05. Februar 2015

Junger Urologe des Universitätsspitals Basel erhält Forschungspreis

Drei junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler am Life Science-Standort Basel sind von der «Stiftung Pfizer Forschungspreis» für ihre herausragende medizinische Grundlagenforschung ausgezeichnet worden. Mit dem Urologen PD Dr. Cyrill Rentsch ist wie schon im Vorjahr erneut ein junger Forscher des Universitätsspitals Basel unter den Preisträgern. Insgesamt zeichnet die Stiftung neun Preisträger aus. Der Pfizer Forschungspreis gilt als einer der renommiertesten Forschungspreise der Schweiz.

 

PD Dr. Cyrill Rentsch, Privatdozent für Urologie an der Universität Basel und Leiter Klinische Forschung Urologie am Universitätsspital Basel, wurde im Fachbereich Herzkreislauf, Urologie und Nephrologie ausgezeichnet. Rentsch erhält den Preis zusammen mit PD Dr. Frédéric Birkhäuser vom Inselspital Bern für eine Studie, die eine effektivere Immuntherapie von nicht-muskelinvasiven Blasentumoren ermöglicht.

Im Bereich Infektiologie, Rheumatologie und Immunologie wird PD Dr. Valérie D'Acremont ausgezeichnet. Sie wurde 2011 an der Universität Basel promoviert und leitet heute eine Forschungsgruppe am Schweizerischen Tropen- und Public Health-Institut (Swiss TPH). D'Acremont beschrieb im New England Journal of Medicine, dass eine Antibiotikabehandlung bei Fiebererkrankungen bei Kindern in unterentwickelten Ländern meist überflüssig ist. Die Studie bei weit über 1000 Kindern in Tansania zeigte, dass das Fieber meist nicht durch eine bakterielle Infektion, sondern vielmehr durch Viren und Parasiten verursacht wird. Die Studie trägt damit entscheidend zu einer Mässigung des globalen Antibiotikaverbrauchs bei.

Dr. Steffen Wolff, ehemaliger Doktorand der Universität Basel am Friedrich Miescher Institute for Biomedical Research (FMI), wird in der Kategorie Neurowissenschaften und Erkrankungen des Nervensystems für eine Arbeit ausgezeichnet, die in Nature erschienen ist. Wolff wies nach, dass ein bestimmter Typ von Nervenzellen – die Interneuronen im Mandelkern – Lernprozesse im Hirn reguliert, die mit Emotionen wie zum Beispiel Angst verknüpft sind. Damit leistete Wolff einen Beitrag zum besseren Verständnis des emotionalen Gedächtnisses und eröffnete eine Perspektive, um durch die Modulation der Zellen Betroffenen zu helfen, negative Erlebnisse besser zu überwinden.

Das Universitätsspital Basel, das Swiss TPH und das FMI sind mit der Universität Basel assoziierte Institutionen.

Bedeutender Schweizer Medizin-Forschungspreis

Der Pfizer Forschungspreis wird jährlich an herausragende junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler vergeben und zählt zu den bedeutendsten Forschungspreisen für Einzelpublikationen auf dem Gebiet der Medizin in der Schweiz. Der Preis ist mit über 100'000 Franken dotiert und wurde dieses Jahr bereits zum 24. Mal vergeben. Die Verleihung fand am 5. Februar 2015 in Zürich statt.

 

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