28. Juni 2013

Frauenpower an der Frauenklinik

Mit Prof. Viola Heinzelmann übernimmt am 1. Juli 2013 erstmals eine Frau die Leitung der Frauenklinik am Universitätsspital Basel. Damit stehen nun sowohl die Gesamtleitung wie auch zwei von drei Kliniken der Frauenklinik unter weiblicher Führung. Ausserdem wird Heinzelmann ab Mitte 2014 an der Universität Basel die schweizweit erste Ordinaria für das Fach Gynäkologie und Geburtshilfe.

 
Prof. Viola Heinzelmann.

An der Frauenklinik des Universitätsspital Basel übernehmen die Frauen das Ruder. Zum ersten Mal in ihrer 117-jährigen Geschichte wird die Frauenklinik von einer Frau geleitet. Am 1. Juli folgt Prof. Viola Heinzelmann auf Prof. Johannes Bitzer, der die Gesamtleitung nach rund fünf Jahren abgibt und in Pension geht. Zur Übernahme ihrer neuen Funktion sagt Heinzelmann: „Das Wohlergehen der Frau steht im Zentrum meines Schaffens. Dabei ist mir interprofessionelles und interdisziplinäres Teamwork wichtig und zwar innerhalb und über die Grenzen der Frauenklinik hinaus.“

Die Frauenpower an der Frauenklinik lässt sich auch an der Leitung der angegliederten Kliniken ablesen: Bereits im Mai hatte Heinzelmann den ebenfalls pensionierten PD Dr. Edward Wight als Chefärztin der Klinik für Gynäkologie und gynäkologische Onkologie abgelöst. Ferner führt Prof. Irene Hösli die Klinik für Geburtshilfe und Schwangerschaftsmedizin. Einziger männlicher Klinikleiter ist Prof. Christian De Geyter, der an der Spitze der Klinik für gynäkologische Endokrinologie und Reproduktionsmedizin steht.

Beeindruckende Forschungsleistung

Viola Heinzelmann trat im Juli 2012 als Leitende Ärztin in die Basler Frauenklinik ein. Ihre gesamte Ausbildung zur Fachärztin für Gynäkologie und Geburtshilfe hat die 43-Jährige am Universitätsspital Zürich absolviert. Anschliessend spezialisierte sie sich in Australien während vier Jahren auf gynäkologische Onkologie. Entsprechend ist die Betreuung von Patientinnen mit Krebserkrankungen heute ihr klinischer Schwerpunkt.

Das Schwergewicht ihrer Forschung legt Heinzelmann im Bereich gynäkologische Karzinome, im Speziellen auf den Eierstockkrebs. So leitet sie am Departement Biomedizin des Universitätsspital Basel die aus acht Mitarbeitern bestehende Forschungsgruppe „Gynecological Cancer Research“. Ihre Forschung ist darauf ausgerichtet, den Eierstockkrebs früher zu entdecken und neue Therapien zu entwickeln. Ferner wird Heinzelmann demnächst am neuen Tumorzentrum des Universitätsspital Basel die Leitung des Gynäkologischen Tumorzentrums übernehmen.

Die Forschungsleistung von Heinzelmann wird auch von der Universität Basel gewürdigt: Ab Mitte 2014 wird sie erste Ordinaria für das Fach Gynäkologie und Geburtshilfe in der Schweiz.

Viola Heinzelmann ist verheiratet, Mutter von zwei Kindern und schweizerisch-deutsch-australische Dreifachbürgerin. Sie wohnt mit ihrer Familie in Riehen.

 

Medienauskunftsstelle