12. September 2013

Universitätsspital Basel unterstützt Kampagne für Organspenden

Die Schweiz ist im internationalen Ländervergleich der Transplantationsmedizin weit vorne bei den Empfängern – und ebenso weit hinten bei den Spendern. Eine neue Kampagne von Swisstransplant soll mithelfen, dies zu ändern. Das Universitätsspital Basel unterstützt die Kampagne mit einem eigenen Aktionstag zum Thema Organspende am 17. September. An der Vorbereitung des Aktionstags war Transplantationskoordinator Thomas Vögele massgeblich beteiligt.

 

Das Universitätsspital Basel ist eines von sechs Transplantationszentren der Schweiz. Es hat sich auf die Transplantation von Nieren spezialisiert. Im Durchschnitt der vergangenen zehn Jahre wurden am Universitätsspital Basel jährlich 60 Nieren transplantiert. Im laufenden Jahr waren es bisher 47. Bei jeder Transplantation spielt Thomas Vögele eine entscheidende Rolle. Der Transplantationskoordinator des Universitätsspitals Basel ist mit seinem dreiköpfigen Team Drehscheibe und zentrale Anlaufstelle für alle an einer Organspende und Transplantation beteiligten Personen.

Zum einen ist Vögele zuständig für das Führen der Wartelisten. Dabei beobachtet er seit Jahren eine Zunahme an Patienten auf den Wartelisten. Je nach Organ haben sich die Zahlen gar teilweise verdoppelt. „Jedes Jahr sterben Patienten, die auf der Warteliste stehen, weil sie kein Organ bekommen“, sagt Vögele. Umgekehrt versterben in der Schweiz aber auch vorsichtig geschätzt rund 300 potentielle Organspender auf Intensivstationen. Swisstransplant, die nationale Stiftung für Organspende und Transplantation, möchte nun mit seiner neuen Kampagne das medizinische Fachpersonal, aber auch die Öffentlichkeit für die Dringlichkeit des Bedarfs an Organspenden sensiblisieren.

Aktionstag am 17. September

Das Universitätsspital Basel unterstützt die schweizweite Kampagne von Swisstransplant mit einem eigenen Aktionstag. Am 17. September wird in den Eingangshallen des Klinikum 1 und Klinikum 2 fachkundiges Personal über das Thema Organspende informieren und Spendekarten verteilen. Denn die Situation ist alarmierend: Wurden 2011 in der Schweiz noch 504 Patienten transplantiert, so sank dieser Anteil im vergangenen Jahr um ganze 10 Prozent. Im gleichen Zeitraum ist auch im Universitätsspital Basel die Anzahl Nierentransplantationen von 60 auf ein 10-Jahres-Tief von 45 gefallen.

Transplantationskoordinator Thomas Vögele erhofft sich, dass mit der neuen Kampagne von Swisstransplant der Abwärtstrend gebrochen werden kann. Ihm ist es wichtig, dass sich jeder und jede zum Thema Organspende eine eigene Meinung bildet. Das kann auch heissen, dass man keine Organe spenden will. Das Tragen eines Organspendeausweises dokumentiert die persönliche Meinung und entlastet in erster Linie die Angehörigen in einer für sie ohnehin schwierigen Grenzsituation. Mit guter Information möchte Vögele mithelfen, die Bereitschaft zur Organspende in der Schweiz zu erhöhen.

Das Universitätsspital Basel ist das schweizerische Referenzzentrum für Lebendnierentransplantationen und hat sich spezialisiert auf komplexe immunologische Abklärungen sowie auf die Transplantation über die Blutgruppenschranken bei Lebendnierentransplantationen. Dieser hochspezialisierten Klinik für Transplantationsimmunologie und Nephrologie steht Chefarzt Prof. Jürg Steiger vor.

Hinweis: Für weitere Auskünfte und die Vermittlung von den Interviewpartnern Prof. Jürg Steiger oder Thomas Vögele steht Ihnen die Medienstelle des Universitätsspitals Basel jederzeit zur Verfügung.