Inhalt - November

Mediencommuniqués vom November 2009

Mediencommuniqué vom 26.11.2009

Längere Öffnungszeiten am Unispital Basel für die Impfung gegen Schweinegrippe

Um möglichst vielen Personen im Kanton Basel-Stadt die Impfung gegen die pandemische Grippe Influenza A H1N1 zu ermöglichen, dehnt das Universitätsspital Basel die Öffnungszeiten seines Impfzentrums am Petersgraben 4 aus. Neu wird auch am Samstag gegen Schweinegrippe geimpft und werktags wird das Impfzentrum erst um 19.00 Uhr statt bereits um 16.00 geschlossen.

Somit gelten neu ab Freitag, 27.11.2009, folgende Öffnungszeiten für das Impfzentrum im Universitätsspital Basel am Petersgraben 4:

Werktags: 09.00 Uhr bis 19.00 Uhr

Samstag: 09.00 Uhr bis 16.00 Uhr.

Das Impfzentrum kann ohne Voranmeldung frequentiert werden.

Mediencommuniqué vom 25.11.2009

A (H1N1)-Patientin in andere Klinik überwiesen

Die Patientin, die Ende Juli einem gesunden Kind das Leben geschenkt hat und danach schwere, lebensbedrohende Komplikationen aufgrund einer Schweinegrippe-Infektion erlitten hat, konnte vom Universitätsspital Basel in eine andere Schweizer Klinik zur weiteren Therapie überwiesen werden. Ihr Gesundheitszustand hat sich weiter verbessert, noch ist sie aber schwer krank und muss auf einer Intensivpflegestation behandelt werden.

Die Erkrankte war während des Spitalaufenthaltes für die Geburt im Kantonsspital Bruderholz mit der Influenza A(H1N1) infiziert worden und aufgrund von schweren Lungenkomplikationen am 29. Juli aus dem Kantonsspital Bruderholz ins Universitätsspital Basel überführt worden. Monatelang wurde sie im Universitätsspital Basel auf der Station „Operative Intensivbehandlung (OIB)“ im künstlichen Tiefschlaf beatmet. Ende September war die Patientin auf dem Weg der Besserung und reagierte wieder auf Reize und Befehle. Nun kann sogar immer wieder längere Zeit auf die externe Atemunterstützung verzichtet werden, sie ist ansprechbar und kann mit ihrer Familie nonverbal kommunizieren. Dies entspricht einer sehr erfreulichen Entwicklung, auch wenn sie nach wie vor ernsthaft krank ist. Dank ihrer neu erlangten Transportfähigkeit war es möglich, sie jetzt in eine Klinik zu überweisen, die für die weitere Therapie ihres Krankheitsbildes spezialisiert ist.

Die Überlebenschancen der Patientin sind markant gestiegen, eine konkrete Prognose über den weiteren Verlauf der Genesung wäre zum jetzigen Zeitpunkt aber nicht seriös. Noch muss sie auf einer Intensivpflegestation betreut werden. Aus Gründen des Datenschutzes und aus Rücksicht auf die Persönlichkeitsrechte der Patientin und ihrer Familie wird das Universitätsspital Basel keine weiteren Auskünfte über die Patientin und ihren neuen Aufenthaltsort erteilen.

Medienmitteilung vom 24. November 2009

Impfung gegen pandemische Grippe Influenza A H1N1 (2009)

Ab Dienstag, 24. November, ist die Impfung in Basel-Stadt allen zugänglich, die sich gerne impfen lassen möchten. Die Impfung ist in Arztpraxen und neu auch in Impfzentren erhältlich. In den Impfzentren ist keine Voranmeldung nötig.

Tropeninstitut, Socinstr. 57, 4051 Basel
Tel: 061 284 81 11
Öffnungszeiten: Mo-Fr 8-12h 14-16h

Medizinische Universitätspoliklinik, Petersgraben 4, 4031 Basel
Tel: 061 265 50 05
Öffnungszeiten: Mo-Fr 9-16h

Gemeindespital Riehen, Schützengasse 37, 4125 Riehen
Tel: 061 645 25 25
Öffnungszeiten: Mo-Fr 8-18h

Ambulatorium Wiesendamm
Wiesendamm 20
4057 Basel BS
Tel: 061 631 25 25
Öffnungszeiten: Mo-Fr 8-19h | Sa 8-12h 17 - 19h | So 10 - 13h

Universitäts Kinderspital beider Basel, Poliklinik, Römergasse 8, 4058 Basel
Tel: 061 685 65 65
Öffnungszeiten: Fr 10-12h

Weitere Auskünfte zur Impfung gegen Influenza A H1N1 (2009):

Hotline 061 560 35 35, Montag bis Freitag 8.00 – 18.00.
http://www.gesundheitsdienste.bs.ch

www.gesundheitsdienste.bs.ch
www.bag.admin.ch

Mediencommuniqué vom 23.11.2009

Arzneimittelfehler häufig, jedoch verhinderbar

Zwei Studien, die in 6 Regionalspitälern im Bundesstaat Massachusetts durchgeführt wurden, zeigen die Häufigkeit von Arzneimittelfehlern. Die meisten hätten verhindert werden können. An der Studie beteiligt: Dr. Balthasar L. Hug, Oberarzt Innere Medizin, Universitätsspital Basel.

Arzneimittel können Patienten potenziell schaden und die Kosten von Hospitalisationen in die Höhe treiben. Über dieses Thema ist mehr von grossen Universitätsspitälern bekannt und eher weniger von kleineren Spitälern.

Zwei Studien unter der Ägide von Prof. D.W. Bates, Chefarzt der Klinik für allgemeine Innere Medizin am Harvard affiliierten Brigham and Women’s Hospital in Boston und Dr. Balthasar L. Hug, Oberarzt Innere Medizin, Universitätsspital Basel, untersuchten die Häufigkeit von Arzneimittelfehlern (Adverse Drug Events, ADEs) in sechs Regionalspitälern mit 100 bis 300 Betten. Dazu führte das Forscherteam eine retrospektive Multizenter-Kohortenstudie im US-Bundesstaat Massachusetts durch. Von Januar 2005 bis August 2006 wurden 109'614 Patienten in diesen Spitälern hospitalisiert; von diesen wurden nach dem Zufallsprinzip 200 Patienten pro Spital, also insgesamt 1200 Patienten, ausgewählt, um sie auf Arzneimittelfehler respektive verhinderbare ADEs zu untersuchen. Es wurden total 180 Fehler bei 141 Patienten gefunden, wovon 75% verhinderbar gewesen wären. Knapp die Hälfte (49.4%) der ADEs waren schwerwiegender Natur, und 11.7% waren lebensbedrohlich. 81.5% der verhinderbaren ADEs hätten mit einer elektronischen Verschreibung verhindert werden können.

Arzneimittelfehler (Adverse Drug Events, ADEs) speziell bei Patienten mit Nierenfunktionsstörung – darauf fokussierte eine zweite Studie. Diese Studie ergab, dass ADEs bei Patienten mit Nierenfunktionsstörung häufig waren, eine verlängerte Hospitalisation verursachten und fast alle durch eine Dosisanpassung an die Niereninsuffizienz hätten verhindert werden können.

Erste Publikation: Allgemeine Arzneimittelfehler
Hug BL, Witkowski DJ, Sox CM, Keohane CA, Seger DL, Yoon C, Matheny ME, Bates DW: Adverse Drug Event Rates in Six Community Hospitals and the Potential Impact of Computerized Physician Order Entry for Prevention. Accepted September 17th, 2009, Journal of General Internal Medicine, in press.

Zweite Publikation: Arzneimittelfehler (ADEs) speziell bei Patienten mit Nierenfunktionsstörung
Hug BL, Witkowski DJ, Sox CM, Keohane CA, Seger DL, Yoon C, Matheny ME, Bates DW: Occurrence of adverse, often preventable, events in community hospitals involving nephrotoxic drugs or those excreted by the kidney. Accepted by Kidney International July 28th, 2009, in press. Advance online publication September 16th, 2009; doi:10.1038/ki.2009.353.

Mediencommuniqué vom 23.11.2009

Gezielte Weiterbildung soll die Qualität in der klinischer Forschung fördern

Ein neu geschaffener Weiterbildungslehrgang des Universitätsspitals Basel will das klinische Studienpersonal auf die wachsenden Qualitätsansprüche in der klinischen Forschung vorbereiten.

Pflegende, die in der klinischen Forschung für die Betreuung von Studienpatienten und die korrekte Dokumentation von Studiendaten verantwortlich sind, hatten bisher nur beschränkte Möglichkeiten, sich fachspezifisch weiterzubilden. Da die Qualitätsansprüche an die klinische Forschung immer höher werden, haben kürzlich auch Vertreter von Ethikkomissionen und Arzneimittelbehörde bessere Aus- und Weiterbildungsbildungsstandards für Personal, das in der Humanforschung tätig ist, gefordert. Nun bietet das Universitätsspital Basel mit dem Postgraduate-Programm „University Professional in Clinical Trial Practice and Management“ eine berufsbegleitende Weiterbildung im Bereich der klinischen Forschung an.

Das modular aufgebaute universitäre Programm richtet sich vor allem an nicht-ärztliche Studienmitarbeiter, welche in der klinischen Forschung an einer akademischen Institution oder in der Industrie arbeiten und eine Führungsposition in diesem Bereich anstreben. Es wird von der Clinical Trial Unit (CTU) in Zusammenarbeit mit dem European Center of Pharmaceutical Medicine (ECPM), der Drug Infromation Association (DIA ) und der Abteilung für Klinische Pflegewissenschaften am Universitätsspital Basel durchgeführt.

Ziel dieses zweijährigen Programms ist es, ein breites Wissen über die theoretischen Aspekte sowie das praktische Management von klinischen Studien zu vermitteln. Die Teilnehmenden erwerben ausgedehnte Fachkenntnisse und Kompetenzen in allen für die praktische Studiendurchführung relevanten Bereichen und können ein Studienprojekt in die geltenden ethischen und rechtlichen Rahmenbedingungen einordnen.

Es werden Fachpersonen ausgebildet, welche in der Lage sind, Studien unter Anwendung der gängigen Qualitäts- und Projektmanagementkonzepte von der Planung bis zur Datenbereitstellung kompetent zu betreuen.

Persönliche und soziale Kompetenzen werden mit dem Ziel weiterentwickelt, die eigenen Ressourcen in einem interdisziplinären und multinationalen Kontext optimal einzusetzen. Neben einem universitären Abschluss bietet dieser Studiengang den Absolventen Zugang zu einem professionellen Netzwerk und einer sich neu entwickelnden Berufsgruppe von spezifisch ausgebildeten Studienfachkräften.

Mediencommuniqué vom 23.11.2009

Gallenstein-Prävention mit cholesterinsenkenden Medikamenten

Patienten, die auf Grund erhöhter Cholesterinwerte oder nach einem Herzinfarkt über längere Zeit cholesterinsenkende und entzündungshemmende Statine einnehmen, haben ein geringeres Risiko, an Gallensteinen zu erkranken, als Menschen, die nicht mit dieser Medikamenten-Gruppe behandelt werden. Diesen Schluss legt eine gross epidemiologische Studie nahe, welche die Medikamenteneinnahme von Gallenstein-Patienten analysiert und mit demjenigen einer Kontrollgruppe verglichen hat.

In einer epidemiologischen Studie des Universitätsspitals Basel haben Forscher den Medikamentenkonsum von über 27'000 Patienten analysiert, denen auf Grund einer Gallenstein-Erkrankung die Gallenblase entfernt wurde, und diesen mit der Medikamenteneinnahme von über 100’000 Kontrollpatienten verglichen. Dabei stellten die Autoren der Studie fest, dass jene Kontrollpatienten, die über mehrere Monate hinweg mit lipidsenkenden Medikamenten des Statin-Typs behandelt wurden, weniger Gefahr liefen, an Gallenstein zu erkranken, als jene, die nicht mit Statinen behandelt wurden.

Der beobachtete Zusammenhang zwischen der Einnahme von cholesterinsenkenden Statinen und dem geringeren Risiko, an Gallenstein zu erkranken, scheint plausibel zu sein, da die meisten Gallensteine cholesterinreich sind.

Die Studie entstand unter der Führung von Professor Christoph Meier, Leiter der Spital-Pharmazie des Universitätsspitals Basel, in Zusammenarbeit mit der Abteilung Klinische Pharmakologie und Toxikologie der Universität Basel unter Professor Stephan Krähenbühl. Das „Journal of the American Medical Association“ (Jama) hat die Studie im November 2009 publiziert. Die Ergebnisse müssen in nachfolgenden kontrollierten Studien noch bestätigt werden.

Mediencommuniqué vom 16.11.2009

Gemeinsame Notfallpraxis des Universitätsspitals Basel und der Medizinischen Gesellschaft Basel in den Räumlichkeiten des Universitätsspitals Basel

Ab 1. Dezember 2009 betreiben das Universitätsspital Basel (USB) und die Medizinische Gesellschaft Basel (MedGes) in den Räumlichkeiten des USB eine gemeinsame Notfallpraxis (GNP). Diese in Basel neuartige Dienstleistung, welche die Hausarztmedizin mit der Infrastruktur und dem Angebot des Universitätsspitals kombiniert, optimiert die Versorgung der ambulanten Patientinnen/Patienten markant.

Der klare Vorteil der neuen Notfallpraxis besteht darin, dass die Patientinnen/Patienten an einem zentralen, gut erreichbaren Ort unter einem Dach sowohl von der Hausarztmedizin als auch bei schwereren Erkrankungen und Verletzungen vom Angebot der universitären Notfallmedizin profitieren. Dass die Notfallapotheke in unmittelbarer Nähe steht, erhöht die Attraktivität dieser Zentralisierung. Nutzen ziehen werden die Patientinnen und Patienten auch vom Wissenstransfer zwischen den Beteiligten der MedGes und des USB, der durch die neu geschaffene räumliche Nähe intensiviert wird.

Das Universitätsspital erwartet vom neuen Angebot u. a. eine Verkürzung der Wartezeiten, da geringfügiger Verletzte und Erkrankte in die GNP triagiert werden und die Kapazität der universitären Notfallstation nicht weiter belasten werden. Mit der räumlichen Nähe kann zudem eine lebensnahere Aus- und Weiterbildung von Studierenden und Ärztinnen/Ärzten in der Hausarztmedizin realisiert werden.

Die Verankerung der Hausarztmedizin im universitären Umfeld erhöht das gegenseitige Verständnis und ermöglicht den Hausärztinnen/-ärzten bei Bedarf die direkte Verfügbarkeit der technischen Infrastruktur und der universitären Spezialisten im Notfall.

Die Hausärztinnen/-ärzte werden für ihren Dienst in der GPN gemäss vertraglicher Regelung durch das USB entschädigt. Die in der GNP erbrachten Leistungen sind von den Krankenkassen und Unfallversicherungen anerkannt. Die Investitionen für die Schaffung der GNP betragen 110'000.- CHF.

Die neue GNP wird ab 1.12.2009 an den Werktagen jeweils von 17.00 bis 23.00 Uhr sowie an den Wochenenden und Feiertagen von 09.00 bis 23.00 betrieben und befindet sich am Petersgraben 2.

Medienauskunftsstelle

Andreas Bitterlin

Leiter Unternehmenskommunikation
Tel. +41 61 265 25 25
Fax +41 61 265 26 50

abitterlin@anti-clutteruhbs.ch

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