Augenheilkunde

Augenheilkunde

Im Innovations-Focus Augenheilkunde steht das menschliche Auge und die Augengesundheit im Zentrum. Wir etablieren effiziente Methoden für die Behandlung von Augenerkrankungen und entwickeln neue Therapien für derzeit nicht behandelbare ophthalmologische Erkrankungen.

Dies geschieht Hand in Hand mit dem 2018 gegründeten Institut für Molekulare und Klinische Ophthalmologie Basel (IOB). Ziel dieser Kooperation ist der Wissenstransfer zwischen Forschung und Klinik, um den heute ungedeckten medizinischen Bedarf zu adressieren. Der Schwerpunkt liegt dabei auf der Entwicklung neuer Therapien für Netzhauterkrankungen, die für dreiviertel der Erblindungen in Europa verantwortlich sind. Die Etablierung einer modernen, ambulanten Tagesklinik erlaubt innovative Forschungsergebnisse in die klinische Routine zu übersetzen und damit die Gesamtqualität der Versorgung von Patienten mit Netzhauterkrankungen zu verbessern.

Leitung

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Prof. Hendrik P.N. Scholl

Chefarzt und Gesamtleiter der Klinik

Augenklinik

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Prof. Christian Prünte

Klinischer Chefarzt

Augenklinik

Die digitale Visualisierung durch digitale Heads-up Mikroskope während einer Operation bietet eine Erhöhung der Sicherheit von intraokularen Eingriffen. Das System kann für die Katarakt-, Glaukom- und vitreoretinale Chirurgie eingesetzt werden.

 

Das digitale Mikroskop ermöglicht die Überlagerung von Patienteninformationen und OP-Einstellungen mit dem aktiven Operationsbild, ohne die Sicht der Chirurgin oder des Chirurgen auf das Auge zu blockieren. Daher ist das System auch ein ideales Lehrinstrument.

 

Die intraoperative OCT ist besonders wichtig für die subretinale Verabreichung von Gentherapieprodukten, wie LuxturnaTM. Seit 2020 ist die Augenklinik Basel als Kompetenzzentrum für die hochspezialisierte LuxturnaTM-Therapie akkreditiert, die erste zugelassene Gentherapie am Auge.

 

Unser Ziel ist es daher, dieses neue System für die vitreoretinale Chirurgie routinemässig anzuwenden. Dabei sollen neue automatisierte und kontrollierte chirurgische Techniken entwickelt werden, um diese für ausgewählte chirurgische Eingriffe, wie die subretinale Verabreichung von Gentherapieprodukten, einzusetzen. Dazu gehört eine OCT-gesteuerte automatisierte Handhabung von chirurgischen Instrumenten in Echtzeit, welche die Chirurgin oder den Chirurgen dabei unterstützt, unnötige Gewebeschäden zu vermeiden und gleichzeitig die Effizienz von komplexen Eingriffen, wie Mehrfachinjektionen an verschiedenen Stellen, zu erhöhen.

Im Februar 2020 wurde die Augenklinik Basel durch Swiss Medic als einziges und exklusives Gentherapiezentrum für LuxturnaÔ in der Schweiz ausgewählt und ist mittlerweile vollständig zertifiziert.

 

Das Ziel ist es nun, die Behandlungsmöglichkeiten mit LuxturnaTM auszubauen und die ersten klinischen Studien für weitere Gentherapien vorzubereiten, um in Basel Schritt für Schritt ein nationales Gentherapiezentrum für Ophthalmologie weiter zu etablieren.

 

Die Augenklinik nimmt derzeit teil an der LUMEOS-Studie, eine Phase-3-Studie, in die jetzt Teilnehmer ab 3 Jahren aufgenommen werden, um ein innovatives Gentherapieprodukt für X-chromosomale Retinitis pigmentosa zu untersuchen.

 

In der Zwischenzeit haben wir in Basel die grösste Klinik für erbliche Augenkrankheiten in der Schweiz aufgebaut und entwickeln Gentests für Patient*innen mit erblichen Netzhautkrankheiten, wobei wir die neueste Technologie des Exom-Screenings und neue Analysetools zur Identifizierung von Krankheitsgenen einsetzen.

Bislang liegen medizinische Daten oft in Papierform vor. Das ist umständlich, kostspielig und kann zu Behandlungsfehlern führen. Aus diesem Grund hat die Augenklinik den Sprung in die Digitalisierung bereits vollzogen, um die Arbeitsabläufe zu verbessern und die Wartezeiten der Patient*innen zu verkürzen.

 

Die Augenklinik baut derzeit mediSIGHT als elektronisches Patientendatensystem aus. mediSIGHT ist ausschliesslich und speziell für die Augenheilkunde konzipiert und enthält Funktionen und Vorteile, welche die Ausübung der Augenheilkunde erleichtern. Es bietet klinische Module, die von praktizierenden Augenärzt*innen entwickelt und getestet wurden. Klinische Zusammenfassungen zeigen die relevante Anamnese auf einen Blick und reduzieren so Fehler, um eine optimale und qualitativ hochstehende Behandlung der Patient*innen sicherzustellen.