Inhalt - Nuklearmedizin

Nuklearmedizin

Fachgebiet und Aufgabenbereich

Wir befassen uns mit der funktionellen Bildgebung von Drüsen (endokrinen Organen) und der gezielten Therapie mit radioaktiven Stoffen. Unserer Abteilung obliegt die Fachverantwortung für alle nuklearmedizinischen Untersuchungen und Behandlungen. Wir bieten sämtliche etablierten nuklearmedizinischen Funktionsuntersuchungen an, vornehmlich zu Stoffwechselvorgängen und Durchblutungsverhältnissen der Knochen, der Schilddrüse, des Herzens und zahlreicher weiterer Organe. Gerade bei Tumorerkrankungen verbessert die Nuklearmedizin die konventionelle Diagnostik entscheidend. In der Therapie behandeln wir Erkrankungen mit Radionukliden, z. B. Schilddrüsenerkrankungen durch radioaktives Jod. Zusammen mit der Abteilung Endokrinologie, Diabetologie & Metabolismus des Universitätsspitals Basel betreiben wir die interdisziplinäre Schilddrüsenambulanz zur Diagnostik und Therapie von Schilddrüsenerkrankungen einschliesslich von Schilddrüsentumoren.
Unsere Abteilung hat sich auf die nuklearmedizinische Behandlung von neuroendokrinen Tumoren spezialisiert und findet in diesem Bereich weltweite Anerkennung. Sie hat sich als Zentrum für nuklearmedizinische Therapien der Schweiz etabliert.
Für unsere Patienten und Patientinnen steht uns eine eigene Bettenstation mit sieben Betten zur Verfügung.
Unser Team besteht aus 10 Ärzten, 14 Fachpersonen für medizinisch-technische Radiologie (MTRAs), 3 Pflegefachleuten und 6 administrativen Mitarbeiterinnen.

Verfahren

Unser Untersuchungsspektrum reicht von der Szintigrafie bis hin zur Fusionsbildgebung im Schnittbildverfahren. Die Fusion der nuklearmedizinischen Szintigramme mit den morphologischen Bildern der Computertomografie (CT) erfolgt in einem Untersuchungsgang. Für sämtliche Untersuchungen stehen uns modernste nuklearmedizinischen Geräte inkl. SPECT/CT (Single Photon Emission Computed Tomography) und PET/CT (Positronen-Emissions-Tomografie) zur Verfügung.
Die für die Diagnostik und Therapie verwendeten radioaktiven Substanzen werden in minimalen Mengen und ganz gezielt eingesetzt. Sie reichern sich primär im erkrankten Organ an und beeinflussen das gesunde Gewebe kaum.

Forschung und Lehre

Unser Forschungsschwerpunkt liegt auf der Weiterentwicklung der Behandlung neuroendokriner Tumore mit radioaktiven Peptiden und auf der Entwicklung neuer Substanzen zur Früherkennung und zur Therapie von Erkrankungen. Wir bieten Vorlesungen und Kurse innerhalb der universitären Lehre (Humanmedizin) an. Zudem sind wir für die Weiterbildung von Ärzten und MTRAS in unserem Fachgebiet verantwortlich und als Weiterbildungsstätte der Kategorie A nach schweizerischer Weiterbildungsordnung zur Weiterbildung zum Facharzt für Nuklearmedizin ermächtigt.

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