Inhalt - Pathologie wird Kompetenzzentrum für molekulare Krebsdiagnostik

10. Mai 2017

Pathologie wird Kompetenzzentrum für molekulare Krebsdiagnostik

Der Pathologie des Universitätsspitals Basel ist ein veritabler Coup gelungen. Thermo Fisher Scientific, der global führende Partner von wissenschaftlichen Institutionen, hat die Pathologie des Universitätsspitals Basel als weltweit ersten Kompetenzzentrum-Partner gewählt. Die enge Zusammenarbeit hat das Ziel, neueste Erkenntnisse aus Forschung und Entwicklung rasch in die Diagnostik zu überführen. Patientinnen und Patienten des Tumorzentrums am Universitätsspital Basel können unmittelbar von dieser Partnerschaft profitieren.

In der Schweiz erkranken pro Jahr rund 35‘000 Menschen an Krebs. Im Rahmen der personalisierten und gezielten Behandlung von Krebserkrankungen kommt der schnellen und präzisen Diagnosestellung eine grosse Bedeutung zu. Auf dem Gebiet der molekularen Diagnostik von sogenannt soliden Krebsarten wie beispielsweise Darm-, Brust-, Prostata- oder Lungenkrebs nimmt die Pathologie des Universitätsspitals Basel (USB) eine führende Stellung ein. So hat sie als einer der ersten Anbieter modernste molekulare Krebsanalysen standardmässig in die Routinediagnostik eingeführt. Dazu gehört zum Beispiel das Next-Generation Sequencing (NGS). Mit mittlerweile mehreren tausend auf diese Art untersuchten Fällen verfügt die Pathologie des USB über eine ausserordentlich breite Erfahrung auf diesem Gebiet.

Thermo Fisher Scientific setzt sich als global tätiges Unternehmen dafür ein, die molekulare Krebsdiagnostik stetig zu verbessern, weiterzuentwickeln und als sogenannte Begleitdiagnostik frühestmöglich in die klinische Krebsbehandlung einzubringen. Um diese Bestrebungen weiter voranzubringen, etabliert das US-amerikanische Technologieunternehmen weltweit voraussichtlich fünf molekulare Kompetenzzentren. Als erste Institution überhaupt hat die Pathologie des USB den Zuschlag erhalten. Sie wurde aufgrund ihrer hohen Expertise als einziger Kompetenzzentrum-Partner in der Schweiz ausgewählt.

Grosser Nutzen für Patientinnen und Patienten

Die Pathologie des USB wird unter der Leitung von Prof. Markus Tolnay und Dr. Luca Quagliata mit Thermo Fisher Scientific die Forschung, Entwicklung und Validierung neuer molekularer Begleitdiagnostika vorantreiben. Hierzu gehören beispielsweise NGS-basierte Techniken, Verfahren zur Analyse von sogenannten Flüssigbiopsien (Liquid biopsy) sowie diagnostische Methoden im Rahmen der vielversprechenden Immuntherapie. Von den neuesten Entwicklungen in der molekularen Begleitdiagnostik werden insbesondere die Patientinnen und Patienten des Tumorzentrums am USB profitieren können. Neu gewonnene Erkenntnisse werden unmittelbar in die Behandlung von Krebserkrankungen einfliessen. Neuartige Therapiemöglichkeiten werden an fächerübergreifenden Tumorkonferenzen besprochen und können so die Grundlagen für erfolgsversprechende Behandlungsansätze liefern. Damit wird die führende Rolle des Tumorzentrums am USB auf dem Gebiet der Krebsbehandlung entscheidend gestärkt.

Die Partnerschaft mit Thermo Fisher Scientific schliesst zudem eine enge Zusammenarbeit mit zahlreichen biomedizinischen und pharmazeutischen Firmen mit ein. Ferner wird die Pathologie des USB im Rahmen der Partnerschaft sowohl in Basel als auch auf internationaler Ebene ihre Expertise im Rahmen praxisorientierter Schulungen weitervermitteln.

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