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Hormon-Sprechstunde

Die Menstruation unterliegt einer hormonellen Steuerung. Sogenannte endokrine Drüsen schütten im Körper zum richtigen Zeitpunkt bestimmte Hormone aus.

Obwohl der Menstruationszyklus hormonell fein reguliert ist, treten oft Störungen auf, welche jeweils mit einer sehr unterschiedlichen Symptomatik einhergehen. In der Gynäkologischen Endokrinologie sind wir darauf spezialisiert, Hormonerkrankungen der Frau zu untersuchen, die Ursachen für Störungen zu diagnostizieren und eine geeignete Therapie einzuleiten.

Störungen im Menstruationszyklus

Störungen in der Regelmässigkeit der Periodenblutungen können auf Erkrankungen hindeuten. Auch Änderungen in der Intensität der Periodenblutung können ein Warnzeichen für eine Erkrankung sein. Eine eingehende Befragung und körperliche Untersuchungen mittels Ultraschall und Hormonbestimmung sind hilfreich und meistens ausreichend, um eine passende Diagnose zu stellen. Für seltenere Störungen stehen weitere Möglichkeiten zur Verfügung.

Bei der Therapie von Störungen in Menstruationszyklen ist zudem oftmals ein multidisziplinärer Ansatz wichtig, welcher in einem Universitätsspital gewährleistet  ist.

PCO-Syndrom

Das Syndrom der polyzystischen Ovarien (PCOS) ist die häufigste Hormonerkrankung der Frau. Sie ist durch eine vermehrte Wirkung von männlichen Geschlechtshormonen (Testosteron) gekennzeichnet, welche zu Störungen in der Reifung von Eibläschen führt. Im Ultraschallbild sind die Eierstöcke deutlich vergrössert. Sie enthalten eine Vielzahl unreifer Eibläschen, welche in einer dicken Bindegewebsschicht eingebettet sind. 

Die Klinik für Gynäkologische Endokrinologie verfügt über eine langjährige Erfahrung mit der Diagnose und Therapie des PCO-Syndroms, beispielsweise wenn ein Kinderwunsch vorliegt oder Merkmale wie vermehrter Haarwuchs oder Störungen im Menstruationszyklus einschränkend wirken.

Wechseljahre (Menopause)

Teilweise bereits vor der Menopause, jedoch spätestens ab der Menopause produzieren die Eierstöcke der Frau keine weibliche Geschlechtshormone mehr (Östrogene). Das Fehlen der Östrogenwirkung verursacht bei einigen Frauen eine drastische Abnahme der Lebensqualität und der Leistungsfähigkeit, oftmals gekoppelt mit überaus belastenden Symptomen wie Hitzewallungen, Schlafstörungen und Stimmungsschwankungen. Selten entwickeln Frauen als Folge des chronischen Östrogenmangels ein Weichteilrheuma, andere wiederum eine Osteoporose. Für die Auswirkungen der Wechseljahre bieten wir wirksame und risikoarme Therapien an.

Vorzeitige Menopause

Das Auftreten eines Versagens der Eierstockfunktion vor dem 40. Lebensjahr  wird mit dem Begriff «Vorzeitige Menopause» oder «Klimakterium Praecox» bezeichnet und trifft etwa 1% der Frauen im fortpflanzungsfähigen Alter. In dieser Situation sind die Chancen auf ein eigenes Kind sehr gering. Der frühzeitige Verlust der Fähigkeit, im Eierstock Hormone zu produzieren, stellt zudem ein langfristiges Gesundheitsrisiko dar. Deshalb sind eine korrekte Diagnosestellung und eine langfristige medizinische Begleitung wichtig.

Gelegentlich tritt ein vorzeitiger Verlust der Eierstockfunktion als Folge einer medizinischen Behandlung auf, besonders nach einer Chemotherapie im Rahmen einer Krebsbehandlung. Auch in diesem Fall ist eine gute Betreuung, idealerweise noch vor Beginn der Krebsbehandlung, empfehlenswert.

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