Fragebogen zur subjektiv wahrgenommenen Fairness der Begutachtung bei Antragstellern für eine Invalidenrente. (Phase 2)

Projektgruppe:Regina Kunz, EbIM, Unispital Basel (Projektleitung)
Timm Rosburg, EbIM, Unispital Basel
Brigitte Walter Meyer, EbIM, Unispital Basel
Katrin Fischer, FHNW Olten
Abstract:

 

Es gibt episodische Hinweise, dass sich Antragsteller für eine Invalidenrente bei der medizinischen Begutachtung zuweilen unfair behandelt fühlen. Solch eine unfaire Behandlung kann beispielsweise dadurch gekennzeichnet sein, dass sich der Antragsteller wenig respektvoll behandelt sieht oder dem Antragsteller kein hinreichendes Gehör geschenkt wird. Bislang wurde noch nicht systematisch untersucht, ob derartige Qualitätsmängel in grösserem Umfang oder nur in Einzelfällen bei Begutachtungen vorliegen. Um ein repräsentatives Bild über die von Antragstellern wahrgenommene Fairness in der Begutachtung zu erhalten, wurde der Basler Fairness-Fragebogen (BFF) entwickelt und in einer ersten Studie eingesetzt (Lohss et al., 2020). Diese ersten Befunde zeichnen ein eher positives Bild der wahrgenommenen Fairness in Begutachtungen, mit nur einem relativ kleinen Anteil von Antragstellern, die sich unfair behandelt gefühlt haben. Dieser erste Befund steht aber noch unter Vorbehalt, da nur 4 von 31 Schweizer Gutachterstellen an der Studie teilnahmen. Weitere Erhebungen sind daher geplant, die auch einen Vergleich zwischen verschiedenen medizinischen Fachdisziplinen vorsehen. 

Kontakt:Timm Rosburg timm.rosburg@anti-clutterusb.ch
PublikationPerceived fairness of claimants undergoing a work disability evaluation: Development and validation of the Basel Fairness Questionnaire. PLOS ONE 2020
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