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Mediencommuniqué vom 10.9.2010

Jubiläumsveranstaltung - 50 Jahre Basler-Studie

Am 12. September feiert die Basler-Studie ihr 50 (in Worten: fünfzig) jähriges Bestehen. Zum Jubiläum werden rund 700 Personen im Volkshaus zu einem kurzen Bericht der wichtigsten Resultate, zu einem kleinen Konzert und einem gemütlichen Apéro eingeladen. Auf Initiative von Prof. Leo K. Widmer und Prof. Georges Hartmann und mit der Unterstützung von Prof. Nissen und Prof. Staub wurde 1960 die Basler-Studie mit dem Ziel konzipiert, die arterielle Verschlusskrankheit zu erforschen und insbesondere die Häufigkeit von Risikofaktoren in einer Schweizer Bevölkerung zu bestimmen.
Gesunde Mitarbeiter der Basler chemischen und pharmazeutischen Industrie wurden zur Teilnahme eingeladen. Mit der aktiven Unterstützung durch die Werkärzte und die Geschäftsleitung der beteiligten Firmen gelang es in der ersten Studie rund 6'400 Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen für die Untersuchung zu interessieren.

Für die damalige Zeit erstmalig konnte so in einem grossen und repräsentativen Kollektiv von gesunden Arbeitenden die Häufigkeit und die Ausprägung der aus Untersuchungen aus den USA wie der Framingham - Studie bekannten Risikofaktoren Zigarettenrauchen, Hypertonie und Hyperlipidämie bestimmt werden. Erstmalig wurden so Daten über die periphere arterielle Verschlusskrankheit, d.h. über die Atherosklerose der Beinarterien erhoben. Die damals erhobenen Normwerte für Blutdruck und Blutfette in verschiedenen Altersklassen haben heute noch Gültigkeit.
Das große Interesse der Teilnehmer veranlasste die ursprünglich einmalig geplante Untersuchung in eine Langzeitstudie überzuführen und 1965 (Basler Studie II) und 1971 (Basler Studie III) zu wiederholen und mit weiteren Fragestellungen zu erweitern.

Die Ergebnisse der Basler-Studien I-III wurden in einer Publikation zusammengefaßt und 1981 unter dem Titel Venen-, Arterien-Krankheiten, koronare Herzkrankheit bei Berufstätigen publiziert. Jede Studie hatte ihre besondere Fragestellung. Während in der BS I 1960 das Hauptinteresse der Atherosklerose der grossen Arterien galt, wurde in der BS II 1965 die Fragestellung auf die koronare Herzkrankheit erweitert und - ebenfalls eine Pionieruntersuchung - auf die Venenkrankheiten ausgedehnt.
Die Folgeuntersuchung BS III 1971-73 erlaubte die Krankheitsentwicklung über den Beobachtungszeitraum für Arterien und Venen zu verfolgen und so neben der Prävalenz auch erstmals die Inzidenz der Gefässkrankheiten für die Schweiz zu ermitteln. Die Laboranalysen wurden 1971 durch Vitaminbestimmungen im Blut erweitert, was sich für die nachfolgenden Analysen als sehr wichtig erweisen wird.
Die anschliessenden Studien bauten auf den Teilnehmer und Teilnehmerinnen der BS III auf, da bei Ihnen am meisten Daten vorliegen.
Die Finanzierung der aufwendigen Untersuchungen erfolgt über den Schweizerischen Nationalfonds, diverse Stiftungen und zu einem namhaften Teil über die Firmen, deren Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen an der Studie teilnahmen.

Die unterschiedlichen Risiken zeigen, dass die verschiedenen Gefässsysteme verschieden auf Risikofaktoren wirken. Die Beinarterien sind besonders durch Diabetes und Rauchen, die Herzkranzarterien stärker durch Hypertonie und erhöhte Blutfette gefährdet.

Medienauskunftsstelle

Andreas Bitterlin

Leiter Unternehmenskommunikation
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