Inhalt - Mai

Mai 2011

Mediencommuniqué vom 16.5.2011

Universitätsspital Basel: Entscheid für die Gesundheitsversorgung

Die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger von Basel-Stadt haben dem Gesetz über die öffentlichen Spitäler des Kantons Basel-Stadt zugestimmt und somit an der Urne ein JA eingelegt für die rechtliche Verselbstständigung des USB. Die Spitalleitung spricht ihre grosse Genugtuung darüber aus, dass der Souverän mit dieser Entscheidung sehr gute Voraussetzungen geschaffen hat, das Universitätsspital Basel erfolgreich und nachhaltig im künftig intensivierten Wettbewerb der Spitäler zu positionieren.

Eine intensive Diskussion liegt hinter uns, die trotz legitimer kontroverser Beurteilungen klar aufgezeigt hat, dass die Basler Bevölkerung an einem starken, kompetenten Universitätsspital Basel interessiert ist. Diese breit abgestützte Willensäusserung ist uns Verpflichtung, auch künftig unserer Mission zu folgen, nämlich rund um die Uhr für beste medizinische Behandlung und patientenorientierte Betreuung, für die Förderung von Innovationen sowie für eine hervorragende Forschung und Lehre einzustehen. Auch die Vision, der attraktivste Arbeitgeber im regionalen Gesundheitswesen zu sein, ist uns anspornende Aufgabe und Verpflichtung.

Die Verselbstständigung bietet uns grösseren Handlungsspielraum, um das hochgesteckte Ziel zu erreichen, nachhaltig, wirtschaftlich und nach ethischen Grundsätzen eine qualitativ hochstehende Gesundheitsversorgung anbieten zu können.

Mediencommuniqué vom 5.5.2011

Welt-Hände-Hygiene-Tag am Universitätsspital Basel

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) rief den 5. Mai 2011 zum weltweiten «Tag der Händehygiene» aus. Ziel dieses Aktionstages ist es, die Patientensicherheit in Spitälern zu verbessern. Weltweit sterben auch heute noch mehr Personen an Spitalinfektionen, als an HIV, Malaria und Tuberkulose zusammen.

Das Universitätsspital Basel (USB) ist Mitglied des Programms «Task Force Patient Safety» der WHO. Die ersten zwei Massnahmen dieses Programms betreffen die Händehygiene und die Vermeidung postoperativer Wundinfektionen. Das USB hat dazu im Auftrag der WHO Richtlinien zur Händehygiene vor chirurgischen Eingriffen verfasst.

Händehygiene ist manchmal lästig, aber wichtig: Der ungarische Arzt Ignaz Semmelweis hat bereits 1880 in Wien gezeigt, dass die Todesrate durch Kindbettfieber von 18 Prozent auf unter 3 Prozent gefallen ist, nachdem er die routinemässige Händehygiene vor Untersuchungen in der Geburtshilfe eingeführt hat. Auch heute noch ist die Händehygiene – so einfach und günstig sie ist – eine entscheidende Massnahme zur Vermeidung von Spitalinfektionen und Hospitalismus.

Trotzdem hält das Spitalpersonal weltweit diese Massnahme nur in 30 bis 60 Prozent der Fälle ein. Stress, Personalmangel, aber auch teilweise Faulheit sind Ursachen dieser unerfreulichen Situation. Daher hat sich das USB entschlossen, am WHO-Tag der Händehygiene eine aktive Rolle zu spielen. Der Spitaldirektor Dr.Werner Kübler, Prof. Andreas Widmer, und der Leiter des WHO Programmes Prof. Didier Pittet haben am 5.5.2011 zusammen mit Vertretern der Pflege und Ärzteschaft ihren Händeabdruck auf eine Steinplatte im Spitalgarten gesetzt. Mitarbeitende des USB werden nun täglich bei ihrem Gang zum Personalrestaurant daran erinnert, dass die Patientensicherheit ein dauerhaftes Anliegen des Universitätsspitals ist. Die Hände des Personals wurden an diesem Tag ebenfalls auf krankmachende Erreger überprüft.

Den Wettbewerb zur Compliance mit der Händehygiene hat die Mutter-Kind Abteilung gewonnen, wo über 90% des Personales korrekt die Hände desinfiziert: ein Spitzenwert und der Erfolg einer Massnahme, die vor über 150 Jahren mit Semmelweis ihren Anfang nahm.

 

Task Force Patient Safety

Mediencommuniqué vom 4.5.2011

Universitätsspital Basel: Qualitätsinnovation und Produktivitätssteigerung

Das Universitätsspital Basel (USB) profiliert sich mit Qualitätsinnovationen und erfasst als erstes schweizerisches Spital systematisch sowie aufgeschlüsselt nach Herkunft und medizinischen Disziplinen die Bewertung der Behandlungen durch die Patientinnen und Patienten. Das Geschäftsjahr war geprägt von einer signifikanten Produktivitäts-steigerung: Die Anzahl der stationären Patienten konnte um 3.1% auf 31'149 erhöht werden bei nahezu gleichem Personalbestand von 3'652 Vollzeitstellen. Die Erfolgsrechnung schliesst mit einem Aufwand von 786.466 Mio Franken (Vorjahr: 770.965 Mio) und einem Ertrag von 581.127 Mio Franken (Vorjahr: 565.014 Mio) ab. Der Ertrag stieg gegenüber 2009 um 2.9%, der Aufwand um 2.0%. Die Medizinische Fakultät der Universität Basel hat 2010 bei der Life Sciences-Industrie, beim Schweiz. Nationalfonds und bei der EU insgesamt 71,2 Mio Franken sog. Drittmittel eingeworben für Forschungsprojekte.

Im Jahr 2010 wurden die stationären psychiatrischen Fälle im Vergleich zu den Vorjahren erstmals in den Kennzahlen der Universitären Psychiatrischen Kliniken Basel-Stadt ausgewiesen und nicht mehr im USB. Trotz dem Verlust dieser spezifischen Gruppierung konnte die Anzahl der Patientinnen/Patienten insgesamt um 3.1% gesteigert werden, weil in der akut-somatischen Kategorie sogar 5,2% mehr Patienten-Austritte zu verzeichnen waren. Bei der Herkunft zeichnete sich eine leichte Verlagerung um rund 1% von den Kantonen BS und BL Richtung übrige Schweiz ab. 75% der Patientinnen/Patienten sind grundversichert, 25% zusatzversichert.

Der Staatsbeitrag von Basel-Stadt ohne Abschreibungen sank im Berichtsjahr gegenüber dem Vorjahr um 5.870 Mio auf 174.169 Mio Franken.

Die Einführung der DRG (Diagnosis Related Groups), d. h. die Abrechnung gemäss diagnosebezogenen Fallgruppen steht per 2012 unmittelbar bevor. Das Universitätsspital Basel bereitet sich seit längerem aktiv auf diese Umstellung vor und steht den Veränderungen positiv gegenüber. Die Systematik DRG erlaubt den Leistungsvergleich unter den Spitälern. Diesbezüglich nutzt das Universitätsspital Basel seine Möglichkeiten, um insbesondere die Qualität seiner Dienstleistungen transparent zu machen.

Vorreiterrolle in der Qualitätsberichterstattung

Das USB hat im Berichtsjahr 2010 seine anerkannte Vorreiterrolle bei der systematischen Veröffentlichung von Daten der Behandlungsqualität ein weiteres Mal offenbart. 2006 stellte das Universitätsspital Basel als erstes schweizerisches Spital sog. harte Eckdaten der Behandlungsergebnisse, insbesondere Falldaten und Todesfälle für wichtige Patientengruppen, im Internet dar. Damit wurde die sogenannte Expertensicht abgebildet. USB-Direktor Dr. Werner Kübler präsentierte an der Medienorientierung die neueste Innovation des USB im Rahmen der Qualitätsberichterstattung. Als erstes Schweizer Spital hat das Universitätsspital Basel im Jahr 2010 eine permanente Patientenbefragung entwickelt und umgesetzt, die eine differenzierte patientenseitige Bewertung der Spitalbehandlung für verschiedene Patientengruppen und für einzelne Organisationseinheiten und medizinische Disziplinen ausweist. Ab dem Umfragestart am 1. Juli wurden 2010 wurden von insgesamt 13'794 abgegebenen Fragebögen 6'194 zurückgeschickt, welche u. a. als Erkenntnis hervorbrachten: 95% der Auskunftspersonen beantworteten die Frage, ob sie bei derselben Behandlung wiederum das Universitätsspital Basel aufsuchen würden, mit „eindeutig ja“ oder „ich glaube ja“. Dieses Ergebnis ist zweifellos sehr erfreulich, die Befragungsresultate liefern aber auch Grundlagen für gezielte Verbesserungen, die den jeweiligen Patientengruppen zugute kommen. Denn bei diesem Beispiel haben auch 5% der Patientinnen und Patienten die Frage nach einer potentiellen Rückkehr ins Universitätsspital Basel bei gleicher Diagnose mit „eher nicht“ oder „eindeutig nicht“ beantwortet. Zwischen den Herkunftsregionen der Patientinnen/Patienten sowie zwischen einzelnen medizinischen Disziplinen schwanken die Beurteilungen signifikant, was konkrete Hinweise für einen differenzierten Handlungsbedarf liefert.

71.193'381. – Mio Franken Drittmittel von Med. Fakultät der Universität Basel eingeworben

Prof. Albert Urwyler, Dekan der medizinischen Fakultät der Universität Basel und Spitalleitungsmitglied des USB, dokumentierte an der Medienorientierung die Bedeutung des Universitätsspitals Basel in der Lehre und in der klinischen Forschung für den Life Sciences-Standort Basel im Cluster Industrie – Universität - Universitätsspital. Die Medizinische Fakultät der Universität Basel konnte im Jahr 2010 von der Life Sciences-Industrie 52.9 Mio, beim Schweiz. Nationalfonds 16 Mio und bei der EU 2.2 Mio Franken einwerben. Von diesen 71.2 Mio Franken floss ein grosser Teil in Forschungsprojekte des Universitätsspitals Basel. Wäre das USB nicht national und international wettbewerbsfähig, würden diese Gelder ausserhalb der Region Basel investiert, was die grosse Bedeutung des USB für den Life Sciences-Standort Basel eindrücklich beweist.

Für weitere Auskünfte wenden Sie sich bitte an
Andreas Bitterlin
Telefon +41 61 265 38 70
abitterlin@anti-clutteruhbs.ch Universitätsspital Basel
Hebelstrasse 32
CH-4031 Basel

Die Präsentation zum Jahresabschluss 2010

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