23. Juni 2014

150 Jahre Basler Augenklinik – Tag der offenen Tür

Die Augenklinik des Universitätsspitals Basel feiert ihren 150. Geburtstag mit einem Tag der offenen Tür. Am Samstag, 28. Juni, wird von 10 bis 16 Uhr auf dem Spitalareal an der Mittleren Strasse 91 ein informatives und unterhaltsames Programm mit Filmen, Vorträgen, Demonstrationen und Ausstellungen geboten. Auf dem Festgelände sind unter anderem auch Ballonkünstler sowie Infostände der Blindenhundeschule Allschwil und der Sehbehindertenhilfe Basel anzutreffen.

 

Wer 150 Jahre auf dem Buckel hat, darf sich getrost etwas Spezielles gönnen. Deshalb lädt die Augenklinik des Universitätsspitals Basel (USB) die Bevölkerung am Samstag, 28. Juni, zu einem Tag der offenen Tür ein. Von 10 bis 16 Uhr wird auf dem Spitalareal ein attraktives Programm geboten, das einen Einblick in die tägliche Arbeit der Augenklinik erlaubt. So können Besucherinnen und Besucher unter anderem ihre Hornhaut vermessen lassen oder mit speziellen Brillen bestimmte Seheindrücke wie Kurz- und Weitsichtigkeit erfahren. Ferner werden Schielwinkelmessungen und Schichtaufnahmen der Netzhaut demonstriert. Weitere Demonstrationen zeigen, wie Sehschärfeprüfungen bei Säuglingen ablaufen und wie Akupunktur am Auge funktioniert.

An diversen Vorträgen ist viel Wissenswertes über Netzhaut-Ablösungen, die altersbedingte Makuladegeneration, das Glaukom (Grüner Star), Lidoperationen und Entzündungen im Augeninnern zu erfahren. Hinzu kommen Infostände der Blindenhundeschule Allschwil, der Sehbehindertenhilfe Basel sowie von Vereinen, die Augenprojekte in der Dritten Welt betreuen. Während sich die Kinder auf die Fingerfertigkeit von Ballonkünstlern freuen können, sprechen eine Ausstellung und ein Bildvortrag zur 150-jährigen Geschichte der Augenklinik vor allem die Erwachsenen an. Natürlich wird auf dem Festgelände auch für Speis und Trank gesorgt sein.

1864 gegründet als „Heilanstalt für arme Augenkranke“

Gegründet wurde die Augenklinik 1864 als „Heilanstalt für arme Augenkranke in Basel“. Gründer war Anstaltsarzt Heinrich Schiess-Gemuseus aus Appenzell, der mit Hilfe der Bevölkerung genug Geld auftreiben konnte, um in einem kleinen Haus an der Missionsstrasse 45 eine Augenklinik mit acht Betten zu eröffnen. Nach einer Zwischenstation an der Allschwilerstrasse 9 konnte im Jahr 1877 der Hauptbau des heutigen Augenspitals an der Mittleren Strasse 91 bezogen werden. Ein weiterer Ausbau erfolgte 1907 unter Chefarzt Carl Mellinger, dem Nachfolger von Schiess, als im Garten hinter dem Hauptbau eine Poliklinik errichtet wurde.

Nach den Chefärzten Alfred Vogt und Arthur Brückner übertrug die Basler Regierung die Leitung der Augenklinik 1948 an Friedrich Rintelen. In dessen fast 30-jährige Amtszeit fiel die Aufteilung der Augenheilkunde in Spezialgebiete, der Aufbau eines Forschungslabors sowie die Fertigstellung der heutigen Augenklinik samt Bettenhaus im Jahr 1953. Rintelens Nachfolger Balder Gloor war es vorbehalten, 1980 einen neuen Operationstrakt in Betrieb zu nehmen. Nachdem 1987 Josef Flammer als Chefarzt eingesetzt wurde, änderte sich die Trägerschaft des Augenspitals. Die private Stiftungskommission wurde durch eine staatliche ersetzt. Schliesslich erfolgte 1995 die Integration der Augenklinik in das Kantonsspital Basel – das heutige Universitätsspital Basel. Heute ist die Augenklinik in der Nordwestschweiz die einzige Anbieterin eines 24-Stunden-Notfallbetriebs an 365 Tagen. Ihr wichtigstes Spezialgebiet ist die Behandlung des Glaukoms.

 

Medienauskunftsstelle