Inhalt - USB und KSBL unterzeichnen Kooperation in der Viszeralchirurgie

05. Januar 2017

USB und KSBL unterzeichnen Kooperation in der Viszeralchirurgie

Das Kantonsspital Baselland und das Universitätsspital Basel haben eine Vereinbarung zur Zusammenarbeit im Bereich der hochspezialisierten Viszeralchirurgie unterzeichnet. Zentrale Elemente der Kooperation sind die Schaffung von gemeinsamen spezialisierten Operationsteams und Behandlungsrichtlinien sowie die Aufteilung bestimmter Eingriffe auf die Standorte Basel und Liestal. Daher bewerben sich die beiden Spitäler gemeinsam für die Leistungsaufträge der komplexen hochspezialisierten Viszeralchirurgie.

Das Kantonsspital Baselland (KSBL) und das Universitätsspital Basel (USB) setzen einen Teil der an der Medienkonferenz vom 15. September 2016 bekannt gegebenen Beschlüsse der beiden Verwaltungsräte um. Ihre Absicht, in bestimmten Fachgebieten miteinander zu kooperieren, dokumentierten die beiden Spitäler am 1. September 2016 mit einer internen Rahmenvereinbarung. Gestützt darauf haben die beiden Spitäler nun eine intensivierte Zusammenarbeit im Bereich der hochspezialisierten Viszeralchirurgie beschlossen und formalisiert.

Die Kooperationsvereinbarung regelt die Zusammenarbeit und die Konzentration für alle chirurgischen Eingriffe der fünf als hochspezialisiert definierten Leistungen. Ziel ist es, den Eingriff Resektion des tiefen Rektums ausschliesslich in Liestal durchzuführen. Pankreasresektion, Oesophagusresektion, Leberresektion und komplexe bariatrische Operationen bei starkem Übergewicht erfolgen zukünftig im USB. Die Patientinnen und Patienten werden an beiden Standorten von gemeinsamen Spezialistenteams beider Spitäler nach standardisierten Richtlinien behandelt und umfassend betreut.

Gemeinsame Bewerbung

Auf der Grundlage der Vereinbarung haben das KSBL und das USB koordinierte Bewerbungsunterlagen für die Zuteilung der Leistungsaufträge der hochspezialisierten Medizin (HSM) im Bereich der Viszeralchirurgie eingereicht. Die beiden Spitäler beantragen dem HSM-Beschlussorgan eine gemeinsame Leistungszuteilung als Verbund. Aktuell verfügen sowohl das KSBL als auch das USB für alle fünf definierten Eingriffe der hochspezialisierten Viszeralchirurgie über Leistungsaufträge der hochspezialisierten Medizin.

Mit der gemeinsamen Bewerbung nehmen die beiden Spitäler auf freiwilliger Basis das vorweg, was in der HSM schweizweit vereinbart wurde: Aufwändige und komplexe Behandlungen sollen im Interesse der Qualitätssicherung und der Wirtschaftlichkeit an ausgewählten Zentren konzentriert werden. Gleichzeitig leisten die beiden Spitäler damit einen Beitrag an die Stärkung der Hochschulmedizin in der Region Basel, einem der drei übergeordneten Ziele der Spitalgruppe und der Gesundheitsregion beider Basel.

Die Regierungen der Kantone Basel-Stadt und Basel-Landschaft haben am 15. September 2016 an der gemeinsamen Medienkonferenz den Grundstein für die Gesundheitsregion beider Basel gelegt. Sie haben entschieden, dass sie ihre Spitalplanung künftig miteinander abstimmen, und bekräftigt, dass das USB und das KSBL in eine neue, gemeinsame Spitalgruppe zusammengeführt werden sollen. Die Zusammenarbeit in der Viszeralchirurgie ist einer von mehreren Mosaiksteinen auf dem Weg zu einer gemeinsamen Spitalgruppe.

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