des Universitätsspitals Basel profitieren seit Jahren mehrere hundert Ärzte, die Studierenden in Basel und nicht zuletzt viele Patientinnen und Patienten.

Mediencommuniqué vom 24.6.2009

Protonentherapie: Absage an "Galgenen"

"Ein Protonentherapiezentrum ohne direkte universitäre Einbindung kann von unserer Seite keine Unterstützung erwarten." Dies halten die Direktoren der Universitätsspitäler von Basel, Bern, Genf und Lausanne in einem gemeinsamen Schreiben an die Initianten eines privaten Protonenzentrums in Galgenen SZ fest.

Die Direktionen der Universitätsspitäler sind überzeugt, dass ein solches Zentrum mit klinischer Ausrichtung auf den Campus eines Universitätsspitals gehört. Alle onkologischen und angrenzenden Disziplinen sind dort auf höchstem Niveau vertreten und stellen eine optimale Behandlung und Betreuung der Patienten sicher.

Da die Protonentherapie kostenintensiv ist, sind Studien zur Erforschung der Wirksamkeit, Zweckmässigkeit und Wirtschaftlichkeit erforderlich. Diese können in einem universitären Umfeld bestmöglich durchgeführt werden. Die klinische Forschung gehört neben der Behandlung zu den Kernaufgaben und der Kernexpertise der universitären Radio-Onkologie.

Das Schreiben an Galgenen ist unterzeichnet von Urs Birchler (Inselspital, Universitätsspital Bern), Werner Kübler (Universitätsspital Basel), Bernard Gruson (Hôpitaux universitaires de Genève HUG) und Prof. Pierre-François Leyvraz (Centre Hospitalier Universitaire Vaudois Lausanne CHUV).

Die fünf Schweizer Ordinarii (ordentliche Professoren) für Radio-Onkologie (Strahlentherapie) haben die Absage an ein Protonenzentrum auf der grünen Wiese bereits im vergangenen Herbst gegenüber der Gesundheitskonferenz vertreten.

Weitere Auskünfte

Urs Birchler
Inselspital, Universitätsspital Bern
Tel. +41 31 632 28 01

Werner Kübler
Universitätsspital Basel USB
Tel. +41 61 265 21 25

Bernard Gruson
Hôpitaux universitaires de Genève, HUG
Tel. +41 22 372 60 70

Prof. Pierre-François Leyvraz
Centre hospitalier universitaire vaudois, CHUV, Lausanne
Tel. +41 21 314 14 02

Mediencommuniqué vom 22.6.2009

Zusammenführung von den UPK und der Psychiatrischen Universitätspoliklinik Basel

Die psychiatrische Versorgung im Kanton Basel-Stadt ist generell gut und ausreichend. Punktuell müssen in wenigen Bereichen durch Umbau und Erweiterung von bestehenden Angeboten Therapiemöglichkeiten zur Behandlung von spezifischen Erkrankungen geschaffen werden. Dies hat das Projekt «Parallele Überprüfung der Strukturen und Angebo-te im staatlichen und staatlich subventionierten Psychiatriebereich», das im Jahr 2006 ge-startet wurde, ergeben. Aufgrund veränderter Rahmenbedingungen werden die Universitären Psychiatrischen Kliniken und die Psychiatrische Universitätspoliklinik auf Anfang 2010 organisatorisch zusammengeführt.

Rahmenbedingungen der staatlich psychiatrischen Versorgung aus gesundheits- und finanzpolitischen Gründen verändert haben, sollen die Universitären Psychiatrischen Kliniken (UPK) und die Psychiatrische Universitätspoliklinik (PUP) Anfang 2010 organisatorisch zusam-mengeführt werden. Durch diese einheitliche operative Führung können die Behandlungsprozesse optimiert werden, was zu einer Verbesserung der Qualität der Patientenbehandlung und der Wirtschaftlichkeit führt. Gleichzeitig werden die Abstimmung und die Vernetzung mit vor- und nachgelagerten Behandlungseinheiten, insbesondere der privaten Anbieter und Zuweiser verbessert. Auch der Ausbildungsauftrag zur ärztlichen Weiterbildung ist durch diese schlanke Organisationsform besser durchführbar.

Die UPK erbringen heute primär die stationären, die PUP im Universitätsspital Basel (USB) die ambulanten Leistungen. Die Veränderungen in der psychiatrischen Versorgung, insbesondere der notwendige Ausbau der Integrierten Versorgung (Wahrnehmen des ambulanten und des stationären Behandlungspfades) bedingen nun aber ein operatives Zusammenarbeiten auf allen Ebenen. Zudem ist die heutige Organisationsstruktur auch im Zusammenspiel von operativer Führung und strategischer Ausrichtung der Psychiatrischen Versorgung zwischen Spitälern und Universität optimierbar und soll so an die bereits jetzt bestehende funktionale Organisationsform der Universität (Departement Psychiatrie) angepasst werden.

Im Weiteren hat das im Jahr 2006 gestartete Projekt «Parallele Überprüfung der Strukturen und Angebote im staatlichen und staatlich subventionierten Psychiatriebereich» ergeben, dass die psychiatrische Versorgung im Kanton Basel-Stadt generell gut und ausreichend ist. Indes zeigte das Projekt, das die aktuelle psychiatrische Versorgungssituation im Kanton Basel-Stadt erhob, dass punktuell in wenigen Bereichen durch Umbau und Erweiterung von bestehenden Angeboten Therapiemöglichkeiten zur Behandlung von spezifischen Erkrankungen zu schaffen sind. In einem Folgeprojekt wurden dann im vergangenen Jahr fehlende spezifische Behandlungsangebote ausgearbeitet wie unter anderem die Förderung der intensiven ambulanten Betreuung von schwerst und chronisch psychisch Kranken mit Case Management und aufsuchenden Behandlungsteams, und die vermehrte Einbindung der niedergelassenen Psychiater und Psychotherapeuten in die Versorgung von chronisch psychisch Kranken und von Randgruppen.

Das Folgeprojekt hat schliesslich eine Reihe von Angebotsbereichen ergeben, die weiter zu bearbeiten sind:
So eine Verbesserung der Behandlung und Betreuung von comorbiden Patienten; die Vereinfachung der Notfallzuweisung und -aufnahme; die Einführung eines Case Managements in der integrierten Versorgung, dass heisst, die Patienten- und Behandlungspfade sollen auf der Basis einer «Integrierten Psychiatrischen Versorgung erfolgen». Schliesslich soll Anfang des kommenden Jahres eine psychiatrische Koordinationsstelle eingerichtet werden, um den Informationsaustausch zwischen den verschiedenen privaten und öffentlichen Leistungserbringern und -einkäufern zu verbessern.

Weitere Auskünfte

Dr. Gerhard Ebner
Direktor
Universitäre Psychiatrische Kliniken Basel
Telefon +41 61 325 53 00

Nicole Riethmüller
Verantwortliche Kommunikation&Marketing
Universitäre Psychiatrische Kliniken Basel
Telefon +41 61 325 52 11

Dr. Werner Kübler
Direktor
Universitätsspital Basel
Telefon +41 61 265 21 25

Mediencommuniqué vom 2.6.2009

Auswirkung einer Behandlungsgebühr von 30.- Fr. für das Universitätsspital Basel: Jährlich Kosten von 1,3 Mio. Franken

Der administrative Aufwand für die vom Bundesrat vorgesehene Erhebung einer Behandlungsgebühr von 30.- Fr. im ambulanten Bereich würde dem Universitätsspital Basel (USB) jährliche Kosten von 1,3 Mio. Franken verursachen. Die einmaligen Einführungskosten für den Aufbau der notwendigen Hard- und Software-Infrastruktur betragen weitere 1,2 Mio. Franken. Die Zahlen beruhen auf detaillierten Berechnungen der Finanzabteilung des USB.

Das Einziehen der neuen Behandlungsgebühr könnte im etablierten Prozedere der Patientenaufnahme nicht sinnvoll und effizient erfolgen, weil eine derartige Durchmischung von unterschiedlichen Aufgaben zu unzumutbaren Wartezeiten für alle Beteiligten führen würde.

Als geeignetes System für die Umsetzung eines Konzeptes mit Behandlungsgebühren zeichnet sich der Einzug an Automaten mit Ausgabe von Einzelvouchern mit Strichcodes ab. Das administrative Erfassen und Bearbeiten erfordert zusätzliche ressourcenintensive Arbeitsschritte in rund 60 Kliniksekretariaten wie beispielsweise das Ausscheiden von IV-Patienten, die Abwicklung des Mahnungs- und Inkassoprozederes, das Nachfakturieren nach Fallartwechseln stationär/ambulant sowie das Sicherstellen, dass subsidiär erbrachte Leistungen (Bsp. Radiologie) nicht fälschlicherweise zusätzlich erhoben werden.

Aus Sicht des Leistungserbringers ist somit festzuhalten, dass die vorgesehene Behandlungsgebühr einen immensen administrativen und finanziellen Mehraufwand ohne medizinische Wertschöpfung generiert.

Medienauskunftsstelle

Andreas Bitterlin

Leiter Unternehmenskommunikation
Tel. +41 61 265 25 25
Fax +41 61 265 26 50

abitterlin@anti-clutteruhbs.ch

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