Blog des Universitätsspitals Basel
11. décembre 2019

100 Tage als FaGe-Lernende

Lotta Geisenhainer hat im August am Universitätsspital Basel ihre Ausbildung zur Fachfrau Gesundheit begonnen. Wir wollten von ihr nach den ersten 100 Tagen wissen, was sie bereits erlebt hat und wie ihr der Einstieg ins Berufsleben gelungen ist.

 

Liebe Lotta, in 100 Tagen hast du zahlreiche neue Erfahrungen und Eindrücke gemacht: Welches war dein Lieblingsmoment?
Einmal durfte ich bei einer Knochenmarkbiopsie dabei sein – das war super spannend! Das ist ein Vorteil von grossen Spitälern: Man hat die Möglichkeit, viele verschiedene spannende Einblicke zu kriegen. Zu meinen Lieblingsmomenten gehören aber auch all die Situationen, in denen mir Patientinnen und Patienten direkt ihre Dankbarkeit für meine Unterstützung ausgedrückt haben. Das berührt und motiviert mich sehr in meiner Arbeit.

In der Schweiz hast du die Wahl zwischen mehr als 250 Lehrberufen – warum hast du dich gerade für die Lehre zur Fachfrau Gesundheit entschieden?
Vor ein paar Jahren bin ich selber im Spital gelegen und wurde damals von den Pflegefachpersonen wundervoll behandelt. Das hat mich inspiriert selber auch eine Ausbildung in der Pflege zu machen. Nachdem ich dann drei Monate lang ein Pflegepraktikum absolviert habe war für mich klar: Hier sehe ich mich in Zukunft!

Kannst du dich noch an deinen ersten Tag hier bei uns erinnern?
Ich weiss noch, dass ich zu Beginn sehr scheu war und mir das Spital unglaublich riesig vorkam. Aber ich bin vom ersten Moment an super von meinem Team aufgenommen worden, so dass ich mich sehr schnell wohlfühlte. Besonders gefällt mir auch, dass hier bei uns auf der Station flache Hierarchien herrschen.

Was war die grösste Umstellung für dich von der Schule ins Berufsleben?
Da ich im Fricktal wohne und jeden Morgen ans USB pendle, muss ich sehr früh aufstehen. Das war eine grosse Umstellung für mich. Meist schlafe ich dann im Zug noch ein bisschen weiter und versuche dann mit einem Kaffee oder Energy Drink richtig wach zu werden. Um Punkt 7 Uhr muss ich mich nämlich bereits für den Rapport einlesen, der bei uns jeweils um 7.10 Uhr beginnt.

Das ist tatsächlich sehr früh.  Was passiert denn beim Rapport?
Der Rapport findet immer gleich beim Schichtwechsel statt. Dabei werden alle über die neusten Entwicklungen und anstehenden Aufgaben aufgeklärt und informiert. Für mich geht es danach gemeinsam mit einer diplomierten Pflegefachperson weiter auf den morgendlichen Rundgang. Dort frage ich die Patientinnen und Patienten jeweils nach ihrem Befinden und schaue, dass das Zimmer ordentlich und ansprechend aufgeräumt ist.

Und welche Aufgaben erledigst du sonst noch in deinem Alltag als angehende FaGe?
Während ich zu Beginn vor allem mit Pflegefachpersonen mitgelaufen bin und beobachtet habe, darf ich jetzt immer wie mehr selber Aufgaben übernehmen. Ich bin für das Nachfüllen des Materials zuständig und helfe bei der Körperpflege der Patientinnen und Patienten.

Bist du in diesen ersten Wochen auch bereits einmal an deine Grenzen gekommen?
Nein, an meine Grenzen gekommen bin ich nicht. Ich habe aber gemerkt, dass so eine Ausbildung auch ein wenig Geduld braucht. Am liebsten hätte ich von Beginn an gleich alle Aufgaben und Verantwortung übernommen, aber dafür muss ich zuerst üben und Routine erlangen. Während ich anfangs nur kleinere Aufgaben erledigen durfte, darf ich mittlerweile schon die Körperpflege machen. Natürlich freue ich mich bereits jetzt, wenn ich weiter dazulerne und noch mehr Verantwortung übernehmen kann.

Was findest du bis anhin das Spannendste in deiner Ausbildung zur FaGe?
Ich finde es super spannend, den Verlauf von Patientinnen und Patienten mitbeobachten zu können. Besonders toll ist es dann natürlich, wenn jemand sich wieder vollständig erholt und gesund aus dem Spital entlassen werden kann. Für solche Momente zahlt sich dann auch das täglich sehr frühe Aufstehen aus.

 

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