Inhalt - Patientengeschichte

Wie Herbert seinen Rhythmus wiederfand

«Ich bin immer davon ausgegangen, dass es gut kommt.»

Juli 2015: Der 69-jährige Zehnkämpfer Herbert M. trainiert für die Teilnahme an der Senioren-WM «World Masters Athletics Championships». Während der Trainingsphase wird ihm immer wieder schwindlig. Das Herz rast, der Puls ist hoch – die Leistung nimmt ab. Der Facharzt, ein Kardiologe, bestätigt: Es ist das Herz. Zur Behandlung wird Herbert M. ans Herzzentrum des Universitätsspitals Basel überwiesen. Dort sorgen unsere Experten dafür, dass der sportliche Senior wieder zu seinem gewohnten Rhythmus zurückfindet und wie geplant an der WM im australischen Perth teilnehmen kann.

  • Die Geschichte von Herbert

    Oktober 2016 in einem Leichtathletikstadion in Perth: Vor Herbert M. liegt eine 80 Meter lange Bahn mit Hürden. Als der Startschuss fällt, rennt er los und nimmt Hürde um Hürde. In einer Zeit von 15,38 Sekunden überquert er die Ziellinie – und gewinnt den Hürdenwettkampf an der Senioren-Leichtathletik-WM in Australien. Diesen Sieg in Down Under verdankt der 71-Jährige aus Münchenstein unter anderem dem Herzzentrum des Universitätsspitals Basel: Nach der Diagnose Herzrhythmusstörung wurde hier der Eingriff vorgenommen, durch welchen Herbert M. zu seinem gewohnten Rhythmus zurückgefunden hat.

    Rückblende: Im Juli 2015 wird Herbert M. beim Training immer wieder schwindlig, sein Herz rast und die Leistung nimmt ab. Als er dann in den Ferien sogar bei einem leichten Spaziergang unter Schwächeanfällen leidet, wendet er sich an seinen Hausarzt. Nach weiteren Abklärungen bei einem Kardiologen wird Herbert M. ans Herzzentrum des Universitätsspitals Basel überwiesen. Diagnose: Eine bestimmte Art von Herzrhythmusstörung, welche entweder medikamentös oder mit einem Eingriff behandelt werden kann. Herbert M. entscheidet sich für die sogenannte Katheterablation. Der Eingriff ist heutzutage Routine und auch bei Herbert M. gut verlaufen. Er konnte wie geplant an der WM in Perth teilnehmen und als Sieger zurückkehren.

  • Das Expertengespräch mit PD Dr. Michael Kühne

    Es gibt verschiedene Formen von Herzrhythmusstörungen. Die von Herbert M. ist glücklicherweise ungefährlich, aber für den aktiven Leichtathletiker sehr unangenehm. Damit das Pulsrasen ihn nicht weiter beim Sport einschränken konnte, fiel die Behandlungswahl auf eine sogenannte Katheterablation. Bei diesem Eingriff wird die Stelle, welche die Herzrhythmusstörung verursacht, verödet – und die Beschwerden werden somit eliminiert.

  • «Jetzt ist eigentlich alles wieder wie vorher:
    Ich bin wieder im Rhythmus
    und mein Herz ist es auch.»

    Herbert M.

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