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Forschungsschwerpunkte der Abteilung für Nuklearmedizin

In der Forschung sind wir dafür bekannt, neue Entwicklungen in der Radiopharmazie zum Nutzen unserer Patientinnen und Patienten rasch in die klinische Routine zu übernehmen.

Unser Forschungsschwerpunkt liegt auf der Weiterentwicklung der Diagnostik und der Behandlung von neuroendokrinen Tumoren mit radioaktiven Peptiden und auf der Entwicklung neuer Substanzen zur Früherkennung und Therapie von Erkrankungen:

In den letzten 10 Jahren hat die Abteilung für Radiopharmazeutische Chemie in Zusammenarbeit mit uns mehrere 68Ga-markierte Tracer für die PET- (Positronen-Emissions-Tomografie) bzw. PET/CT- (Kombination von PET und Computertomografie) Bildgebung entwickelt und im Patienten evaluiert. Zwei am Universitätsspital Basel entwickelte Tracer, 68Ga-DOTATOC und 68Ga-DOTANOC, sind heute weltweit etablierte PET-Tracer und wurden zum Standard in der Bildgebung von neuroendokrinen Tumoren. Die Entwicklung von neuen 68Ga-basierten PET-Tracern hat grosses Potenzial insbesondere in der klinischen Tumordiagnostik und stärkt damit den universitären Schwerpunkt Onkologie.

Die spezifische Bindung von radioaktiven Substanzen an molekulare Zielstrukturen kann auch therapeutisch genutzt werden. Die Radiopharmazeutische Chemie am Universitätsspital Basel hat diese Möglichkeit als eine der ersten Institutionen weltweit erkannt und diverse therapeutisch wirksame Radiotracer entwickelt und zusammen mit der Nuklearmedizin in den letzten 15 Jahren evaluiert. Unsere erfolgreichste Entwicklung war 90Y-DOTATOC/177Lu-DOTATOC. Die 90Y-DOTATOC/177Lu-DOTATOC-Therapie ist heute die Standardtherapie von Patienten mit neuroendokrinen Tumoren. Aufgrund unserer Pionierrolle und der einzigartigen Stellung der 90Y-DOTATOC/177Lu-DOTATOC-Therapie ist dieses Leistungssegment bereits seit 2010 als spitzenmedizinischer Schwerpunkt des Universitätsspitals anerkannt.

Aktuell planen wir klinische Studien, um Bildgebung und Therapie von Patienten mit neuroendokrinen Tumoren weiter zu verbessern.

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