Blog des Universitätsspitals Basel
04. Mai 2020

«Ich werde mich nie an diesen besonderen Moment der Geburt gewöhnen können»

Der Beruf «Hebamme» begleitet Frédérique Sittler bereits ihr Leben lang. Weil ihre Mutter bei der Geburt von Frédérique enorm liebevoll von ihrer damaligen Hebamme unterstützt wurde, gab sie Frédérique als zweiter Vorname, den Namen ihrer damaligen Geburtsbegleiterin. So heisst Frédérique mit ganzem Namen: Frédérique «Sarah» Sittler. Diese Geschichte hat Frédérique stets im Hinterkopf behalten. So war es nicht besonders verwunderlich, als sie sich nach dem Gymnasium für die Ausbildung zur Hebamme entschied.

 

Und diese Entscheidung, hat sie nie bereut: Bereits seit 16 Jahren arbeitet sie als Hebamme und geht immer noch jeden Tag gerne zur Arbeit. Was der Beruf als Geburtsbegleiterin für sie ausmacht?

 «Dieser Moment, wenn das Kind auf die Welt kommt und schreit, wird für mich immer etwas Besonderes bleiben. Ich werde mich nie daran gewöhnen können»,

verrät die Hebamme. Jede Geburt ist für sie aufs Neue ein Wunder.  Besonders schön ist es, in diesem Moment die Freude und das Glück der Eltern mitzuerleben. Natürlich gibt es auch schwierige Geburten und Situationen, aber das gehört zum Beruf dazu. Genauso wie sich jede Hebamme auch an den Abschied gewöhnen muss: «Wir wissen, dass die Zeit mit der Patientin kurz und intensiv ist. Trotzdem ist es ein gutes Gefühl, das Paar mit ihrem neuen Familienmitglied in einen neuen Lebensabschnitt zu verabschieden», erklärt Frédérique Sittler. «Die Hebammen begleiten die Schwangeren während der ganzen Geburt und sind ihre Ansprechpartner. Ausserdem sind sie im ständigen Austausch mit den Ärztinnen und Ärzten.»

Bevor Frédérique Sittler vor drei Jahren am Universitätsspital Basel angefangen hat, konnte sie in Frankreich in kleineren sowie in grösseren Häusern Erfahrung sammeln. Hier am USB gefällt ihr eine Sache ganz besonders:

 «Ich finde am USB einzigartig, wie man auf die Wünsche der Patientinnen eingeht»

Denn in der Geburtsabteilung des Universitätsspital Basels setzt man auf einen engen Austausch mit der Patientin. Zu jedem Zeitpunkt in der Behandlung wird sie stark einbezogen. Ausserdem werden spezifische Wünsche so gut es geht, möglich gemacht. Beispielsweise können Wassergeburten durchgeführt werden und auch Homöopathie und Akupunktur gehören zu den Behandlungsmöglichkeiten. Ein weiterer Vorteil am USB ist für sie das Team. Auch wenn sie selbständig für eine Patientin zuständig ist, ist ihr die Zusammenarbeit mit anderen Hebammen enorm wichtig. Bei über 2’600 Geburten im Jahr geht es manchmal sehr lebhaft zu. In diesen Momenten ist es wichtig, dass das Hebeammenteam eingespielt ist: «Bei uns zögert niemand den anderen zu helfen - wir haben einen sehr starken Teamgeist und stets das Ziel vor Augen:  gemeinsam eine optimale Geburt für Mutter und Kind zu ermöglichen

 

Du möchtest Teil unseres Hebammen-Teams werden?

Hier geht es zu unseren Jobs: www.unispital-basel.ch/jobs. Wir freuen uns auf deine Bewerbung!

 

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