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August 2011

Mediencommuniqué vom 26.08.2011

Neue Professoren am Universitätsspital Basel

Der Universitätsrat der Universität Basel hat Prof. Christoph Rochlitz zum Ordinarius für Medizinische Onkologie und Prof. Elmar Max Merkle zum Ordinarius für Radiologie gewählt. Prof. Damian Wild wird neu Assistenzprofessor für Nuklearmedizin.

Prof. Christoph Rochlitz, der neue Ordinarius für Medizinische Onkologie an der Medizinischen Fakultät und Chefarzt Medizinische Onkologie am Universitätsspital Basel, ist hier seit 1993 tätig: zunächst als Oberarzt, ab 1999 als Leitender Arzt der Abteilung für Onkologie sowie Titularprofessor für Innere Medizin. Seit 2006 leitet er das Brustzentrum am Universitätsspital Basel. Geboren 1957 in Karlsruhe, studierte er Medizin in Berlin, Montpellier, Cambridge und Heidelberg, wo er 1983 auch promovierte. Neben Tätigkeiten als wissenschaftlicher Assistent an den Medizinischen Universitätskliniken in Heidelberg und Berlin forschte er am Institut Pasteur in Paris sowie an der University of California in San Francisco. 1985 absolvierte er das US-Staatsexamen und 1992 die Facharztprüfung für Innere Medizin in Berlin; 1993 erfolgte hier die Habilitation. Rochlitz’ Forschungsgebiete sind molekulare Veränderungen bei Karzinomen, worüber er mehrere klinische Studien mit innovativen Therapieansätzen durchführte, sowie molekulare und immunologische Begleituntersuchungen bei verschiedenen Malignomen. Er ist verheiratet und Vater von drei Kindern.

Prof. Elmar Max Merkle, der neue Ordinarius für Radiologie in der Medizinischen Fakultät und Chefarzt der Klinik für Radiologie und Nuklearmedizin am Universitätsspital Basel, kommt vom Duke University Medical Center in Durham (North Carolina, USA), wo er den Gesamtbereich Magnetresonanztomografie leitet. Geboren 1965 in Krumbach (Bayern), studierte er in Ulm Humanmedizin bis zur Promotion 1991. Nach der Approbation als Arzt war er als wissenschaftlicher Assistent an der Radiologischen Universitätsklinik Ulm und als Research Fellow in der Abteilung «Diagnostic Radiology» an der Case Western Reserve University in Cleveland (USA) tätig. 1999 kehrte er an die Radiologische Universitätsklinik in Ulm zurück, wo er klinischer Oberarzt wurde und sich 2000 habilitierte. Darauf wurde er zum Associate Professor gewählt, 2001 wiederum an der Case Western Reserve University in Cleveland und 2003 an der Duke University in Durham, wo er 2006 fest angestellt wurde. In der Forschung befasst sich Merkle unter anderem mit der nichtinvasiven quantitativen Gewebecharakterisierung und der Magnetresonanz-Angiografie. Er ist verheiratet und hat zwei Kinder.

Neuer Assistenzprofessor für Nuklearmedizin (mit Tenure Track) an der Medizinischen Fakultät wird Prof. Damian Wild. Er ist derzeit als Oberarzt an der Nuklearmedizinischen Klinik des Universitätsklinikums Freiburg/Br. sowie am Institut für Nuklearmedizin am University College in London tätig. Geboren 1971 in St. Gallen, studierte Wild nach einer Berufslehre und einigen Jahren Berufstätigkeit als Vermessungszeichner Medizin an der Universität Basel, wo er 2004 promovierte. Es folgten Assistenzstellen an den Instituten für Nuklearmedizin der Universitätsspitäler Zürich und Basel und am PET-Zentrum des St.-Clara-Spitals Basel, weiter ein Gastjahr in der Gastroenterologie am Royal Free Hospital NHS Trust in London. 2009 erwarb er den Facharzttitel FMH für Nuklearmedizin. Seine Forschungstätigkeit in der Onkologie umfasst vor allem die Entwicklung und den translationalen Transfer in die Klinik von neuen Radiotracern im Bereich Bildgebung und Krebstherapie. Wild ist verheiratet und ist vor kurzem Vater geworden.

Mediencommuniqué Gesundheitsdepartement des Kantons Basel-Stadt vom 18.7.2011

Start der Kampagne Blut spenden - Leben retten

Basel braucht Blut. Blutspenden retten Leben und: Blut spenden ist einfach und sicher! Mit einer gezielten Kampagne will das Gesundheitsdepartement Basel-Stadt, unterstützt vom Universitätsspital Basel und den Mitinitianten Allgemeine Plakatgesellschaft (apg), Parini Events und der Studentenorganisation Skuba die Bevölkerung zu vermehrtem Blutspenden motivieren. Denn rund fünfzig Prozent der derzeit in den Gesundheitseinrichtungen der Region benötigten Blutkonserven müssen bereits in der übrigen Schweiz dazugekauft werden. Und auch landesweit zeichnet sich aufgrund der demografischen Entwicklung ein Engpass ab.

Die Versorgung der Bevölkerung mit Blutprodukten zählt zur Grundversorgung eines funktionierenden Gesundheitswesens. Insbesondere in den Sommermonaten zeichnen sich aber bei den Blutprodukten ernsthafte Engpässe ab. Um den regionalen Bedarf in den Spitälern abzudecken, nämlich rund 24'000 Blutprodukte pro Jahr, muss das Blutspendezentrum SRK beider Basel bereits heute rund 50 Prozent der benötigten Blutkonserven aus den übrigen Regionen der Schweiz dazu kaufen. Schätzungen ergeben, dass von den möglichen Spenderinnen und Spendern nur gerade 3,8 Prozent bereit sind, ihr Blut regelmässig zu spenden.

Mit einer Spende kann mehreren Menschen geholfen werden; andererseits braucht ein Mensch in einem Notfall, beispielsweise bei einem Unfall, bis zu dreissig Blutkonserven. Allein das Universitätsspital Basel, welches in der Region den grössten Bedarf hat, versorgt jährlich über 4000 Patienten und Patientinnen mit Blutkonserven des Blutspendezentrums SRK beider Basel. Um den Bedarf an Spenderblut auch in Zukunft decken zu können, müssen vermehrt auch junge Menschen zum Blutspenden animiert werden, denn aufgrund der demografischen Entwicklung könnte sich eine ernsthafte Versorgungskrise abzeichnen.

Mit ihrer gemeinsamen Plakatkampagne wollen nun das Gesundheitsdepartement Basel- Stadt und das Universitätsspital Basel die Bevölkerung dazu motivieren, vermehrt Blut zu spenden. Die Kampagne „Spende Blut- rette Leben“, welche durch die apg, Parini Events und die Studentenorganisation SKUBA mitinitiiert wurde, appelliert mit zahlreichen Plakaten in der Öffentlichkeit und Flyern in den Arztpraxen, Spitälern und Apotheken an die Bevölkerung mit einem einfachen Akt Solidarität zu zeigen. Denn: Blut spenden ist problemlos und sicher.

Im Anschluss an die heutige Medienkonferenz gingen heute Regierungsrat Carlo Conti und zahlreiche Studierende der Medizinischen Fakultät der Universität Basel mit gutem Beispiel voran – und spendeten Blut.

Informationen, etwa über die heute geltenden Spendekriterien, sind zu finden unter www.blutspende-basel.ch

Weitere Auskünfte:
Regierungsrat Dr. Carlo Conti
Vorsteher Gesundheitsdepartement
Telefon 061 267 95 23

Dr. med. Andreas Buser
Chefarzt/Geschäftsführer Blutspendezentrum SRK beider Basel
Telefon 061 265 20 90

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