Inhalt - Stärkung der klinischen Forschung an Universität und Universitätsspital Basel – neue weibliche Doppelleitung

02. Dezember 2013

Stärkung der klinischen Forschung an Universität und Universitätsspital Basel – neue weibliche Doppelleitung

Das Departement Klinische Forschung an Universität und Universitätsspital Basel wird künftig deutlich gestärkt und erhält ein neues Konzept. Die Leitung des Departements übernehmen auf Anfang 2014 die Endokrinologin Prof. Mirjam Christ-Crain und die Klinische Pharmakologin Prof. Christiane Pauli-Magnus.

Prof. Christiane Pauli-Magnus und Prof. Mirjam Christ-Crain (rechts)

Die klinische Forschung ist eine der Hauptaufgaben eines Universitätsspitals. So hat auch das Universitätsspital Basel die Förderung der klinischen Forschung als eine prioritäre Aufgabe definiert. Neu wird das Departement Klinische Forschung (DKF) als gemeinsame Einrichtung des Universitätsspitals und der Medizinischen Fakultät der Universität Basel von zwei renommierten Forscherinnen geleitet. Prof. Mirjam Christ-Crain und Prof. Christiane Pauli-Magnus treten die Nachfolge von Prof. Richard Herrmann an, der pensioniert wird. Mit der weiblichen Doppelleitung wird eine moderne Führungsstruktur realisiert, mit der die Universität und das Universitätsspital Basel ein starkes Signal zur konsequenten Frauenförderung setzen.

Eine Endokrinologin mit drei Kindern …

Der Universitätsrat hat Prof. Mirjam Christ-Crain zur Professorin für klinische Forschung und Endokrinologie berufen. Christ-Crain übernimmt am DKF die wissenschaftliche Leitung und die Leitung Nachwuchsförderung mit klinischem Forschungsschwerpunkt. Sie ist Inhaberin einer SNF-Förderungsprofessur, seit 2009 leitende Ärztin und seit 2013 stellvertretende Chefärztin für Endokrinologie am Universitätsspital Basel. 1974 in Basel geboren, studierte sie in Basel und Wien Medizin bis zur Promotion 2000 über ein psychiatrisches Thema. Danach absolvierte sie bis 2006 ihre Weiterbildung im Fach Endokrinologie und forschte 2005 bis 2007 als Postdoktorandin am St. Bartholomew‘s Hospital in London. Ihre Arbeiten auf dem Gebiet der Stresshormone schloss sie 2008 mit einem PhD-Titel ab. 2007 habilitierte sie sich an der Universität Basel.

Christ-Crains Forschungsgebiet ist die Regulation und die Funktion von Stresshormonen in verschiedenen Akutsituationen mit Fokus auf Entzündung (am Beispiel von Pneumonie) und Störungen des Wasser- und Salzhaushalts. Ihre interdisziplinären Forschungsarbeiten wurden oft publiziert und mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, darunter 2009 mit dem Nationalen Latsis-Preis. Christ-Crain ist Bürgerin von Basel, verheiratet und Mutter von drei Kindern.

… und eine Klinische Pharmakologin mit vier Kindern

Prof. Christiane Pauli-Magnus ist leitende Ärztin und seit Ende 2007 Leiterin der Clinical Trial Unit am Universitätsspital Basel. Am DKF übernimmt sie die Leitung der Service-Plattform sowie die Aus- und Weiterbildung mit dem Aufbau eines eigenen methodischen Forschungsschwerpunkts. Sie wurde 1969 in Schwäbisch Gmünd (Deutschland) geboren und studierte Medizin an den Universitäten Heidelberg, Grenoble und Würzburg, wo sie 1996 promovierte. Sie erwarb den Facharzttitel in Klinischer Pharmakologie 2002 und die FMH-Anerkennung in Innerer Medizin 2008.

Im Bereich der klinischen Toxikologie und Hepatologie forschte sie zunächst in Stuttgart am Dr. Margarete Fischer-Bosch-Institut für Klinische Pharmakologie und anschliessend 2001/2002 als Postdoktorandin am Department of Biopharmaceutical Sciences an der University of California in San Francisco. 2004 habilitierte sie sich an der Universität Zürich. Seit 2006 ist Pauli-Magnus führend an der Entwicklung des Konzepts für die Clinical Trial Unit am Universitätsspital Basel beteiligt. Sie ist verheiratet und Mutter von vier Kindern.

Klinische Forschung als wichtiger Bereich

Die klinische Forschung als wichtiger Bereich innerhalb der Life Sciences wird laut der Strategie 2014 der Universität auf Exzellenz ausgerichtet und prioritär behandelt. Das Departement Klinische Forschung (DKF) soll in der klinischen und methodischen Forschungsleistung sowie in der Nachwuchsförderung, Aus- und Weiterbildung an die Spitze der universitären klinischen Forschungsinstitutionen in der Schweiz geführt werden. Dabei wird die Unterstützung vor allem für multizentrische und translationale Forschung ausgebaut. Weiter soll der wissenschaftliche Nachwuchs konsequent gefördert werden, etwa durch eine prominentere Verankerung der klinischen Forschung im Medizinstudium und durch Förderprogramme.

Weitere Artikel in dieser Kategorie
Beste Voraussetzungen für die Erfüllung des Kinderwunsc... 21.12.2017 17:15
Vorwürfe in der Basler Zeitung entkräftet 21.12.2017 16:45

Medienauskunftsstelle

Fusszeile