Inhalt - Januar

Mediencommuniqués vom Januar 2010

Mediencommuniqué vom 29.01.2010

Tolles Sammelergebnis im Universitätsspital Basel für Haiti

In einer dreitägigen Sammelaktion für die Betroffenen der Erdbebenkatastrophe auf Haiti haben die Mitarbeitenden des Universitätsspitals Basel insgesamt Fr. 19'140.35 gespendet. Den Spenderinnen und Spendern gebührt für diese Solidarität ein herzliches Dankeschön!
Das Universitätsspital Basel erhöht die Spende um denselben Betrag auf insgesamt Fr. 38'280.70 und überweist diese Summe an das Schweizerische Rote Kreuz zugunsten der Leidtragenden des Erdbebens auf Haiti.

Mediencommuniqué vom 27.01.2010

Prof. Regina Kunz wird Leiterin Institut für Versicherungsmedizin am Universitätsspital Basel

Zur Extraordinaria für Versicherungsmedizin an der Medizinischen Fakultät ist Prof. Regina Kunz gewählt worden. Gleichzeitig wird sie per 1.3.2010 Leiterin des Instituts für Versicherungsmedizin am Universitätsspital Basel. Sie ist seit 2005 Assistenzprofessorin für Klinische Epidemiologie und stellvertretende Leiterin des Instituts für Klinische Epidemiologie am Universitätsspital Basel. Geboren 1962 im bayrischen Ansbach, studierte sie zunächst Medizin in Würzburg, Bonn und London. 1990 promovierte sie in Innerer Medizin an der Universität Bonn und erwarb nach ihrer «Arzt-im-Praktikum»-Phase in London 1991 die ärztliche Approbation. Nach einem Aufbaustudium in Klinischer Epidemiologie und Biostatistik an der McMaster University, Hamilton (Kanada) erhielt sie den Titel eines Masters of Science. Es folgten eine Assistenzzeit und ein Habilitationsstipendium an der Charité in Berlin, wo sie 1998 den Titel einer Fachärztin für Innere Medizin und 2001 jenen für Nephrologie erwarb. Nach weiteren Forschungsaufenthalten in Freiburg, Oslo und Helsinki habilitierte sie sich über die Rolle der klinischen Epidemiologie in der ärztlichen Entscheidungsfindung. Ihre Forschungsgebiete sind unter anderem die Versorgungsforschung/Outcome-Research, die Methodik, Lehre und Implementierung der evidenzbasierten Medizin sowie die Evaluation diagnostischer Tests.
Regina Kunz' künftige Forschung konzentriert sich auf die Untersuchung des Qualitätsverständnisses im Gutachtenwesen im nationalen und internationalen Kontext und die Entwicklung, Validierung und Implementierung von Instrumenten zur Qualitätsbewertung. Ein weiterer Schwerpunkt wird die Untersuchung neuer Strategien zur Reintegration chronisch kranker oder verunfallter Menschen in den Arbeitsprozess. Das Extraordinariat versteht sich als eine interdisziplinäre Plattform für die medizinischen, rehabilitations- und arbeitsmedizinischen, sozialen, juristischen, ethischen und ökonomischen Belange der Versicherungsmedizin und möchte den Austausch zwischen den Disziplinen fördern. Weiter wird durch den Aufbau eines Masterprogramms das Wissen der Versicherungsmedizin in eine strukturierte postgraduierte Weiterbildung überführt.

Mediencommuniqué vom 27.01.2010

Prof. Dirk J. Schaefer wird neuer Chefarzt am Universitätsspital Basel

Neuer Extraordinarius für Plastische, Rekonstruktive, Ästhetische und Handchirurgie an der Medizinischen Fakultät und Chefarzt der gleichnamigen Klinik am Universitätsspital Basel wird per 1.2.2010 Prof. Dirk J. Schaefer. Er ist derzeit Chefarzt ad interim und kommissarischer Leiter der Abteilung Plastische, Rekonstruktive und Ästhetische Chirurgie sowie der Abteilung Hand- und Periphere Nervenchirurgie am Universitätsspital Basel. Schaefer wurde 1963 in Bonn geboren, studierte zunächst Grafik-Design und darauf Humanmedizin an den Universitäten Freiburg/Br., Illinois und Virginia und promovierte 1992 mit einer experimentellen Dissertation. Darauf war er als Assistenzarzt an der Chirurgischen Universitätsklinik Freiburg tätig, erlangte den Facharzttitel für Plastische Chirurgie und wechselte nach Auslandsaufenthalten 2002 mit dem Erwerb des Facharzttitels für Handchirurgie in die Klinik für Wiederherstellende Chirurgie des Universitätsspitals Basel. Er forscht hauptsächlich im Bereich der Gewebeherstellung von Knochen aus Stammzellen durch Tissue Engineering und dem Gebiet der Mikrochirurgie in der Plastischen und der Handchirurgie. Schaefer ist verheiratet und Vater zweier Töchter.

Mediencommuniqué vom 21.01.2010 20.00 h

Vorfall im Labor des Universitätsspital Basel

Im Labor des Universitätsspitals sind gegen 17.30 Uhr einige Liter Säure ausgelaufen. Das Gemisch aus verschiedenen Säuren stand zur Entsorgung bereit. Die Ursache für den Vorfall ist noch unklar. Die Säuren sind ätzend.
Drei Mitarbeiterinnen des Labors wurden vorsorglich zur Abklärung in die Notfallstation gebracht. Sie hatten Kontakt mit der Substanz.
Die Berufsfeuerwehr, die Feuerwehr des Universitätsspitals sowie die Polizei waren sehr rasch vor Ort. Die ausgelaufene Flüssigkeit wurde sofort gebunden. Es bestand keine Gefahr für Patientinnen und Patienten, die Bevölkerung oder die Umwelt.

Mediencommuniqué vom 20.01.2010

Neuer Arzneistoff gegen Multiple Sklerose zeigt Wirkung

Forschende des Universitätsspitals und der Universität Basel berichten von erfolgreichen klinischen Studien über den Arzneistoff Fingolimod zur Behandlung von Multipler Sklerose. Die Forschungsresultate erscheinen in der Fachzeitschrift «New England Journal of Medicine».

Fingolimod ist ein Arzneistoff zur Therapie von schubförmig verlaufender Multipler Sklerose, dessen Wirkung auf einem neuartigen Prinzip beruht: Das als Tablette verabreichte Medikament verhindert, dass potenziell schädliche Immunzellen aus den Lymphknoten in die Blutbahn gelangen. Dadurch können diese nicht zur Entstehung von Entzündungen im Zentralen Nervensystem beitragen, die für einen Grossteil der Krankheitserscheinungen bei Multipler Sklerose verantwortlich gemacht werden. Zudem zeigen Untersuchungen, dass der Arzneistoff auch direkt mit Zellen des Zentralen Nervensystems reagiert, wo er eine schützende Wirkung entfalten und teilweise die Wiederherstellung von Gewebe fördern kann.

Reduzierte Schubhäufigkeit
Die Basler Forscher um den Neurologen Prof. Ludwig Kappos konnten zusammen mit einer internationalen Studiengruppe in einer zweijährigen klinischen Studie mit 1272 Patienten zeigen, dass sich durch die Therapie mit Fingolimod die Schubhäufigkeit bei schubförmiger Multipler Sklerose um 54 bis 60% im Vergleich zu Placebo vermindert. Auch eine Verschlechterung der mit der Multiplen Sklerose verbundenen Behinderung konnte mit beiden getesteten Dosierungen von Fingolimod um ca. 30% während der 2jährigen Studie signifikant vermindert werden.
Weiter konnten die Forscher mittels Magnetresonanztomographie (MRI) zeigen, dass sich die Zahl der entzündlichen Herde deutlich verringerte und sich der Abbau von Hirngewebe (Atrophieentwicklung) signifikant verzögerte. Die Nebenwirkungen waren auf dem gleichen Niveau wie bei der Placebo-Kontrollgruppe.

Fingolimod wirksamer als Interferon-Therapie
In einer zweiten, gleichzeitig publizierten Studie mit 1292 Patienten mit schubförmiger Multipler Sklerose wurde Fingolimod während eines Jahres einer etablierten Therapie mit Beta-Interferonen gegenübergestellt. Auch hier konnten die Forscher zeigen, dass die Häufigkeit von Schüben gegenüber der Interferon-Kontrollgruppe signifikant um 38 bis 52% nachliess; zudem verminderten sich die entzündlichen Zeichen und die Entwicklung von Atrophie. In dieser einjährigen Studie zeigte sich kein Unterschied zwischen den Präparaten hinsichtlich der Verschlechterung der Behinderung. Die Verträglichkeit von Fingolimod war auch im Vergleich mit Interferon insgesamt gut.

Zulassung beantragt
Bei den beiden Untersuchungen handelt es sich um so genannte Phase-III-Studien, welche die für die Zulassung entscheidenden Daten zum Wirksamkeitsnachweis ermitteln. Beide Studien zusammen belegen eine überlegene Wirksamkeit des neuen Präparats, das als Tablette eingenommen werden kann. Bereits hat der Hersteller Novartis in Europa, den USA und in der Schweiz Antrag auf Zulassung gestellt. Damit ergibt sich die Chance, mit Fingolimod eine wirksame Alternative zu den seit Anfang der 1990er Jahre eingesetzten Präparaten zur Verfügung zu stellen, die nur in injizierbarer Form erhältlich sind. Weitere Langzeitstudien werden eine exaktere Einschätzung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses dieser neuen, viel versprechenden Behandlungsoption erlauben.

Multiple Sklerose
Multiple Sklerose ist eine meist über mehrere Jahrzehnte dauernde Erkrankung des Zentralen Nervensystems, die in der Regel im jungen Erwachsenenalter auftritt. Weltweit sind gut zwei Millionen Menschen betroffen, davon rund 10 000 in der Schweiz. Bei über 80% verläuft die Krankheit zunächst in Schüben mit neurologischen Störungen, die sich teilweise oder ganz zurückbilden können, und mündet im Lauf der Jahre in eine mehr stetige (chronische) Progression der Behinderung. Während die eigentliche Ursache nach wie vor nicht bekannt ist, weiss man, dass eine Überreaktion der körpereigenen Abwehr (Autoimmunität) zur Zerstörung der Nervenumhüllung (Myelinscheide) und der Nervenfortsätze (Axone) im Zentralen Nervensystem wesentlich beiträgt. Daneben spielen auch nicht direkt mit der Entzündung zusammenhängende (degenerative) Vorgänge eine Rolle.

Originalbeiträge
Ludwig Kappos, Ernst-Wilhelm Radue, Paul O’Connor, Chris Polman, Reinhard Hohlfeld, Peter Calabresi, Krzysztof Selmaj, Catherine Agoropoulou, Malgorzata Leyk, Lixin Zhang-Auberson, and Pascale Burtin, for the FREEDOMS Study Group
A Placebo-Controlled Trial of Oral Fingolimod in Relapsing Multiple Sclerosis
New England Journal of Medicine 2010

Jeffrey A. Cohen, Frederik Barkhof, Giancarlo Comi, Hans-Peter Hartung, Bhupendra O. Khatri, Xavier Montalban, Jean Pelletier, Ruggero Capra, Paolo Gallo, Guillermo Izquierdo, Klaus Tiel-Wilck, Ana de Vera, James Jin, Tracy Stites, Stacy Wu, Shreeram Aradhye, and Ludwig Kappos, for the TRANSFORMS Study Group
Oral Fingolimod or Intramuscular Interferon for Relapsing Multiple Sclerosis
New England Journal of Medicine 2010

Mediencommuniqué vom 14.01.2010

Fotografien zum sensiblen Thema Brustkrebs im Universitätsspital Basel ausgestellt

Am 14. Januar 2010 wird im Universitätsspital Basel in der Eingangshalle des Klinikum 1, Spitalstrasse 21, eine Fotoausstellung zum Thema Brustkrebs eröffnet.

Anlässlich der internationalen Gesundheitskampagne BCAM, Breast Cancer Awareness Month, deren Hauptziel es ist, das Bewusstsein und die Aufmerksamkeit gegenüber der Krankheit Brustkrebs zu verbessern, schrieb Roche Pharma (Schweiz) einen Fotowettbewerb aus. Angehende Profifotografinnen und -fotografen wurden aufgefordert, der häufigsten Krebsart bei Frauen ein Gesicht zu geben. Die Fotografinnen und Fotografen gingen die schwierige Aufgabe mit viel Einfühlungsvermögen an und setzten das sensible Thema ideenreich um. Nun zeigt eine Wanderausstellung die fünfzehn ausdrucksstärksten Bilder, welche auf eindrückliche Weise die Gefühlswelt einer von Brustkrebs betroffenen Frau abbilden. Das Universitätsspital Basel mit seinem Brustzentrum gibt dieser besonderen Ausstellung Raum.

Die Ausstellung ist öffentlich zugänglich im Klinikum 1 an der Spitalstrasse 21 in Basel, jeweils von 8 - 20 Uhr, und dauert bis zum 5. Februar 2010.

Medienauskunftsstelle

Andreas Bitterlin

Leiter Unternehmenskommunikation
Tel. +41 61 265 25 25
Fax +41 61 265 26 50

abitterlin@anti-clutteruhbs.ch

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