Inhalt - August

Mediencommuniqués vom August 2010

Mediencommuniqué vom 25.08.2010

Neue Therapiegrundlage gegen Sodbrennen – natürlich und nebenwirkungsarm

Eine interdisziplinäre Forschergruppe um Philipp Kirchhoff vom Universitätsspital Basel hat den Weg geebnet für eine Therapieverbesserung gegen Sodbrennen. Die Einnahme des natürlich vorkommenden Spurenelements Zinksulfat zeigt schnell Wirkung und ist nebenwirkungsarm.

Volksleiden Sodbrennen: Nahezu jeder zweite Erwachsene muss mindestens einmal in der Woche sauer aufstossen. Doch nun ist Abhilfe in Sicht: „Uns ist es gelungen, ein sehr schnell und anhaltend wirkendes Mittel zur Verminderung der Magensäure zu entwickeln“, sagt Dr. med. Philipp Kirchhoff, Oberarzt am Universitätsspital Basel.

Das lästige Brennen entsteht durch den Rückfluss von Speisen oder Magensaft in die Speiseröhre und wird auch als Reflux bezeichnet. Die Folge: drückende und brennende Schmerzen hinter dem Brustbein. Häufiges und länger andauerndes Sodbrennen kann sogar zu einer Entzündung der Speiseröhre führen, selbst die Bildung von Geschwüren ist möglich.
„Wir haben nun herausgefunden, dass oral eingenommenes Zinksulfat innerhalb von Sekunden zu einer Verminderung der Magensäure führt“, erklärt Kirchhoff. Grundlage für die Entdeckung waren mehrjährige Versuche an Tieren sowie eine darauf aufbauende Pilotstudie mit Probanden. Ein weiterer Vorteil der neuen Therapie: Zink ist ein natürlich vorkommendes Spurenelement, welches sehr nebenwirkungsarm ist. Zudem tritt die Wirkung wesentlich rascher als bei den bisher bekannten Behandlungsformen ein – und hält auch länger an als die bekannte Wirkdauer der Säurebinder.

Denn bisher half gegen Sodbrennen meist nur die Einnahme von Säurebindern, sogenannten Antiazida. Bei bereits entzündeter Speiseröhre werden oft Säureblocker, auch Protonenpumpenhemmer genannt, verabreicht. Auch dadurch wird die Säureproduktion fast vollständig geblockt und die Beschwerden lassen nach ein paar Tagen nach. Aber: Wesentliche Nachteile dieser Therapie sind der langsame Wirkungseintritt und die oft lebenslange Therapiebedürftigkeit. Es kann zu Magendarmbeschwerden und Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten kommen. Zudem sprechen immer mehr Patienten nicht auf diese Form der Therapie an.

Mit ihren Forschungsresultaten hat die interdisziplinäre Forschergruppe um Philipp Kirchhoff den Weg für eine potenzielle Therapieverbesserung gegen Sodbrennen geebnet. Massgeblich daran beteiligt waren die chirurgische und gastroenterologische Abteilung des Universitätsspitals Basel sowie die Yale University in den USA. Wie bedeutsam dieser Forschungserfolg ist, zeigt sich auch daran, dass die Ergebnisse kürzlich in der angesehenen Fachzeitschrift „American Journal of Gastroenterology“ veröffentlicht wurden.

Mediencommuniqué vom 16.08.2010

Neues über Epilepsietherapie

Die Schweizerische Liga gegen Epilepsie organisiert zusammen mit der Klinik für Neurologie und der Endokrinologie des Universitätsspitals Basel (USB) am Donnerstag, 19. August 2010, um 18.30 Uhr im kleinen Hörsaal, Zentrum für Lehre und Forschung des USB, eine Publikumsveranstaltung zum Thema „Leben mit Epilepsie“.

In der Schweiz leiden ungefähr 70'000 Menschen unter epileptischen Anfällen, die behandlungsbedürftig sind. Die Einstellung der medikamentösen Behandlung braucht oft Zeit und Geduld. Hormone können das Auftreten von Anfällen beeinflussen. Einige Medikamente gegen Epilepsie verringern die Wirksamkeit der Antibabypille. Darüber spricht Mira Katan, Ärztin an der Neurologischen und Endokrinologische Klinik USB, in ihrem Vortrag „Epilepsien und Hormonstoffwechsel“. Knochen können ebenfalls auf die gegen Epilepsie eingesetzten Präparate reagieren. Christian Meier, Oberarzt Endokrinologie USB referiert über „Osteoporose, Epilepsie und Antiepileptika“.

Kinderwunsch und Epilepsie
Auch Menschen mit Epilepsie können eine Familie gründen. Um für eine Schwangerschaft die besten Bedingungen zu schaffen, braucht es bei epilepsiebetroffenen Frauen jedoch eventuell eine Medikamentenumstellung. Am besten informieren sie sich im Voraus bei ihrer Ärztin nach dem geeigneten Präparat, damit sie sich dann unbeschwert auf ihr Kind freuen können. Stephan Rüegg, Leiter EEG-Labor und Epileptologie USB, widmet sich dem Thema „Vom Kinderwunsch bis zur Geburt“. Alle drei Referenten stehen dem Publikum für Fragen zur Verfügung. Bereits um 14.15 Uhr findet am gleichen Ort eine Fachveranstaltung zu denselben Themen statt.

Weitere Informationen:
Schweizerische Liga gegen Epilepsie, Seefeldstrasse 84, Postfach 1084, 8034 Zürich Tel. 043 488 67 77
info@anti-clutterepi.ch
www.epi.ch

Programm als PDF

Download:
Epilepsie_Programm.pdf
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Mediencommuniqué vom 11.08.2010

50 Jahre Klinische Logopädie am Universitätsspital Basel

Über 1000 Patienten werden jährlich am Institut für Logopädie untersucht und therapiert. Das Institut feiert sein 50-Jahre-Jubiläum im Rahmen einer zweitägigen Fortbildungsveranstaltung zum Thema Schluckstörung mit einer international renommierten Referentin aus Neuseeland.

Die Gründung der Abteilung «Sprachtherapie» erfolgte im Mai 1960 am damaligen Kantonsspital Basel. Zwei Logopädinnen führten die Abklärung und die Therapie von ambulanten und stationären Patienten mit Sprach- und Sprechstörungen durch.
Ab 1967 hiess die Abteilung «Institut für Sprach- und Stimmtherapie» - neu wurden auch Patienten mit Stimmstörungen und nach Laryngektomie (Totalentfernung des Kehlkopfs) behandelt. Die ärztliche Leitung des Instituts übernahm ein Neurologe, die fachliche Leitung eine Logopädin.
In den Siebziger-/Achtzigerjahren wurde zusätzlich ein Phoniater (Facharzt für Stimm- und Sprachstörungen) als fachverantwortlicher Arzt engagiert. Ausserdem erfolgte der Miteinbezug des Instituts in die Planung und Durchführung der Vollzeitausbildung zur Logopädin am Institut Spezielle Pädagogik und Psychologie Basel. Ein Meilenstein war die Entwicklung und Veröffentlichung des Basel-Minnesota-Tests zur Differentialdiagnose der Aphasie (genaue Erfassung von Qualität und Ausmass einer Sprachstörung) – unerlässlich für eine gezielte Therapie.
Neu wurde in den Achziger-/Neunziger Jahren die Diagnostik und Behandlung der Dysphagie (Schluckstörung) ein entscheidendes Fachgebiet der Logopädie im Akutspital.
Das Institut für Logopädie am Universitätsspital heute ist eine Abteilung der Therapie-Dienste im Bereich «Medizinische Querschnittsfunktionen». 7 Logopädinnen sind zuständig für die logopädische Diagnostik und Therapie von Schluck-, Sprach-, Sprech-, Stimmstörungen und Facialisparesen (Gesichtslähmungen). Die Patientinnen und Patienten werden von Ärztinnen und Ärzten intern und extern überwiesen, die verantwortlichen Fachärzte sind Dr. Storck, Leitender Arzt Phoniatrie, und Prof. Dr. Lyrer, Leitender Arzt der Bettenstation Neurologie. Leiterin des Instituts für Logopädie ist Petra Zimmermann. Der Anteil der Patientinnen und Patienten mit Dysphagie unterschiedlicher Ätiologien (Krankheitsursachen) beläuft sich auf ca. 60%. Insgesamt werden am Institut für Logopädie am Universitätsspital Basel jährlich über 1000 Patientinnen und Patienten untersucht und therapiert.

Mediencommuniqué vom 06.08.2010

Zwei neue Leitende Ärzte im Universitätsspital Basel

Prof. Dr. med. Tobias Derfuss wurde auf den 1. September 2010 zum Leitenden Arzt in der Abteilung Neurologie des Universitätsspitals Basel (USB) ernannt. Zudem wird er über eine Stiftungsprofessur für die molekulare Neuroimmunologie tätig sein.
Tobias Derfuss wurde 1971 im Bamberg (D) geboren und studierte an der Friedrich-Alexander-Universiät Erlangen-Nürnberg Medizin. Er schloss das Studium 1998 mit einer Doktorarbeit am Institut für Klinische und Molekulare Virologie ab und ist seit 2009 Facharzt für Neurologie. Das Habilitationsthema von Tobias Derfuss lautet «Die Rolle von Antikörpern bei der Pathogenese der Multiplen Sklerose».

Prof. Dr. med. Till Sprenger wurde auf den 1.Oktober 2010 zum Leitenden Arzt in der Abteilung Neurologie des Universitätsspitals Basel (USB) ernannt. Zudem wird er über eine Stiftungsprofessur für das Neuroimaging tätig sein.
Till Sprenger kam 1974 in Darmstadt (D) auf die Welt und studierte an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz Medizin. Er schloss das Studium 2001 ab und ist seit 2008 Facharzt für Neurologie. Till Sprenger habilierte 2008 zum Thema «Funktionelle Neurobildgebung bei Schmerzen» im Fach Neurologie an der Technischen Universität München.

Mediencommuniqué vom 05.08.2010

Behandlungszentrum Lunge am Universitätsspital Basel neu zertifiziert

Als erstes universitäres, interdisziplinäres Lungenzentrum der Schweiz für Diagnostik und Therapie von Krankheiten der Lunge und des Thorax erhält das Behandlungszentrum Lunge des Universitätsspitals Basel das international anerkannte ISO 9001:2008 Qualitätsmanagementsystem-Zertifikat.

Mit dem Anspruch, bestehende Prozesse zu optimieren und dadurch Zielzeiten zu verkürzen, Schwachpunkte zu erfassen und zu beheben sowie die Interdisziplinarität und Kommunikation zu verbessern, hat das Behandlungszentrum Lunge beschlossen, sich nach der ISO 9001:2008-Norm zertifizieren zu lassen.

In intensiver Vorbereitungszeit und begleitet durch die externe Zertifizierungsstelle wurde von den einzelnen in das Behandlungszentrum Lunge involvierten Kliniken und Instituten ein Anforderungskatalog erarbeitet. In diesem sind die selbstauferlegten Mindestanforderungen aus der Sicht der einzelnen involvierten Kliniken und Institute in Bezug auf das Behandlungszentrum
Lunge enthalten. Die einzelnen Anforderungen wurden gruppiert in: «Allgemeine Angaben zur Organisation», «Angebot», «Zielzeiten», «Ausbildung», «Weiterbildung», «Fortbildung», «Kooperationspartner», «Studien», «Konferenzen», «Qualitätsmanagement/Leistungsnachweis» und «Ziele». Der Inhalt des Anforderungskataloges sowie die neu erstellten Verfahren
wurden anlässlich eines externen Zertifizierungsaudits genau überprüft und Empfehlungen zur Verbesserung abgegeben.

Mit grosser Freude konnten die Leitungsgremiumsmitglieder des Behandlungszentrums Lunge das Zertifikat entgegen nehmen. Die vorgeschriebenen, umfassenden jährlichen Routineüberprüfungen und weitere Audits sowie geplante Qualitätskontrollprojekte (z.B. Ermittlung der Einweiser- und Patientenzufriedenheit) gewährleisten eine kontinuierliche und nachhaltige Verbesserung aller Abläufe und Angebote. Weitere Informationen sowie einen Ausschnitt aus dem Anforderungskatalog finden Sie auf unseren Internetseiten:
www.behandlungszentrumlunge.ch

Fakts und News Behandlungszentrum Lunge

Download:
Behandlungszentrum_Lunge_Newsletter.pdf
0.21 MB

Medienauskunftsstelle

Andreas Bitterlin

Leiter Unternehmenskommunikation
Tel. +41 61 265 25 25
Fax +41 61 265 26 50

abitterlin@anti-clutteruhbs.ch

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