Inhalt - Grenzbewusst in der CT

Medienberichte aus der Radiologie und Nuklearmedizin

16. Oktober 2017

Grenzbewusst in der CT

«AuntMinnie» Eine Basler Studie zur Strahlendosis in der Computertomografie zeigt, dass Overscanning (CT-Länge – z. B. von der Lungenspitze bis zum Lungenende – über den anatomisch notwendigen Bereich hinaus) die Strahlendosis in der Thorax-CT unnötig erhöhen kann. Das radiologische Fachforum AuntMinnie hat die Autorin anlässlich der Journées Francophones de Radiologie interviewt.

Dr. Fides Schwartz

Wenn die Scanlänge nicht sorgfältig optimiert werde, so äussert sich Dr. Fides Schwartz gegenüber AuntMinnie, so werde auch der technische Fortschritt bei der Dosisreduktion suboptimal genutzt. Die Assistenzärztin am Universitätsspital Basel hat in einer retrospektiven Vergleichsstudie zur Strahlendosis der Computertomografie des Thorax 250 CT-Serien des Dosisregisters Nordwestschweiz miteinander verglichen.
Ihre Resultate, die Schwartz an den Journées Francophones de Radiologie in Paris vorstellte, legen nahe, dass durch eine möglichst exakte Einstellung der Scangrenzen eine unnötig hohe Strahlendosis der Patienten vermieden werden kann. Dazu kann ein zweites Planungsbild hilfreich sein. .
Schwartz unterstrich in Paris zudem die Wichtigkeit der gezielten Schulung von MTRAs und Radiologen – um zu optimalen Dosiswerten für Patientinnen und Patienten zu gelangen.
Am Universitätsspital Basel werden für die Computertomografie des Thorax standardmässig zwei Planungsbilder angefertigt. Die durchschnittlichen Dosiswerte der Thorax-CT liegen in Basel unter dem Durchschnitt der Schweiz.

» zum Artikel «Overscanning leads to higher radiation doses» im radiologischen Fachforum AuntMinnie vom 16.10.2017  (PDF)
 

Nähere Informationen zu unserem Strahlenschutz, der auf die höchstmögliche Sicherheit für Patientinnen und Patienten zielt, finden Sie:

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