Blog des Universitätsspitals Basel
19. Juni 2020

Bonding-Tücher für alle Gebärenden

Nach neun Monaten Verbundenheit ist der direkte Haut zu Haut-Kontakt zwischen Mutter und Kind unmittelbar nach Geburt und in den ersten Tagen danach nicht nur ein natürlicher Prozess, sondern auch eine sehr sensitive Periode. Viele Vorteile für Mutter und Kind resultieren daraus. Sie konnten in randomisierten Studien bestätigt werden. Es hat sich gezeigt: Bonding ist wichtig.

 

Der frühe Hautkontakt mit dem Baby unmittelbar nach der Geburt wird am Universitätsspital Basel gefördert. Das Bonding-Tuch ermöglicht den Haut zu Haut-Kontakt innerhalb weniger Minuten nach der Geburt, fixiert das Kind und erlaubt trotzdem eine adäquate Überwachung. Dank Unterstützung von Pro UKBB, der Marie Anna-Stiftung und Mitteln des Universitätsspitals Basel erhalten neu Mütter, die bei uns in der Frauenklinik gebären, Bonding-Tücher zur Verfügung gestellt,

Eigene Untersuchungen konnten zeigen, dass auch bei Frauen mit Kaiserschnitt ein frühes intraoperatives Bonding sicher und praktikabel ist. Bei einem Kaiserschnitt wird der Frau vor der Operation das Bonding-Tuch angezogen, sodass direkt nach der Geburt (noch auf dem Operationsbett) nach Abtrocknen des Neugeborenen mit dem Bonding begonnen werden kann. Auch nach der Geburt kann die Frau das Tuch behalten und im Wochenbett und zuhause weiterverwenden.

Universitätsspital Basel ist zertifiziert als Baby friendly Hospital

Mit den Bonding-Tüchern betonen wir als Perinatalzentrum die Wichtigkeit des Bondings, bauen es in standardisierter Form in den Routineablauf ein und fördern als zertifiziertes Baby friendly Hospital das Stillen. Auch auf der Neonatologie kommen die Tücher zum Einsatz: Mütter können die Bonding-Tücher nutzen und damit den Genesungsprozess kranker oder frühgeborener Kinder unterstützen.

Weitere Informationen zum Bonding-Tuch am Unispital Basel

 

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