14. Juli 2014

Keine Hinweise auf Infektionen in der Herzchirurgie

Wie das Bundesamt für Gesundheit und Swissmedic heute mitgeteilt haben, ist in verschiedenen Schweizer Spitälern mit herzchirurgischen Abteilungen das Bakterium Mycobacterium chimaera im Wasser und in der Abluft von sogenannten Hypothermiegeräten festgestellt worden. Dieses Bakterium ist grundsätzlich ungefährlich, kann jedoch unter speziellen Umständen im Operationssaal in Einzelfällen zu Infektionen führen. Zwar wurde auch im Universitätsspital Basel Mycobacterium chimaera im Wasser und in der Abluft von Hypothermiegeräten nachgewiesen, doch gibt es keinerlei Hinweise, dass das Bakterium bei Patientinnen oder Patienten zu Infektionen geführt hat.

 

Das Universitätsspital Basel (USB) ist vor rund vier Wochen vom Bundesamt für Gesundheit (BAG) darüber informiert worden, dass nach Operationen am offenen Herzen in einzelnen Fällen Infektionen festgestellt wurden, die vermutlich auf den Betrieb von kontaminierten Hypothermiegeräten zur Temperaturregulierung des Bluts zurückzuführen sind. Daraufhin wurden die betreffenden Geräte im USB sofort ersetzt und sind seither nicht mehr im Einsatz. Nach wie vor wird der Betrieb der jetzt im Einsatz stehenden Geräte engmaschig überwacht. Damit sind Massnahmen getroffen worden, um eine Gefährdung von Patientinnen und Patienten ausschliessen zu können.

In einer retrospektiven Analyse hat das USB alle postoperativen Wundinfektionen nach herzchirurgischen Eingriffen untersucht, die seit Inbetriebnahme der betreffenden Geräte im Jahr 2011 aufgetreten sind. Dabei fanden sich weder mikrobiologisch noch klinisch Hinweise auf Infektionen mit Mycobacterium chimaera.

Das USB weist darauf hin, dass sich Patientinnen und Patienten bei offenen Fragen an eine vom BAG speziell eingerichtete Telefonnummer (031 322 21 00) oder an die Herzchirurgie des USB (061 265 71 45) wenden können.

 

Medienauskunftsstelle