28. Oktober 2021

Deutliche Verbesserung der Anstellungsbedingungen für die Pflege

Das Universitätsspital Basel erhöht die Löhne im Pflegebereich um durchschnittlich 1,3 Prozent, verdoppelt die Zeitgutschriften bei kurzfristigen Einsätzen und erhöht den Schichtbonus im Nachtdienst von 20% auf 30%. Weitere Entlastungsmassnahmen sollen den Weg zu besseren Arbeitsbedingungen für die Mitarbeitenden der Pflege sowie der medizinisch-technisch und medizinisch-therapeutischen Funktionen fortsetzen. Die übrigen Mitarbeitenden erhalten, trotz nach wie vor angespannter wirtschaftlicher Situation, eine Lohnerhöhung von durchschnittlich 0,7 Prozent.

 

Der Verwaltungsrat und die Spitalleitung des Universitätsspitals Basel befassen sich seit geraumer Zeit mit der Frage der Ausgestaltung von Anstellungsbedingungen, die insbesondere im Bereich Pflege und MTT den Belastungen entgegenwirken und so auch zu einem Verbleib im Beruf beitragen. Diese Überlegungen sind auch in die Diskussion zur Lohnentwicklung 2022 eingeflossen. Der Verwaltungsrat hat beschlossen, 2022 nebst einem Betrag von 4,7 Millionen für Lohnerhöhungen weitere 4,7 Millionen für Verbesserungen der Anstellungsbedingungen einzusetzen.

Der Betrag für die Lohnerhöhungen wird zu 2/3 (3 Mio.) an alle an der Lohnrunde beteiligten Mitarbeitenden ausbezahlt. Ein weiteres Drittel (1,5 Mio.) geht zusätzlich an die Pflege/MTT-Funktionen. Damit wird im Bereich Pflege/MTT eine durchschnittliche Lohnentwicklung von 1,3% ermöglicht. Für die übrigen Mitarbeitenden resultiert ein Plus von durchschnittlich 0,7%.

Die zusätzlichen 4,7 Millionen werden für Massnahmen eingesetzt, welche insbesondere für die Pflege- und MTT-Berufe zu einer Entlastung führen sollen. Diese sind konkret:

  • die Erhöhung des Schichtbonus bei Nachtdienst von 20% auf 30% inkl. Verlängerung um 1 Stunde bis 7 Uhr morgens
  • die Verdoppelung der Zeitgutschrift für kurzfristige Einsätze aus einem freien Tag von 25% auf 50%
  • ca. 1,2 Millionen für die Finanzierung von zusätzlichen Stellen (z.B. Assistent*innen Gesundheit, FAGE u.ä.), um auf den verschiedenen Abteilungen eine optimale Verteilung der Kompetenzen und Aufgaben zu ermöglichen.

Weitere Massnahmen sind Bestandteil einer Roadmap, die diverse Verbesserungen für die Pflege- und MTT-Berufe beinhaltet. Hierzu gehören u.a. die Erarbeitung von Kriterien, um ältere Beschäftigte vom Nachtdienst zu entlasten, die Verbesserung der Planungssicherheit sowie die Prüfung einer Zeiterfassung mittels Stempeln in weiteren Bereichen. 

Der Förderung der Attraktivität und der Nachwuchssicherung dient auch die bereits kommunizierte Erhöhung der Ausbildungslöhne, welche ebenfalls ab 2022 umgesetzt wird. Dafür werden weitere 0,9 Millionen eingesetzt.

Lohnerhöhungen sowie Verbesserungen der Anstellungsbedingungen sind aus Sicht des Verwaltungsrats als Gesamtpaket zu betrachten. Mit dem genehmigten Betrag von 9,4 Millionen bringt der Verwaltungsrat – innerhalb der Grenzen des wirtschaftlich Machbaren – den klaren Willen zum Ausdruck, beim Lohn, aber auch bei den Anstellungsbedingungen, dem Handlungsbedarf mit nachhaltigen Massnahmen zu begegnen.

 

Medienauskunftsstelle