07. Februar 2019

Erfolgreiche Forschungszusammenarbeit zwischen KSBL und USB

Grosse Ehre für ein interdisziplinäres Team von Forschenden des Kantonsspitals Baselland und des Universitätsspitals Basel. Die Kollaboration zwischen der Onkologie des Universitätsspitals Basel und der Pathologie des Kantonsspitals Baselland wird mit dem Pfizer Forschungspreis ausgezeichnet. Ebenso zu den Preisträgern gehören drei Forschende des Instituts für Medizinische Genetik und Pathologie am Universitätsspital Basel.

 

Der Pfizer Forschungspreis ist in der Schweiz eine der wichtigsten Ehrungen für Forscherinnen und Forscher unter 45 Jahren. Für jeden der fünf medizinischen Fachbereiche, für die der Preis jährlich vergeben wird, beträgt die Preissumme 30‘000 Franken. Die herausragenden Arbeiten der Preisträger können wegweisend sein für die Entwicklung der Medizin in der Schweiz – und weltweit. Die Preisverleihung 2019 findet am 7. Februar abends in Zürich statt.

Preisträger Daniela Thommen, Viktor Kölzer und Kirsten Mertz

Im Fachbereich Onkologie wird ein interdisziplinäres Team von Forschenden des Kantonsspitals Baselland und des Universitätsspitals Basel ausgezeichnet. Der Pfizer Forschungspreis geht an Dr. Daniela Thommen, Assistenzärztin Onkologie am Universitätsspital Basel (bis 2016), Dr. Viktor Kölzer, Assistenzarzt Pathologie am Kantonsspital Baselland (2015-2016), und PD Dr. Kirsten Mertz, Leitende Ärztin Pathologie am Kantonsspital Baselland. Die drei Forschenden erhalten die Auszeichnung für ihre Arbeit zur Bedeutung von T-Zellen für den Erfolg von Krebs-Immuntherapien.

Konkret wurden molekulare und funktionelle Analysen bei verschiedenen T-Zell-Untergruppen in menschlichen Lungentumoren durchgeführt. Es konnte festgestellt werden, dass die Präsenz einer neu entdeckten Population von dysfunktionalen T-Zellen im Tumor mit einem besseren Ansprechen auf bestimmte Krebs-Immuntherapien einhergeht. Diese Beobachtungen im Labor und an Gewebeproben von Tumoren legen den Grundstein für die künftige Anwendung eines diagnostischen Tests im klinischen Alltag. Die Studie, die von Prof. Alfred Zippelius, stv. Chefarzt Onkologie am Universitätsspital Basel, geleitet wurde, hat weltweit Beachtung gefunden und zu wegweisenden Resultaten für die Behandlung von Krebspatientinnen und -patienten mit neuen Immuntherapeutika geführt.

Preisträger Joël Federer-Gsponer, Cristina Quintavalle und Christian Ruiz

Im Fachbereich Herzkreislauf, Urologie und Nephrologie wird eine Arbeit prämiert, die zwar auch die Krebsforschung betrifft, aber in der Disziplin Urologie durchgeführt wurde. Mit dem Pfizer Forschungspreis ausgezeichnet werden drei Mitarbeitende des Instituts für Medizinische Genetik und Pathologie am Universitätsspital Basel, nämlich Assistenzarzt Dr. Joël Federer-Gsponer, Postdoktorandin Dr. Cristina Quintavalle und Laborleiter Dr. Christian Ruiz.

Die drei Forschenden untersuchten die Mechanismen, die für das Fortschreiten von Prostatakrebs verantwortlich sind. Das Verständnis dieser Mechanismen ist zentral, um den Verlauf der in der Regel tödlichen Krankheit beeinflussen zu können. Über genetische Analysen der Tumoren konnten die Forschenden die Evolution der Tumorprogression nachweisen. Sie fanden heraus, dass das Gen FKBP4 ein wichtiger Baustein in der Entwicklung der Therapieresistenz ist und somit zu einer schlechteren Überlebensprognose beiträgt.

 

Medienauskunftsstelle