18. November 2013

Prominente Unterstützung für Stammzelltransplantation

Im Universitätsspital Basel ist vor genau 40 Jahren erstmals in der Schweiz eine Knochenmarktransplantation durchgeführt worden. Die damals experimentelle Therapie ist heute zu einer hochspezialisierten Routinebehandlung bei Blutkrebserkrankungen geworden. Die klassische Knochenmarkspende wurde von der Blutstammzellspende weitgehend abgelöst. Um im Jubiläumsjahr weitere Spender zu gewinnen, haben diverse Prominente dem Universitätsspital Basel ihre Unterstützung zugesagt.

 

Ottmar Hitzfeld, Murat Yakin, Eva Nidecker, René Häfliger und einige FCB-Spieler – sie alle stellen sich am 21. November in den Dienst der Stammzelltransplantation. Das Universitätsspital Basel organisiert im Rahmen des 40-Jahr-Jubiläums der ersten Knochenmarktransplantation am kommenden Donnerstag von 12.30 bis 14 Uhr in der Eingangshalle des Klinikums 1 an der Spitalstrasse 21 einen öffentlichen Anlass, zu dem jedermann eingeladen ist. Die anwesenden Prominenten stehen Interessierten für Gespräche zur Verfügung und wollen dazu beitragen, dass neue Spenderinnen und Spender für Stammzelltransplantationen gewonnen werden können.

Als Prof. Bruno Speck im November 1973 in Basel die erste Knochenmarktransplantation der Schweiz durchführte, haftete der experimentellen Therapie noch der Ruf des Geheimnisvollen an. Damals waren weltweit erst sehr wenige Leukämiepatienten mit dieser Therapie behandelt worden. Heute, da in der klinischen Praxis häufiger Blutstammzellen transplantiert werden, ist die Stammzelltransplantation zu einer weit verbreiteten Routinebehandlung geworden. So wird allein am Universitätsspital Basel schon bald die 2‘000. Stammzelltransplantation durchgeführt werden.

Führend in Forschung und Entwicklung

Das Universitätsspital Basel ist stolz, zu den Pionieren auf dem Gebiet der Stammzelltransplantation zu gehören und hält es für eine Verpflichtung, auch die Zukunft aktiv mitzugestalten. Deshalb wird seit mehreren Jahren unter der Leitung von Hämatologie-Chefarzt Prof. Jakob Passweg das interdisziplinäre Behandlungszentrum Stammzelltransplantation betrieben. Das Behandlungszentrum arbeitet nach international anerkannten Qualitätsstandards und ist führend in Forschung und Entwicklung der Stammzelltransplantation.

Die komplexe Behandlung einer Stammzelltransplantation ist nur an einer grossen Klinik möglich, in welcher vom Diagnostiklabor über die Blutbank und von der Infektiologie bis zur Spitalhygiene alles vorhanden ist. Im Universitätsspital Basel sind zahlreiche Abteilungen und Kliniken inklusive die Universitätsklinik beider Basel an der Stammzelltransplantation beteiligt. Um diese Therapie weiter anbieten zu können sind nach wie vor Spenderinnen und Spender von Blutstammzellen nötig. Die Spenderregister müssten weiter wachsen, da bisher nur für 50 bis 60 Prozent der Patientinnen und Patienten eine geeignete Spende gefunden werden kann.

 

Medienauskunftsstelle