03. September 2014

Deutlich kürzere Warte- und Aufenthaltszeiten in der Notfallstation

Die Einführung der Team Triage in der Notfallstation des Universitätsspitals Basel hat für die Patientinnen und Patienten eine markante Reduktion der Wartezeit zur Folge. Neu dauert es im Durchschnitt 20 Minuten bis zum Erstkontakt mit einem Facharzt oder einer Fachärztin. Bevor die Team Triage eingeführt wurde, betrug die durchschnittliche Wartezeit 38 Minuten. Ebenfalls deutlich verkürzt werden konnte die Aufenthaltsdauer in der Notfallstation und zwar sowohl bei ambulanter wie auch stationärer Behandlung.

 

Sieben Wochen nach Einführung der Team Triage in der Notfallstation des Universitätsspitals Basel (USB) lässt sich ein erstes, positives Fazit ziehen. Die Zielsetzung, sowohl die Wartezeiten bis zum fachärztlichen Erstkontakt wie auch die durchschnittliche Aufenthaltsdauer in der Notfallstation merklich zu verkürzen, wurde erreicht. Die ersten Erfahrungen mit der Team Triage sind sehr ermutigend. Um die Zufriedenheit der Patientinnen und Patienten weiter zu erhöhen, werden in der Notfallstation des USB laufend Verbesserungen umgesetzt.

Bis vor Einführung der Team Triage musste jemand, der die Notfallstation aufsuchte, im Durchschnitt 38 Minuten warten, bis er oder sie von einer Ärztin oder einem Arzt untersucht wurde. Seit dem Start der Team Triage am 15. Juli konnte diese Wartezeit auf durchschnittlich 20 Minuten gesenkt werden. Zu verdanken ist dies der Umstellung auf ein System, bei dem der fachärztliche Erstkontakt an den Anfang der Behandlungskette verlegt wurde. Konkret erfolgt die erste Diagnosestellung sehr rasch nach dem Spitaleintritt durch ein erfahrenes Team aus Notfallpflege und Ärzteschaft. Dafür wurde die administrative Anmeldung im Ablauf nach hinten versetzt.

Aufenthaltsdauer konnte halbiert werden

Der Hauptvorteil des neuen Systems ist, dass die Patientinnen und Patienten früher über den vorgesehenen Behandlungspfad informiert sind. Sie erfahren also rascher, ob eine Heimkehr am gleichen Tag möglich ist oder eine stationäre Behandlung nötig ist. Damit konnten die Aufenthaltszeiten in der Notfallstation sowohl bei Personen mit einer ambulanten wie auch bei jenen mit einer stationären Behandlung deutlich verkürzt werden. Bei ambulanten Patientinnen und Patienten konnte die Durchlaufzeit von Eintritt bis Austritt von 3 auf 1,5 Stunden halbiert werden. Bei stationären Patientinnen und Patienten reduzierte sich die Dauer von Eintritt bis zur Verlegung von 6,5 auf 4,8 Stunden.

Eine klare Verbesserung bringt die Team Triage auch bezüglich Sicherheit der Patientinnen und Patienten. Neu kann eine Pflegefachperson schon am Eingang bei der Kurzaufnahme entscheiden, ob jemand aufgrund seines Zustands hoch gefährdet ist und entsprechend eine prioritäre Behandlung benötigt. Ebenso können ungefährdete Personen, bei denen auf eine umfangreiche Abklärung in der Notfallstation verzichtet werden kann, viel rascher identifiziert, behandelt und wieder entlassen werden, was zu einer Entlastung des Notfallbetriebs führt.

Mit der Einführung der Team Triage reagiert das USB, auf die permanent steigende Anzahl Patientinnen und Patienten in der Notfallstation. Für das neue System, welches das USB als erstes grosses Schweizer Spital umsetzt, waren sowohl bauliche Massnahmen wie auch die Anstellung von zusätzlichem ärztlichem und pflegerischem Personal nötig.

 

Medienauskunftsstelle