02. September 2021

Schneller, genauer, schlauer

«AuntMinnie» Künstliche Intelligenz kann ermöglichen, dass Radiologen MR-Bilder besser und schneller auswerten. Über entsprechende Forschungsergebnisse unserer Wissenschaftler berichtet nun das radiologische Fachforum AuntMinnie.

 
Dr. David Winkel, Fellow der Radiologie

Höhere diagnostische Genauigkeit, höhere Übereinstimmung zweier Befunde, höhere Interpretationsgeschwindigkeit – zu diesem Ergebnis kam das Forschungsteam um Dr. David Winkel, Fellow der Radiologie am USB. Es untersuchte den Einsatz einer Detektionssoftware, die auf künstlicher Intelligenz basiert und zur Auswertung von MR-Bildern der Prostata eingesetzt wurde. Die Basler Studie erscheint im Oktober in der Fachzeitschrift Investigative Radiology, das radiologische Fachforum AuntMinnie hat jedoch bereits jetzt darüber berichtet.
Für die Studie interpretierten 7 Radiologinnen und Radiologen in 2 Gruppen die Bilder von 100 MR-Untersuchungen (in 2 Blöcken à 50 Fälle). Beide Gruppen beurteilten jeweils unterschiedliche Hälften an Fällen mit bzw. ohne Unterstützung der künstlichen Intelligenz. Nach 2 Wochen interpretierten sie die Fälle erneut, wechselten dabei jedoch ihre Befundungsmethode, so dass jeder Radiologe jeden Fall einmal mit und einmal ohne Hilfe der künstlichen Intelligenz beurteilte.
Die Studie, die erstmals ein integriertes und vollautomatisches Deep-Learning-basiertes Läsionserkennungs- und -klassifizierungssystem zur Interpretation der Prostata-MRT analysierte, zeigte die erwähnten Vorteile beim Einsatz der Software: höhere diagnostische Genauigkeit (insbesondere bei der Beurteilung sehr verdächtiger Läsionen), höhere Übereinstimmung von Beurteilungen, erhöhte Befundungsgeschwindigkeit (um 21 Prozent).

» zum Artikel «Can AI help to improve radiologist accuracy in prostate MRI?» in Aunt Minnie
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