29. Nov 2018

Fördergeld für neue Strategien für die Zelltherapie

Einer der begehrten Consolidator Grants des Europäischen Forschungsrats geht an einen Forscher des Universitätsspitals Basel. Die Fördersumme für Prof. Lukas Jeker, Leitender Arzt Transplantationsimmunologie und Nephrologie, beträgt 2,4 Mio. Euro.

Die Consolidator Grants des europäischen Forschungsrats (ERC) werden in diesem Jahr zum fünften Mal vergeben. Damit fördert der ERC hochqualifizierte Nachwuchsforschende, die sieben bis zwölf Jahre Erfahrung nach ihrer Promotion mitbringen und über eine vielversprechende wissenschaftliche Erfolgsbilanz verfügen.

Prof. Lukas Jeker erforscht am Departement Biomedizin von Universität und Universitätsspital Basel molekulare Mechanismen der Immunabwehr. Mittels genetischer Umprogrammierung von Abwehrzellen entwickelt er neue Behandlungsansätze für Krebs, Autoimmunkrankheiten und Transplantationen.

Mit seiner Forschungsgruppe hat er eine Strategie entwickelt, um Zellen vor einem therapeutischen Transfer genetisch zu markieren. Die Markierung kann später als Sicherheitsmechanismus verwendet werden, um Zellen zu entfernen, falls unerwünschte Nebenwirkungen entstehen. Die gleiche Markierung kann auch verwendet werden, um therapeutische Zellen vor einer Attacke eines Antikörpers oder einer therapeutisch eingesetzten Killerzelle zu schützen.

Jekers ERC-Projekt wird Anwendungen dieses neuartigen Prinzips in präklinischen Modellen eines Blutkrebses und einer schweren Autoimmunkrankheit testen. Ziel ist die Entwicklung neuer Behandlungsansätze. Die Fördersumme seines ERC Consolidator Grants beträgt 2,4 Mio. Euro.

Lukas Jeker wurde 1975 in Roma (Lesotho) geboren, studierte Medizin an der Universität Basel und in Paris und war als Assistenzarzt in Davos, Liestal und Basel tätig. 2005 wurde er im Rahmen des schweizerischen MD-PhD-Programms mit einer biomedizinischen Arbeit promoviert, 2009 folgte der Doktortitel in Medizin. Von 2007 bis 2013 forschte Jeker an der University of California, San Francisco.

Ab 2014 war er SNF-Förderprofessor an der Universität Basel, wo er sich im Jahr 2016 habilitierte. 2017 wurde er zum Assistenzprofessor für Experimentelle Transplantationsimmunologie und Nephrologie berufen. Er ist zudem Leitender Arzt an der gleichnamigen Klinik des Universitätsspitals Basel.

Medienauskunftsstelle