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Mediencommuniqués vom April 2010

Mediencommuniqué vom 24.04.2010

Tausende strömten ins neue Herzzentrum im Universitätsspital Basel

Am Samstag fand ein Tag der offenen Tür des neuen Universitären Herzzentrums Basel statt. Der Andrang war riesig: Tausende von Besucherinnen und Besuchern nutzten die Gelegenheit, sich selbst ein Bild des neuen Nordwestschweizer Kompetenzzentrums für Kardiologie und Herzchirurgie zu machen.

Der Publikumsandrang am Tag der offenen Tür des neuen Universitären Herzzentrums Basel war enorm. Tausende von Besucherinnen und Besuchern strömten am Samstag ins Universitätsspital Basel und informierten sich aus erster Hand über das neue Nordwestschweizer Kompetenzzentrum für Kardiologie und Herzchirurgie.
Das grosse Interesse ist laut Professor Dr. Stefan Osswald, Chefarzt Kardiologie am Universitätsspital Basel, auf das Thema zurückzuführen: „Das Herz als lebenswichtiges Organ beschäftigte und interessierte die Menschen schon immer“. Andererseits übt auch die entsprechende Spitzenmedizin eine grosse Faszination aus. „Die Gelegenheit, selbst mal hinter die Kulissen zu schauen, hat viele Leute zu uns gelockt“, meint Friedrich Eckstein, Chefarzt Herzchirurgie am Universitätsspital Basel.
Die Mischung aus Information und Unterhaltung kam gut an. Vor allem vor dem Rettungshelikopter und dem Ambulanzfahrzeug, die als Einzelglied der so genannten ‚Überlebenskette Herzinfarkt’ zu besichtigen waren, standen nicht nur die kleinen Besucher Schlange. Auch bei den verschiedenen Parcours war der Andrang gross. Hier erhielten die Besucher Einblicke in die Notfallaufnahme, den Operationssaal, die Intensivstation und in ein Herzkatheterlabor oder sie waren live bei einer Herzoperation dabei. Auch das begehbare Riesenherz sowie die Vorträge zu Herzkrankheiten stiessen auf reges Interesse. Wer mehr wissen wollte, wandte sich an die anwesenden Fachleute, die auch komplexe Sachverhalte kompetent und anschaulich erläuterten.

Durch Vernetzung stark
Das Universitäre Herzzentrum Basel ist das neue Nordwestschweizer Kompetenzzentrum Herz. Es basiert auf einer engen Zusammenarbeit des Universitätsspitals Basel, des Kantonsspitals Bruderholz, des Hôpital du Jura in Delémont sowie weiterer Kooperationspartnern in der Region Nordwestschweiz. Dank dieser Zusammenarbeit profitieren Patientinnen und Patienten von einer umfassenden kardialen Kompetenz ganz in ihrer Nähe.

Weitere Informationen und Downloads

herzzentrum-basel.ch

Mediencommuniqué vom 19.04.2010

Universitätsspital Basel: Eine notwendige Entwicklung von der Dienststelle der kantonalen Verwaltung zum Unternehmen

Die Leitung des Universitätsspitals Basel (USB) unterstützt vorbehaltlos die vorgesehene Verselbstständigung der öffentlichen Spitäler des Kantons Basel-Stadt, um auch künftig in einem verstärkt wettbewerbsorientierten Markt eine führende Rolle einnehmen zu können. An der Medienorientierung des USB zum Entwurf des Gesetzes über die Verselbstständigung der öffentlichen Spitäler wurde zudem das Jahresergebnis 2009 des Universitätsspitals Basel präsentiert. Die Anzahl der stationären Patienten stieg um 3.1% auf 30'205, die Erfolgsrechnung schliesst mit einem Aufwand von 752.9 Mio Franken und einem Ertrag von 572.8 Mio Franken ab.

Die Neuregelung der Spitalfinanzierung ab 2012 wird eine grundlegende Umgestaltung der Schweizer Spitallandschaft bewirken. Im vom Gesetzgeber initiierten verstärkten Wettbewerb muss das Universitätsspital mehr unternehmerischen Handlungsspielraum erhalten. Das USB benötigt zusätzliche Kompetenzen, um ein attraktiver Arbeitgeber zu bleiben, mehr Flexibilität bei den Investitionen und die rechtlichen Möglichkeiten, sich als eigenständiges Unternehmen erfolgreich im Markt bewegen zu können.

Werner Kübler, der Direktor des Universitätsspitals Basel, wies an der Medienorientierung darauf hin, dass das Universitätsspital Basel mit seinem Umsatz von rund 750 Mio Franken, den 4'900 Mitarbeitenden und den 30'200 stationären Patienten faktisch längst nicht mehr den Charakter einer Dienststelle der kantonalen Verwaltung aufweist. Der adäquate Status sei derjenige eines autonomen Unternehmens.

Frau Prof. Irene Hösli, Leiterin Geburtshilfe, und Herr Ueli Tschamper, Stationsleiter Pflege, taxierten an der Medienorientierung die Verselbstständigung des USB als begrüssenswerte Entwicklung. Mehr unternehmerischer Handlungsspielraum lasse flexiblere Entscheidungsabläufe zu. Dadurch könne sich das USB im Wettbewerb nachhaltig positiv positionieren.

Prof. Irene Hösli wies aber auch mit Nachdruck darauf hin, dass Patientinnen und Patienten keinesfalls unter einem allzu ausgeprägten ökonomisch ausgerichteten Denken leiden dürfen. Es sei die Verpflichtung des USB, auch künftig Patientinnen und Patienten qualitativ hoch stehend zu betreuen, die wenig Einnahmen generieren und aufgrund ihres Alters oder Krankheitszustandes grossen Aufwand verursachen. Irene Hösli zeigte sich überzeugt, dass das USB diese Aufgabe auch künftig in einem veränderten Umfeld wahrnehmen und als verselbstständigte Klinik prosperieren wird.

Ueli Tschamper sieht im grösseren unternehmerischen Kompetenzrahmen eines autonomen USB viele Chancen, die ihn optimistisch stimmen für die künftige Entwicklung des Spitals. Er wird aber auch ein kritisches Augenmerk darauf richten, dass die soziale Verantwortung des Arbeitgebers USB gegenüber den Mitarbeitenden nicht einem übersteigerten ökonomischen Denken geopfert wird.

Ethisches Handeln und das Wahrnehmen der sozialen Verantwortung seien auch künftig wesentliche Verpflichtungen des USB. Ueli Tschamper zeigte sich ebenfalls überzeugt, dass das USB seine diesbezüglichen Aufgaben wahrnehmen und gleichzeitig die Chancen der Autonomie nutzen wird.

Fit für die Verselbstständigung

Die Kennzahlen und deren Entwicklungen in der Vergangenheit weisen aus, dass das Universitätsspital Basel fit ist für die Verselbstständigung. Die Steigerung um 3.2% der Anzahl stationärer Patienten im Berichtsjahr auf 30'205 dokumentiert, dass sich unser Angebot steigender Beliebtheit erfreut. Der Rückgang der durchschnittlichen Aufenthaltsdauer von 8.3 auf 7.9 Tage innert eines Jahres ist im Hinblick auf das neue Finanzierungssystem mit DRG (Fallpauschalen) ein Wettbewerbsvorteil. Der hohe Anteil der ausserkantonalen Patienten von 43.5% ist ein eindrücklicher Nachweis für unsere überregionale und nationale Bedeutung und belegt das Vertrauen von ausserkantonalen Zuweisern in das Universitätsspital Basel.

Jahresergebnis 2009

Das Jahresergebnis 2009 schliesst mit einem Ertrag von 572.8 Mio Franken (Vorjahr: 561.6 Mio Franken) ab. Der Aufwand stieg von 729.1 Mio Franken (2008) auf 752.9 Mio Franken im Berichtsjahr. Der Beitrag von Basel-Stadt von 180.0 Mio Franken bedeutet eine Unterschreitung des teuerungsbereinigten Budgets von 1.2 Mio Franken.
Die Anzahl der stationären Patientinnen/Patienten stieg um 3.1% auf 30'205. Dennoch wurden rund 6'200 Pflegetage weniger erbracht, weil die durchschnittliche Aufenthaltsdauer von 8.3 auf 7.9 Tagen sank.

Medienauskunftsstelle

Andreas Bitterlin

Leiter Unternehmenskommunikation
Tel. +41 61 265 25 25
Fax +41 61 265 26 50

abitterlin@anti-clutteruhbs.ch

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