Die Wirksamkeit von Spinal Cord Stimulation beim Management von Patienten mit chronischen Schmerzen

Projektgruppe:Regina Kunz, EbIM, Unispital Basel (Projektleitung)
Regine Lohss, EbIM, Unispital Basel
David von Allmen, EbIM, Unispital Basel
Abstract:

 

Die Behandlung von chronischen Schmerzen umfasst traditionellerweise konservative Massnahmen wie Medikamente, Physiotherapie und psychologische Betreuung. Schlagen diese Maßnahmen fehlt, kann die invasive Rückenmarkstimulation (Spinal Cord Stimulation) eine Option sein. Dabei werden Nerven im Rückenmark mit elektrischen Reizen aktiviert. Die 1967 als minimalinvasiv eingeführte Technik wird häufig herangezogen, wenn die Behandlung mit konventionellen Massnahme versagt, zunehmend jedoch auch früher. Trotz intensiver Forschung mit klinischen Studien ist die Rolle der SCS im Management von Patienten mit chronischen Schmerzen nicht mit Sicherheit geklärt. Aus diesem Grund untersuchen zwei systematische Reviews folgende Fragen: 

1) Ist die Implantation eines SCS-Systems bei Erwachsenen mit chronischen Schmerzen einer konventionellen multimodalen Schmerztherapie im Langzeitverlauf gleichwertig oder überlegen?

2) Ist die Implantation eines weiterentwickelten Spinal Cord Stimulation (SCS) ‐Systems (wie z.B. high frequency SCS) bei Erwachsenen mit chronischen Schmerzen, insbesondere bei failed back surgery syndrome (FBSS), complex regional pain syndrome (CRPS), im Vergleich zu konventionellen SCS Systemen (wie z.B. low‐frequency SCS) gleichwertig oder überlegen im Langzeitverlauf.

Beide Fragen messen u.a. die Endpunkte Schmerzreduktion, Funktionalität, Lebensqualität und berufliche Wiedereingliederung

Kontakt:Regina Kunz (ad interim), regina.kunz@anti-clutterusb.ch
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