Karriereblog des Universitätsspitals Basel
26. April 2021

Das «Häfelipraktikum» - erste Einblicke in den Pflegealltag

Arbeiten anstatt Reisen: Was sich im ersten Moment für viele frustrierend anhört, entwickelte sich für Lua Mengisen zu einer spannenden Möglichkeit, ihren zukünftigen Job besser kennenzulernen.

 

Lua Mengisen hatte klare Vorstellungen, wie sie die Zeit zwischen ihrem Abschluss am Gymnasium und dem Start des Medizinstudiums verbringen möchte. «Ich wollte in diesem Jahr reisen gehen. Das ist nun leider ins Wasser gefallen.» Das fürs Medizinstudium obligatorische «Häfelipraktikum» wollte Lua irgendwann dazwischenschieben. Normalerweise dauert dieses auch nur vier Wochen. Die Corona-Pandemie hat ihr nun einen Strich durch die Rechnung gemacht. Lua Mengisen hat aber den Kopf nicht hängen gelassen: «Da mir das Praktikum viel Spass bereitet und ich gleichzeitig auch noch etwas Geld verdienen kann, habe ich mich dazu entschieden, dass Praktikum auf fünf Monate zu verlängern.»

Ein Entscheid der sich für Lua gelohnt hat

Während dem Häfelipraktikum kommen angehende Medizinstudierende zum ersten Mal mit der Pflege in Kontakt. «Auf der Station werden wir Pflegepraktikantinnen und Pflegepraktikanten vor allem beim Eintritt von neuen Patienteninnen und Patienten eingebunden. Wir sind für die Vorbereitung der Zimmer verantwortlich, begleiten die Patientinnen und Patienten auf ihr Zimmer und erklären ihnen alles, was sie wissen müssen», erklärt Lua. Auch die Unterstützung bei der Körperpflege gehöre zu ihrer Aufgabe. Der Entscheid, das Praktikum auf fünf Monate zu verlängern, hat sich für Lua gelohnt. «Wenn du nur einen Monat vor Ort bist, wirst du viel weniger gut ins Team integriert, wie wenn du mehrere Monate auf derselben Station arbeitest. Die Einarbeitung braucht Zeit und die ersten Wochen vergehen wie im Flug. Inzwischen fühle ich mich wie ein fester Bestandteil des Teams und bekomme auch mehr Verantwortung zugeteilt.»

Mehr Zeit = mehr Einblicke

Lua ist eine interessierte und lernwillige Person. Das Unispital Basel mit seinen verschiedenen Abteilungen und einer grossen Bandbreite an Patientenfällen ist daher der geeignete Praktikumsplatz für Lua. «Letzte Woche durfte ich bei einer Operation dabei sein und hautnah miterleben, was es heisst, höchst konzentriert und präzise zu arbeiten.» Was sie überraschte: «Die Mitarbeitenden sind sehr unkompliziert und immer freundlich zu mir. Ich konnte mich einen Tag vor der Operation bei der zuständigen Person melden und gleich am nächsten Tag dabei sein. Diese Spontanität hätte ich nicht erwartet.»

Das Praktikum als wertvolle Erfahrung für die Zukunft

Dank dem Häfelipraktikum wurde Lua bewusst, was für eine grosse Arbeit die Mitarbeitenden auf den Pflegestationen leisten. «Für meine zukünftige Arbeit als Ärztin möchte ich mich immer an diese Zeit auf der Pflegestation zurückerinnern und mir bewusst sein, wie wichtig die Arbeit des Pflegepersonals für die Genesung einer Patientin oder eines Patienten ist. Ich hoffe, dass diese Erfahrung mir dabei hilft, eine gute Ärztin zu werden.»

 

Bist du auch an einem Praktikum am Unispital Basel interessiert? Hier findest du alle Infos über die Praktika.

 

Weitere Themen

5 Fragen an...

5 Fragen an... Claudia Cierpka aus der Betriebsergonomie

In unserer Rubrik «5 Fragen an…» stellen wir in regelmässigen Abständen USB-Mitarbeitende aus den unterschiedlichsten Bereichen und Berufsgruppen vor. Den Beginn macht Claudia Cierpka, welche vor 11...

 
100 Tage als...

100 Tage als FaGe-Lernende

Lotta Geisenhainer hat im August am Universitätsspital Basel ihre Ausbildung zur Fachfrau Gesundheit begonnen. Wir wollten von ihr nach den ersten 100 Tagen wissen, was sie bereits erlebt hat und wie...

 

Unsere Weihnachtsspendenaktion 2019: Calcutta-Project

Jedes Jahr in der Adventszeit sammelt das Universitätsspital Basel für ein Hilfsprojekt, bei welchem Mitarbeitende mitwirken. Dieses Jahr sammeln wir für das Projekt von Anika Züchner, die sich für...

 

Treffer 1 bis 3 von 3