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Mediencommuniqués vom März 2009

Mediencommuniqué vom 19.3.2009

Preise für Forschende des Basler Universitätsspitals

An der Jahresversammlung der Schweizerischen Gesellschaft für Infektiologie 2009 wurden am 19.3.09 zwei Preise an Forschende des Universitätsspitals und der Universität Basel verliehen. Ausgezeichnet wurden eine Studie zur Verhinderung der Ausbreitung multirestistenter Erreger und eine Studie über progressive multifokale Leukoenzephalopathie, eine seltene, lebensbedrohliche Erkrankung des Gehirns

Der Preis für Epidemiologie ging an Dr. Dominik Mertz und Mitarbeiter, Klinik für Infektiologie & Spitalhygiene am Universitätsspital Basel, für eine von Prof. Andreas Widmer geleitete Studie zur Verhinderung einer Ausbreitung multiresistenter Erreger.

In den USA, aber auch in vielen europäischen Spitälern, werden Patienten auf Notfallstationen und Kliniken auf das Vorhandensein multiresistenter Erreger getestet. Trotz dieser Massnahme hat sich die Verbreitung dieser Erreger, im Gegensatz zum Universitätsspital Basel, nicht wesentlich verändert.

In der Studie wird aufgezeigt, dass sich die Suche nach Problembakterien nicht nur auf die Nase beschränken darf, sondern zusätzlich im Rachen nach diesen Erregern gesucht werden muss. Somit ist die Treffsicherheit deutlich angestiegen. Ebenfalls innovativ ist die Tatsache, dass diese neue Untersuchung rascher als bisher durchgeführt werden kann und keine Mehrkosten nach sich zieht. Massnahmen wie die nun geprüfte haben dazu geführt, dass das Universitätsspital Basel eine der weltweit geringsten Resistenzraten aufweist.

Frau Dr. Nina Khanna wurde mit dem Preis für klinische Forschung für eine Studie über progressive multifokale Leukoenzephalopathie, eine seltene, lebensbedrohliche Erkrankung des Gehirns, ausgezeichnet. Die Krankheit wird durch das Polyomavirus JC verursacht. Betroffen sind abwehrgeschwächte Patienten insbesondere mit einer HIV Infektion.

Die unter Leitung von Prof. Hans H. Hirsch im Rahmen der Schweizerischen HIV Kohortenstudie durchgeführten Studien untersuchten den Zusammenhang zwischen Sterblichkeit und Immunabwehr bei an dieser Krankheit leidenden HIV-positiven Patienten. Die Sterberate senkte sich nach Einführung der HIV Kombinations-Therapie drastisch und exemplarisch konnte gezeigt werden, dass die körpereigene, gezielte Virusabwehr das Überleben beeinflusst.

Medienauskunftsstelle

Andreas Bitterlin

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