Inhalt - Adventskalender

Adventstürchen


Wie schmeckt die Hoffnung? Wohin verschwindet sie denn immer wieder? Hat sie eine Farbe? Wie fühlt sie sich an? Kenne ich sie überhaupt? Oder gibt es sie gar nicht?
Inspirationen zu diesen Fragen finden Sie während 24 Tagen im „Anderen Adventskalender des USB“.  Rund um das Thema Hoffnung haben Mitarbeitende im USB sich an kleinen Gedichten in Form der „Elfchen“ ausprobiert. Mit nur Elf Wörtern folgen wir also der Hoffnungsspur, jeden Tag neu! Es gibt viel zu entdecken! Vielleicht haben Sie Lust, selbst ein Elfchen zu erfinden? Nur Mut!
Vor der Kapelle liegen Postkarten aus, die mit elf leeren Wortzeilen auf ihr Elfchen warten! Sie können diese Hoffnungsfunken und Hoffnungssuche hinaus in die Welt schicken oder auch in der Kapelle an die „Hoffnungspurschnur“ hängen.  Dort wird der Adventskalender ebenfalls aufgehängt und vielleicht noch viele, viele und Ihr Elfchen dazu!

Weihnachten ist im Grunde ein Fest der Hoffnung. An Weihnachten feiern wir auch, dass wir Menschen immer wieder neu anfangen dürfen und können, denn ein Baby kommt auf die Erde und mit ihm viele neue Möglichkeiten. Wir Menschen sind Geborene, das heisst die Lebensgeschichte des Neugeborenen verbindet sich mit den anderen Lebensgeschichten und lässt dadurch neue Muster entstehen. 
Die jüdische Philosophin Hannah Arendt  formuliert  diesen Gedanken der Natalität, also des Geborenseins als Grunddimension unseres Lebens in ihrem Buch „Vita activa“. Sie benutzt das Bild, dass jeder Neuankömmling neue Fäden in das Bezugsgewebe des Lebens einwebt.
Mit diesem Gedanken als Hintergrund ist dieses Baby in der Krippe nicht nur eine fromme Hoffnung, sondern jedes Baby in jedem Arm Zeugnis dieses wunderbaren Neuanfangs, in all seiner Verletzlichkeit und Brüchigkeit. Darüber hinaus ist es für uns als Christen auch die Zusage, dass Gott es immer wieder wagt mit uns neu anzufangen. Mit diesem kleinen Kind, in einem Stall in einer kleinen Stadt im Niemandsland.
Gott liebt kleine Anfänge.

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