Regenerative Chirurgie

Regenerative Chirurgie

Im Innovations-Focus Regenerative Chirurgie geht es darum, die Struktur und Funktion von Geweben wiederherzustellen, die durch Verletzungen, Krankheiten oder Alterungsprozesse verloren gegangen sind. Mit innovativen Behandlungsstrategien möchten wir die Mobilität unserer Patientinnen und Patienten dauerhaft erhalten und ihre Lebensqualität erhöhen.

 

Wir züchten Gewebe und setzen innovative Techniken wie 3D-Druck und virtuelle Operationsplanung ein, um individuell auf die Patientinnen und Patienten zugeschnittene Therapien anbieten zu können. Einerseits möchten wir die klinischen Resultate, die mit heutigen Methoden möglich sind, weiter verbessern. Andererseits möchten wir aber auch Erkrankungen behandeln, die wir bisher nicht heilen können, unter anderem die Arthrose.

Zurzeit arbeiten wir zum Beispiel an der Züchtung von Knorpel, den wir bei Knie-Arthrosen einsetzen wollen. Dafür gibt es noch keine allgemein anerkannte Behandlungsstrategie. Ein anderes Beispiel unserer Arbeit: Bei der Rekonstruktion von Knochen setzen wir virtuelle Operationsplanung und bildgebende Technologien ein und drucken individuell angepasste Implantate im 3D-Drucker. Da viele Menschen unter Rückenschmerzen leiden, steht auch die Regeneration von Bandscheiben mithilfe von gezüchteten Zellen im Focus.

In einem neuartigen Ansatz möchten wir aus nasalen Knorpelzellen gezüchtetes knorpelähnliches Material in degenerierte (altersbedingt abgenutzte) Bandscheiben injizieren. Somit möchten wir die Funktion der Bandscheiben wiederherstellen und eine Operation und möglicherweise notwendige Versteifung der Wirbel verhindern oder hinauszögern. Die Forschung befindet sich derzeit noch in der präklinischen Phase im Labor.

Eine klinische Studie ist für ca. 2025 geplant.

 

Weitere Informationen über die Forschung finden Sie hier 

Für klinische Informationen kontaktieren Sie bitte:

MehrkensA
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MehrkensA

PD Dr. Arne Mehrkens

Leitender Arzt

Spinale Chirurgie

Grössere Knochendefekte werden normalerweise mit körpereigenem Knochen behandelt, der von anderen Körperstellen (zum Beispiel Wadenbein) entnommen wird. Bei unserem Ansatz werden Stammzellen aus körpereigenem Fettgewebe isoliert und auf Knochenersatzmaterial aufgebracht. Dieses wird unter die Haut implantiert und bildet dort einen normalen Knochen, welcher dann für die Rekonstruktion verwendet werden kann.

Eine klinische Studie ist für 2024 geplant.

 

Weitere Informationen über die Forschung finden Sie hier und hier.

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Dr. Tarek Ismail

Oberarzt

Plastische, Rekonstruktive, Ästhetische u.Handchirurgie

Mikrochirurgische Rekonstruktionen, Rekonstruktive Gesichtschirurgie inkl. Gesichtslähmung

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JaquieryC
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JaquieryC

Prof. Claude Jaquiery

Leitender Arzt / Chefarzt Stv.

Mund-, Kiefer-und Gesichtschirurgie

Zentrum für muskuloskelettale Infektionen (ZMSI)

Im Bereich der rekonstruktiven und regenerativen Chirurgie (beispielsweise zur Wiederherstellung nach Unfällen oder Tumoren im Mund-, Kiefer- und Gesichtsbereich, bei Defekten des Schädeldaches und in anderen Körperregionen), ist die gesunde menschliche Anatomie die beste Blaupause für unsere 3D-Operations-Planung, innovative Operationsverfahren und die Herstellung von patientenspezifischen Hochleistungsimplantaten (aus PEEK, Titan oder zum Beispiel 3D-gedruckten, resorbierbaren Knochenersatzmaterialien bis hin zu Bioprinting-Verfahren). 

 

Mit intelligenten Implantaten können wir einen Schritt weiter in die Zukunft gehen. Smarte Implantate sind personalisierte Bio-Implantate, die sich durch massgeschneiderte Formen, spezielle Funktionen wie Sensorik oder Formgedächtnis in Kombination mit flexiblen und langlebigen Biomaterialien auszeichnen. Idealerweise werden smarte Implantate schnell und kosteneffizient am Point-of-Care (am Spital) hergestellt, wie wir es zum Teil bereits im 3D Print Lab des Universitätsspitals Basel tun.

Erste klinische Studien sind ab 2022/2023 geplant. 

 

Weitere Informationen über die Forschung finden Sie hier

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ThieringerF
ThieringerF
ThieringerF

Prof. Dr. mult. Florian M. Thieringer

Chefarzt

Mund-, Kiefer-und Gesichtschirurgie

Knorpeldefekte und die daraus entstehenden Arthrosen sind die häufigsten Ursachen für Schmerzen und eine eingeschränkte Mobilität, die alltägliche Verrichtungen erschwert und die Lebensqualität der Betroffenen signifikant vermindert. Eine neuartige, auf körpereigenen Nasenknorpelzellen basierende Therapie könnte hier nicht nur die Symptome lindern, sondern auch eine Entstehung der Arthrose und Fortschreiten der Krankheit verlangsamen oder verhindern.

Für die Behandlung wird den Patientinnen und Patienten unter Lokalanästhesie eine kleine Knorpelprobe aus der Nase entnommen. Die Zellen werden isoliert, vermehrt und auf eine Membran aufgebracht. Nach etwa fünf Wochen haben sich daraus zwei Knorpelgewebe von bis zu 20 cm2 entwickelt. Diese werden den Betroffenen in den Defekt implantiert, um die erkrankten Bereiche mit dem neuen Knorpel abzudecken. Nach der Operation werden weitere Nachuntersuchungen bis zu zwei Jahre postoperative durchgeführt, bei denen der Heilungsprozess analysiert wird. 

 

Zurzeit werden folgende klinische Studien und Behandlungen am Universitätsspital Basel durchgeführt:

  • Patellofemorale Arthrose (Kniescheibenarthrose)
  • Grosse Knorpeldefekte im Kniegelenk ohne fortgeschrittene Arthrose (Defekte > 4 cm2 im Kniegelenk) 
  • Wiederkehrender symptomatischer Knorpeldefekt im Kniegelenk (nach chirurgischer Erstbehandlung mit zum Beispiel Bohrung oder Mikrofrakturierung o.a.)
  • Knorpeldefekte im Schultergelenk
  • Wiederkehrender symptomatischer Knorpeldefekt im Sprunggelenk (nach chirurgischer Erstbehandlung mit zum Beispiel Bohrung oder Mikrofrakturierung o.a.)

 

Weitere Informationen zu den klinischen Studien und einer Teilnahme finden Sie hier.

Weitere Informationen über die Forschung finden Sie hier und hier.

MARTINI
MARTINI
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Prof. Ivan Martin

Forschungsgruppenleiter

DBM Tissue Engineering

Leiter Innovations-Focus Regenerative Chirurgie

WixmertenA
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Anke Wixmerten

Leiterin Stv. GMP Facility

DBM Tissue Engineering