09. April 2019

Junge Künstlerin malt gegen den Schmerz an

Hannah Hommel ist erst 19 Jahre alt und hat schon mehr Schmerzen aushalten müssen als die meisten Menschen in einem ganzen Leben. Eine Operation am Universitätsspital Basel schaffte Linderung. Gegen die Schmerzen, die von einer seltenen Krankheit verursacht werden, malt die junge Luxemburgerin seit Jahren an. Ihre beeindruckenden Werke zeigt das Universitätsspital im Rahmen seiner Ausstellungsreihe «Aufgestellt – Ausgestellt».

 

Das Universitätsspital Basel zeigt ab dem 11. April 2019 die Bilder der Künstlerin und Patientin Hannah Hommel in einer frei zugänglichen Ausstellung. Die 19-Jährige hat in der Malerei einen Weg gefunden, mit den qualvollen Schmerzen umzugehen, die ihr Leben seit frühster Kindheit geprägt haben. Die junge Frau leidet am sogenannten Wirbelgleiten (Spondylolisthese), in ihrem Fall in einer sehr schmerzhaften Ausprägung. Wirbelsäule und Schmerz sind deshalb Leitmotiv zahlreicher Bilder, jedoch längst nicht aller. «Das Malen und Zeichnen hat sich zu einem Teil meiner eigenen Schmerztherapie entwickelt. Durch die Kunst hat sich mir eine neue Welt geöffnet, in der Emotionen und der Schmerz ihren Platz finden können. Ich habe einen Ort gefunden, wo ich sein darf und frei herauslassen kann, was mir auf der Seele liegt», sagt Hannah Hommel. Denn an ein normales jugendliches Leben ist nicht zu denken. Die ständigen Schmerzen führen schrittweise in die Isolation. Mit dieser Ausstellung im Universitätsspital Basel tritt die zurückhaltende Hannah Hommel aus ihrer Isolation heraus, präsentiert sich der Öffentlichkeit als Künstlerin, als tiefgründiger Mensch mit aussergewöhnlichem Talent und einer eindrücklichen Schaffenskraft. In zahlreichen Operationen wurde in den vergangenen Jahren an diversen Kliniken versucht, die Fehlstellung der Wirbelsäule von Hannah Hommel zu beheben. Im Februar 2018 wurde am Wirbelsäulenzentrum des Universitätsspitals ihre Wirbelsäule wieder ganz neu aufgerichtet und fixiert. Seither reist die aus Luxemburg stammende Hannah Hommel immer wieder für Nachuntersuchungen an. Eine weitere Operation ist geplant. 

Im Rahmen der Ausstellungsreihe «Aufgestellt – Ausgestellt» des Universitätsspitals Basel stehen Patientinnen und Patienten mit ihrem Talent und ihren aussergewöhnlichen Leistungen im Mittelpunkt. Die Krankheit rückt damit sozusagen hinter die Leinwand. Die Werke von Hannah Hommel – «Die Farben meines Lebens» sind vom 11. April bis 10. Mai 2019 am Universitätsspital Basel in der Eingangshalle des Klinikums 1 an der Spitalstrasse 21 zu sehen. Die Ausstellung ist für jedermann zugänglich und kostenlos.

 

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