28. Oktober 2019

Europäischer AIDS-Kongress in Basel – Kampf gegen HIV/AIDS ist nicht vorbei

Rund um das Thema Aids und HIV hat man sich in vielen Teilen der Welt an positive Nachrichten gewöhnt. Sinkende Neuinfektionsraten und erfolgreicher Einsatz von antiretroviralen Therapien sollten aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass es weiterhin grosse Anstrengungen braucht. Besonders in Osteuropa und Zentralasien, wo die Neuansteckungen rapide zunehmen. Die 17. Europäische AIDS-Konferenz widmet sich in Basel gerade auch diesen Themen.

 

Die alle zwei Jahre stattfindende Europäische Aids-Konferenz (EACS) ist das grösste europäische HIV/AIDS-Treffen, an dem an die 3000 Delegierte aus aller Welt - es sind bereits Delegierte aus 115 Ländern angemeldet - in Basel die neuesten Ergebnisse aus allen Bereichen der HIV-Forschung diskutieren werden. Hauptsächlich werden europäische Ärzte, Forscher und HIV-Betreuer, aber auch Menschen mit HIV am Treffen teilnehmen, das vom 6. bis 9. November im Kongresszentrum stattfindet. Co-Chairs der Konferenz in Basel sind Professor Manuel Battegay, der Chefarzt der Klinik Infektiologie & Spitalhygiene am Universitätsspital Basel und Professor Jürgen Rockstroh aus Bonn, der aktuelle Präsident der Europäischen HIV/Aids Gesellschaft.

Eines der grossen Themen sind die steigenden Infektionsraten in Osteuropa und Zentralasien. Erstmals werden deshalb auch zahlreiche Sitzungen der Konferenz simultan ins Russische übersetzt. Auch in der Forschung soll der Wissenstransfer von West nach Ost intensiviert werden. Denn um die Ziele von UNAIDS, dem UN-Programms gegen Aids und HIV zu erreichen, braucht es eine globale Anstrengung. UNAIDS will bis 2030 die Aids-Epidemie weltweit beenden. Auf europäischer Ebene braucht es dazu ein Erreichen des 90-90-90-Ziels bis 2020. Das heisst: 90% der Menschen mit HIV kennen ihren Status – 90% der Menschen, die ihren Status kennen, erhalten eine antiretrovirale Therapie – und bei 90% der Menschen, die eine antiretrovirale Therapie erhalten, liegt das Virus unterhalb der Nachweisgrenze. Dazu braucht es nach wie vor intensive Arbeit in den Bereichen Forschung, Prävention, Prä-Expositionstherapie, Therapie und nicht zuletzt im Public Health Sector und der Politik.

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