Blog des Universitätsspitals Basel
04. November 2014

Wenn die Lunge nicht mehr kann

Zehn Prozent der Bevölkerung leiden an einer Krankheit, bei der die Lunge langsam aber sicher zerstört wird – COPD. In der Symptomatik anfangs dem Asthma ähnlich, braucht es für ihre Diagnose und Therapie die Zusammenarbeit von erfahrenen Spezialisten.

 

Bei den chronisch obstruktiven Lungenerkrankungen (Abk. COPD von engl. Chronic obstructive pulmonary disease) behindert eine Einengung der Atemwege den Luftstrom. Dies führt häufig zu Atemnot (Dyspnoe).

Husten mit Auswurf, Atemnot bis zum fast völligen Verlust der körperlichen Leistungsfähigkeit: Die Symptome der chronisch obstruktiven Lungenerkrankung (englisch abgekürzt als COPD) sind wahrhaft quälend. Unbehandelt führt sie zum Tod – und das immer häufiger. „Wir gehen davon aus, dass COPD bis 2020 die fünfthäufigste Todesursache weltweit sein wird, 2030 bereits die vierthäufigste“, sagt Professorin Daiana Stolz, Leitende Ärztin der Pneumologie am Universitätsspital Basel. „In der Schweiz leiden 10 Prozent der Bevölkerung daran – entsprechend häufig diagnostizieren wir die Krankheit.“

Die Symptome werden vom Patienten in der Frühphase häufig bagatellisiert, chronischer Husten wird als banaler Raucherhusten abgetan, die Mühe sich anzustrengen dem Alter zugeschrieben und man zieht in eine Wohnung, in ein Haus mit Lift. Leider melden sich viele Patienten erst spät beim Hausarzt. Bei der COPD kommt es ähnlich wie beim Asthma zu einer entzündlichen Verengung der Bronchien. Doch bei einer COPD passiert zusätzlich eine fortschreitende und dauerhafte Zerstörung des Lungengewebes, ein Lungenemphysem entwickelt sich. Durch die Verengungen und die zerstörten Lungenteile kommt es zu Überblähungen von Teilen der Lunge, was die ohnehin eingeschränkte Funktion der Lunge weiter beeinträchtigt und zu Atemnot bei geringster Anstrengung führt.

 

 

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