Karriereblog des Universitätsspitals Basel
19. November 2020

Fünf Fragen an Isabelle Gisler

Isabelle Gisler begann ihren Berufsweg als diplomierte Pflegefachfrau DN II auf der chirurgischen Akutstation am damaligen Kantonsspital Basel und erwarb anschliessend das Diplom Pflegeexpertin Anästhesie NDS HF. Danach übernahm sie am Zieglerspital in Bern die Leitung der Anästhesiepflege. Nach einem Jahr Auslandsaufenthalt am Universitair Medisch Centrum Utrecht/ NL zog es sie zurück an das Universitätsspital Basel. Berufsbegleitend hat sich Isabelle Gisler an der Berner Fachhochschule weitergebildet und erwarb nach Absolvierung mehrerer CAS (unter anderem Projektmanagement und Betriebsführung für Gesundheitsfachleute) einen Executive MBA in Leadership und Management. Sie war bis 2017 Teamleiterin Herz- Thorax-Urologie in der Anästhesiepflege des Universitätsspitals Basel, dann bis 2020 Fachbereichsleiterin Pflege Chirurgie. Seit dem 1. August 2020 amtiert sie als Pflegedirektorin/Chief Nursing Officer. Dieser Funktion wird im Rahmen der Organisation 2021+ eine noch zentralere Rolle zukommen als bisher.

 

Was reizt Sie an Ihrer neuen Aufgabe?

Ich freue mich darauf, etwas Neues mitgestalten zu können. Es ist mir vor allem wichtig, dass sich die Pflege- und MTT-Berufe weiterentwickeln können, einerseits im jeweiligen Berufsbild und andererseits auch auf der wissenschaftlichen Ebene. Ich verspreche mir viel von der neuen Organisationsform für diese wichtigen Anliegen. In der Spitalleitung will ich die Bedürfnisse und Wünsche der Pflege/ MTT vertreten, vor allem aber auch noch mehr zeigen, was das Ressort Pflege/MTT leisten kann, wo seine Stärken liegen.

Wird sich jetzt etwas im Ressort Pflege/MTT ändern?

Mit der neuen Organisationsstruktur wird sich viel für das ganze Spital ändern und ich finde es schön, hier von Anfang an mit von der Partie sein zu können. Die Umstellung auf ein Trio in der Spitalleitung, welches das Kerngeschäft direkt führt, wird die Spitalleitung noch näher an die Mitarbeitenden bringen. Der Pflege/MTT wird es so möglich, eine noch bessere Sichtbarkeit all ihrer Leistungen und Facetten auszuweisen.

Wo liegen die grossen Herausforderungen im Bereich Pflege/MTT?

Es hat sich viel getan in den letzten Jahren, aber wir können an manchen Orten noch daran arbeiten, dass die Pflege- und MTT-Berufe wirklich von allen als Partner auf Augenhöhe wahrgenommen werden. Die Pflege könnte sich selber noch mehr emanzipieren und ihr grosses Know-how noch aktiver anbieten. Ich denke, es liegt nach wie vor einiges an Potenzial brach, was das Spital für sich nutzen kann. Die unterschiedlichen Berufsgruppen sollten sich nicht als Konkurrenten sehen, sondern gemeinsam den partnerschaftlichen Gedanken dieser Organisation entwickeln. Das ist ja die fundamentale Idee hinter der Führung in interprofessionellen, gleichberechtigten Dreier-Teams: dass wir die Stärken jedes Einzelnen für das Ganze nutzbar machen.

Wo wollen Sie die Schwerpunkte setzen?

In den nächsten Wochen und Monaten geht es um den Change-Prozess im Rahmen der Organisationsentwicklung. Dabei müssen wir vor allem Stabilität bieten und parallel dazu das hohe Niveau in der Patientenversorgung halten. Aus der Perspektive der Pflege und der Pflegewissenschaft muss das Ziel sein, praxisnahe Projekte zu entwickeln und im Sinne einer personenzentrierten Patientenversorgung umzusetzen.

Wird Ihnen etwas fehlen an Ihrer bisherigen Aufgabe?

Wenn man den Job wechselt, dann muss man viele Dinge abgeben, die man mag. Das ist eigentlich immer so. Ich habe mit vielen tollen Leuten zusammenarbeiten können, aber bei diesem Stellenwechsel ist das Positive: Diese Menschen verschwinden ja nicht. Im Gegenteil, das Team, mit dem ich zusammenarbeiten darf, wird grösser. Ich empfinde das generell als grosse Bereicherung, wenn man längere Zeit hier am Haus arbeitet, hier sozusagen grossgeworden ist: Man lernt immer mehr Menschen kennen, denen man im Laufe der Jahre in diversen Funktionen wiederbegegnet.

 
 

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