23. Juni 2015

Computertomografie glänzt mit noch tieferer Strahlendosis

Der Klinik für Radiologie und Nuklearmedizin des Universitätsspitals Basel ist es gelungen, die durchschnittliche Strahlendosis einer Computertomografie-Untersuchung weiter zu senken. Im vergangenen Jahr konnte im Vergleich zu 2012 ein Rückgang der Strahlenexposition um 33 Prozent erreicht werden. Damit liegt der Wert nun noch deutlicher unter dem Schweizer Durchschnitt als bereits zuvor.

 

Das Dosisoptimierungsteam des Universitätsspitals Basel (USB) hat ganze Arbeit geleistet: Erneut konnte die durchschnittliche Strahlendosis aller Computertomografien (CT) gesenkt werden, ohne dabei die diagnostische Aussagekraft zu reduzieren. Somit hat das aus Radiologen, Fachpersonen für medizinisch-technische Radiologie und einem Medizinphysiker bestehende Dosisoptimierungsteam die positive Entwicklung der vergangenen Jahre fortgesetzt.

Konkret ist es der Klinik für Radiologie und Nuklearmedizin im Jahr 2014 gelungen, die durchschnittliche Strahlenexposition einer CT-Untersuchung im Vergleich zu 2012 um 33 Prozent von 7,6 auf 5,1 Millisievert zu senken. Damit unterschreiten die CT-Untersuchungen des USB regelmässig die vom Bundesamt für Gesundheit veröffentlichten diagnostischen CT-Referenzwerte. Im USB liegt beispielsweise die durchschnittliche Dosis für ein CT des Thorax 80 Prozent unter dem nationalen Referenzwert.

Befriedigt über diese Entwicklung zeigt sich PD Dr. Sebastian Schindera, Leiter der CT und des Dosisoptimierungsteams sowie Mitglied der eidgenössischen Kommission für Strahlenschutz: „Die erneute Reduktion der Strahlenbelastung ist für die Patientinnen und Patienten des USB sehr erfreulich. Die Verbesserung konnte erreicht werden dank neuster CT-Technologie sowie praktischem Strahlenschutz, auf den unser Fachpersonal grossen Wert legt.“

Neue CT-Techniken im Einsatz

Im Weiteren ist im USB seit November 2014 ein Single Source-CT mit neuer Dual Energy-Technik im Einsatz. Die technische Neuentwicklung erlaubt es, dass CT-Bilder mit wichtigen zusätzlichen Bildinformationen gewonnen werden können – und zwar ohne dass dafür die Strahlenexposition erhöht werden muss. Der Single Source-CT liefert beispielsweise Zusatzinformationen über die Zusammensetzung eines Nierensteins, was für die Therapie sehr hilfreich sein kann.

Neu wird im USB ausserdem eine Lasertechnologie angewendet mit der interventionelle, CT-gesteuerte Eingriffe dreidimensional dargestellt werden können. Das 3D-Lasernavigationssystem wird in Basel weltweit zum ersten Mal klinisch eingesetzt. Das Gerät projiziert einen Laserstrahl auf die Haut, womit die Nadel zum Beispiel für eine Lymphknotenbiopsie präzise platziert werden kann. Damit kann die Eingriffsdauer verkürzt und die Strahlenexposition verringert werden.

Mit dem neuen 3D-Lasernavigationssystem können erstmals komplexe Zugangswege in allen Raumrichtungen des CT-Systems realisiert werden. Interventionen können somit einfacher geplant werden, was die Sicherheit des Eingriffs erhöht. Die bisherigen Einsätze des neuen Systems in der Interventionellen Radiologie des USB waren sehr vielversprechend und haben einen deutlichen Mehrwert zutage gebracht.

 

Medienauskunftsstelle